21.11.2007 | 16:58
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Japans Grossbanken spüren US-Kreditkrise - Mitsubishi UFJ mit Gewinneinbruch

TOKIO (AWP International) - Die Turbulenzen infolge der US-Kreditkrise haben auch die japanischen Banken zu spüren bekommen. Die sechs führenden Institute des Landes mussten in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2007/2008 (31. März) insgesamt 115 Milliarden Yen (710 Millionen Euro) an Verlusten, Abschreibungen und Rückstellungen verbuchen, wie aus den bis Mittwoch vorgelegten Halbjahresbilanzen hervorgeht. Als Folge sank der Nettogewinn des Sextetts um 45,4 Prozent auf rund 950 Milliarden Yen, nachdem die Institute im Vorjahreszeitraum noch einen Rekord von zusammen 1,7 Billionen Yen erwirtschaftet hatten.

Bei der grössten Bank des Landes der Bilanzsumme nach, der Mitsubishi UFJ Financial Group, beliefen sich die Verluste infolge der US-Kreditkrise auf 4 Milliarden Yen. Hinzu kommen weitere 20 Milliarden Yen an Abschreibungen. Dennoch zeigte sich das Institut am Mittwoch optimistisch. Es würden vorerst keine grossen Verluste wegen der Kreditkrise erwartet. Der Anteil der Investitionen im betroffenen Hauskreditsektor lag nach Angaben nach zum Ende September bei nur 0,57 Prozent.

Dass der Nettogewinn der Bankengruppe zwischen April und September um 49,4 Prozent auf 256,7 Milliarden Yen (1,6 Mrd Euro) sank, führte das Institut vor allem auf Umstrukturierungen bei der Kreditkartentochter Mitsubishi UFJ Nicos zurück. Für das noch bis zum 31. März 2008 laufende Gesamtgeschäftsjahr rechnet Mitsubishi UFJ mit einem Nettogewinn von 600 Milliarden Yen. Das sind 31,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die operativen Einnahmen dürften dagegen um 6,7 Prozent auf 6,5 Billionen Yen steigen, hiess es./ln/ck/pi/DP/das

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