Meistgelesen

Schwarzgeld: Schweiz und Athen verhandeln wieder
Gespräche

Griechisches Schwarzgeld in der Schweiz soll legalisieren werden. Daher haben Bern und Athen die Steuergespräche wieder aufgenommen. Um wie viel Geld es geht, weiss niemand. Mehr...

26.03.2015
SNB: «Franken wird sich deutlich abschwächen»
Geldpolitik

Auch nach dem Mindestkurs-Ende schlafe die Schweizerische Nationalbank nie. Das sagt Thomas Moser, stellvertretendes Mitglied des Direktoriums. Er erwartet eine Normalisierung am Devisenmarkt. Mehr...

26.03.2015
Flugzeugabsturz: «Gefahr durch zu wenig Training»
Absturz

Daniel Knecht fliegt als Pilot die A320 und klärt für die Schweizerische SUST selbst Flugzeugunfälle auf. Im Gespräch liefert er Einschätzungen zum Germanwings-Absturz und dem rätselhaften Sinkflug. Mehr...

Interview vonKaren Merkel
25.03.2015
Co-Pilot brachte Flieger vorsätzlich zum Absturz
Statement

Laut Staatsanwaltschafft hat der Co-Pilot das Germanwings-Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht. Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr gab es bei dem Mann keine Auffälligkeiten. Mehr...

26.03.2015
Finanzminister Varoufakis erklärt den «Stinkefinger»
Kommentar

Die Posse um den «Stinkefinger» in der TV-Sendung von Günter Jauch steht für das zerrüttete Verhältnis zwischen Deutschen und Griechen. Nun äussert sich Athens Finanzminister Yanis Varoufakis. Mehr...

VonYanis Varoufakis*
26.03.2015
«Man weiss, dass Clariant nicht übernommen werden will»
Clariant

Wird Clariant übernommen? Konzernchef Hariolf Kottmann im Interview über Angebote von Konkurrenten, sein 5-Millionen-Lohnpaket und die Auswirkungen des harten Frankens. Mehr...

Interview vonAlexandra Stühff und Stefan Barmettler
26.03.2015
381-Meter-Turm in Vals: «Wir wollen leben»
381 Meter

Remo Stoffel erklärt den Tourismus für tot. Mit seinem gigantischen Turmprojekt will er der Branche neues Leben einhauchen – ganz ohne Fremdkapital. Denn sonst resultiere nur Durchschnitt. Mehr...

Interview vonMarc Iseli
26.03.2015

Anzeige

Julius Bär mit Rekordvermögen und Japan-Beteiligung

Die von Julius Bär verwalteten Vermögen sind 2012 auf einen Höchststand gestiegen. Auch beim Konzerngewinn ging es aufwärts. Mit einer Beteiligung will die Bank nun ihre Präsenz auf dem japanischen Ma

04.02.2013

Die Bank Julius Bär hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Der adjustierte Konzerngewinn stieg um 8,1 Prozent auf 433 Millionen Franken. Dabei klammert die Vermögensverwalterin allerdings Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten bei Akquisitionen aus.

Unter Einschluss dieser Positionen verblieb unter dem Strich ein Konzerngewinn von 298 Millionen Franken. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte Julius Bär am Montag in einem Communiqué mit.

Zu Buche hatte 2011 eine Zahlung von 50 Millionen Euro oder 65 Millionen Franken geschlagen, mit der Julius Bär ein mögliches Steuerverfahren in Deutschland wegen Schwarzgeldern von reichen Deutschen abwenden konnte. Dafür musste die Bank 2012 für die weiterhin ungelöste Auseinandersetzung mit den US-Behörden um unversteuerte Gelder 38 Millionen Franken aufwenden.

Vermögen auf Höchststand

Die verwalteten Vermögen seien 2012 um 11 Prozent auf 189 Milliarden Franken gestiegen. Dies sei ein neuer Rekord, hiess es. Netto flossen Julius Bär Neugelder von 9,7 Milliarden Franken zu. Im Vorjahr waren es 10,2 

Milliarden Franken gewesen. Zum Zufluss neuer Gelder hätten alle Regionen beigetragen, sagte Julius-Bär-Chef Boris Collardi laut der Nachrichtenagentur AWP an einer Telefonkonferenz.

Nun will Julius Bär die Präsenz auch auf dem japanischen Markt für vermögende Privatkunden stärken. Im Januar hat sie dazu eine Beteiligung von 60 Prozent an der Vermögensverwaltungsgesellschaft TFM Asset Management übernommen. TFM unterhält Büros in Tokio und Zürich.

Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, wie es weiter hiess. TFM verfüge in Japan über Lizenzen für die Anlageberatung und das Investmentmanagement und konzentriere sich vorwiegend auf vermögende japanische Privatkunden. Das Unternehmen verwaltet gemäss Mitteilung Kundenvermögen von mehreren hundert Millionen Franken.

Integration auf Kurs

Julius Bär hat laut Mitteilung das Recht, drei Jahre nach dem für April 2013 geplanten Abschluss 100 Prozent der TFM-Anteile zu übernehmen. Die Aktien von Julius Bär verloren nach Bekanntgabe des Jahresresultats und der Beteiligung in Japan an Wert. Kurz nach 9.20 Uhr notierten die Papiere 2,2 Prozent im Minus.

Die Integration des von der Bank of America übernommenen internationalen Merrill Lynch Vermögensverwaltungsgeschäftes für Reiche ausserhalb der USA (IWM) sei «gut» auf Kurs, wie Collardi in der Telefonkonferenz betonte. Am Freitag hatte Bär den prinzipiellen Abschluss der Akquisition bekanntgegeben.

Dies beinhaltete auch die Übernahme der Genfer Merrill Lynch Bank (Suisse). «Mit den verwalteten Vermögen von 11 Milliarden Franken der Merrill Lynch (Suisse) steigen unsere verwalteten Vermögen erstmals über 200 Mrd. Franken», sagte Collardi.

(tno/aho/sda)

Julius-Bär-Chef Boris Collardi zu den Zahlen:

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
04.02.2013

Die Bank Julius Bär hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Der adjustierte Konzerngewinn stieg um 8,1 Prozent auf 433 Millionen Franken. Dabei klammert die Vermögensverwalterin allerdings Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten bei Akquisitionen aus.

Unter Einschluss dieser Positionen verblieb unter dem Strich ein Konzerngewinn von 298 Millionen Franken. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte Julius Bär am Montag in einem Communiqué mit.

Zu Buche hatte 2011 eine Zahlung von 50 Millionen Euro oder 65 Millionen Franken geschlagen, mit der Julius Bär ein mögliches Steuerverfahren in Deutschland wegen Schwarzgeldern von reichen Deutschen abwenden konnte. Dafür musste die Bank 2012 für die weiterhin ungelöste Auseinandersetzung mit den US-Behörden um unversteuerte Gelder 38 Millionen Franken aufwenden.

Vermögen auf Höchststand

Die verwalteten Vermögen seien 2012 um 11 Prozent auf 189 Milliarden Franken gestiegen. Dies sei ein neuer Rekord, hiess es. Netto flossen Julius Bär Neugelder von 9,7 Milliarden Franken zu. Im Vorjahr waren es 10,2 

Milliarden Franken gewesen. Zum Zufluss neuer Gelder hätten alle Regionen beigetragen, sagte Julius-Bär-Chef Boris Collardi laut der Nachrichtenagentur AWP an einer Telefonkonferenz.

Nun will Julius Bär die Präsenz auch auf dem japanischen Markt für vermögende Privatkunden stärken. Im Januar hat sie dazu eine Beteiligung von 60 Prozent an der Vermögensverwaltungsgesellschaft TFM Asset Management übernommen. TFM unterhält Büros in Tokio und Zürich.

Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, wie es weiter hiess. TFM verfüge in Japan über Lizenzen für die Anlageberatung und das Investmentmanagement und konzentriere sich vorwiegend auf vermögende japanische Privatkunden. Das Unternehmen verwaltet gemäss Mitteilung Kundenvermögen von mehreren hundert Millionen Franken.

Integration auf Kurs

Julius Bär hat laut Mitteilung das Recht, drei Jahre nach dem für April 2013 geplanten Abschluss 100 Prozent der TFM-Anteile zu übernehmen. Die Aktien von Julius Bär verloren nach Bekanntgabe des Jahresresultats und der Beteiligung in Japan an Wert. Kurz nach 9.20 Uhr notierten die Papiere 2,2 Prozent im Minus.

Die Integration des von der Bank of America übernommenen internationalen Merrill Lynch Vermögensverwaltungsgeschäftes für Reiche ausserhalb der USA (IWM) sei «gut» auf Kurs, wie Collardi in der Telefonkonferenz betonte. Am Freitag hatte Bär den prinzipiellen Abschluss der Akquisition bekanntgegeben.

Dies beinhaltete auch die Übernahme der Genfer Merrill Lynch Bank (Suisse). «Mit den verwalteten Vermögen von 11 Milliarden Franken der Merrill Lynch (Suisse) steigen unsere verwalteten Vermögen erstmals über 200 Mrd. Franken», sagte Collardi.

(tno/aho/sda)

Julius-Bär-Chef Boris Collardi zu den Zahlen:

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

UBS, CS und Bär in Petrobras-Skandal involviert. Mehr

Novartis, Zurich und ABB machen Druck auf Bundesrat. Mehr

Sulzer senkt Kaderlöhne, Stellenabbau möglich. Mehr

SV Group will Ikea-Hotel Moxy in die Schweiz bringen. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...