10.03.2010 | 05:30
REGULIERUNG
Von:
Natalie Gratwohl und Martina Wacker
 

Harsche Vorschriften für die beiden Grossbanken

UBS und Credit Suisse müssen für Notfälle bald mehr Liquidität halten. Das ärgert vor allem die CS.

Wie lange muss eine Bank aus eigener Kraft durchhalten können, wenn ihr andere Institute kein Geld mehr leihen und die Kunden ihre Einlagen in Scharen abziehen? Die bisherigen Liquiditätsvorschriften in der Schweiz gehen auf das Jahr 1988 zurück. Nun will die Finma zusammen mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) strengere Vorschriften erlassen, aber nur für UBS und Credit Suisse.

«Das neue Regime sieht vor, dass die beiden Grossbanken die nötige Liquidität halten, um auch in einem harschen Krisen-Szenario 30 Tage aus eigener Kraft über die Runden zu kommen», sagt Finma-Sprecher Tobias Lux. Diese neuen Liquiditätsregeln sollen noch im 1. Halbjahr 2010 in Kraft treten.

Mit «too big to fail» begründet

Das Liquiditätsregime gehört zu den strengeren Regeln, die den Grossbanken auferlegt werden, weil sie in der Schweiz eine implizite Staatsgarantie haben. International bestehen bezüglich der Liquidität noch keine einheitlichen Vorschriften. Die Bestrebungen gehen aber klar in die gleiche Richtung wie in der Schweiz.

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht wird noch in diesem Jahr neue Liquiditätsvorschriften erlassen. Gegenwärtig wird die Ausgestaltung des Regimes analysiert. «Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und können aufgrund der besonderen Situation in der Schweiz mit zwei systemrelevanten Banken nicht auf eine internationale Lösung warten», begründet Finma-Sprecher Lux.

Credit Suisse warnt vor Folgen

Erste Vorschläge von Finma und Nationalbank sind auf heftigen Widerstand bei den Grossbanken gestossen, insbesondere bei der Credit Suisse. Weil die UBS im Zuge der Finanzkrise wegen ihrer Schwierigkeiten mehr liquide Mittel gebunkert hatte, ist es für sie heute offenbar einfacher, die neuen Vorschriften zu erfüllen. Die Banken wehren sich, weil die Regeln für sie mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Laut Finma sollen sich die Mehrkosten für die Grossbanken auf einige hundert Millionen Franken belaufen.

Hans-Ulrich Meister, CEO Schweiz bei der Credit Suisse, warnt vor den Folgen zusätzlicher Kapitalkosten: «Damit würde beispielsweise das Kreditgeschäft an Attraktivität verlieren und es müsste auch restriktiver selektiert werden. Unter Umständen müssten die zusätzlichen Kosten dem Kreditnehmer überwälzt werden, was sich wiederum direkt auf den Werkplatz auswirken würde.» Von den höheren Liquiditätsvorschriften wäre insbesondere das Geschäft mit Grosskunden betroffen.

Top 2011

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Zu den neuen Listen

SMI6.155,9-1,7minus-0,0%
SPI5.583,7-1,4minus-0,0%
SLI940,30,2plus0,0%
SMIM1.197,4-2,9minus-0,2%
DAX 306.748,8-5,4minus-0,1%
EURO STOXX 502.512,9-1,2minus-0,0%
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Goldpreis1.731,3-14,0minus-0,8%

Top und Flops

NameKurs+/-+/- %
25,230,230,92
162,301,300,81
36,100,280,78
13,100,080,61
230,400,900,39
46,50-0,55-1,17
394,20-4,10-1,03
53,40-0,50-0,93
291,80-2,10-0,71
51,30-0,35-0,68
NameKurs+/-+/- %
2,100,157,58
22,840,441,96
34,470,521,53
29,850,210,71
32,520,160,48
7,51-0,11-1,47
56,71-0,84-1,46
77,03-1,02-1,31
54,25-0,67-1,22
17,00-0,20-1,13
NameKurs+/-+/- %
3,320,206,56
1,620,053,33
17,250,553,29
34,660,982,89
37,911,052,83
55,65-0,81-1,44
7,28-0,09-1,18
54,45-0,55-1,00
123,94-1,23-0,98
25,12-0,24-0,95

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