02.02.2012 | 17:06
 

Kosteneinsparungen sei Dank: Mehr Gewinn bei Merck

Der US-Pharmakonzern Merck hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht. Allerdings ist dieser zur Hauptsache auf Kosteneinsparungen in der Forschung zurückzuführen.

Artikel zum Thema: 

Der zweitgrösste amerikanische Pharmakonzern Merck & Co hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Forschungsausgaben um rund ein Viertel eingedampft und einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht. Der Überschuss kletterte auf 6,3 Milliarden Dollar. Das teilt der Pfizer-Konkurrent in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey mit. Die Kosten für den Konzernumbau nach der Übernahme des Konkurrenten Schering-Plough hatten im Vorjahr zu einen Gewinneinbruch auf 861 Millionen Dollar geführt.

Beim Umsatz sorgten positive Wechselkurseffekte sowie die Nachfrage nach Diabetesmedikamenten, Asthmamitteln und Impfstoffen für einen Anstieg auf 48,1 Milliarden Dollar. Schwellenländer steuerten fast ein Fünftel zum Umsatz bei. Im Diabetesgeschäft mit den Medikamenten Januvia/Janumet verbuchte Merck & Co ein Umsatzwachstum von 40 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. An der Börse reagierte die Aktie im frühen Handel mit einem leichten Minus von 0,16 Prozent auf die Bilanzvorlage.

Weitere Kosteneinsparungen geplant

«Wir haben das abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen», sagte Unternehmenschef Kenneth C. Frazier, der seit Anfang 2010 im Chefsessel des US-Konzerns sitzt. Im vierten Quartal stieg der Gewinn pro Aktie vor Sonderposten auf 0,97 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Der Manager zeigte sich zuversichtlich und hat für 2012 ein Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten von 3,75 bis 3,85 US-Dollar und damit unter Umständen mehr als die im Vorjahr erreichten 3,77 Dollar in Aussicht gestellt. Der Umsatz wird unter der Annahme konstanter Wechselkurse auf oder nahe des Niveaus von 2011 erwartet.

Merck & Co will bis 2015 weitere Kosten einsparen und hatte vergangenen Sommer einen Abbau von bis zu 13'000 Stellen bekanntgegeben. Ende 2011 beschäftigte Merck rund 86'000 Mitarbeiter. Mit dem Stellenabbau will sich der US-Konzern für die zunehmende Konkurrenz durch Generikahersteller rüsten. Noch sprudeln bei dem Hersteller des Impfstoffes Gardasil gegen Gebärmutterhalskrebs die Gewinne - aber bereits im August läuft für das wichtigste Medikament Singulair (Asthmamittel) der lukrative Patentschutz aus. 2011 spülte das Medikament Merck & Co noch 5,5 Milliarden Dollar in die Kassen - ein Plus von zehn Prozent.

11'500 Stellen gestrichen

In der Regel führt der Verlust des Patentschutzes zu einem kräftigen Umsatzeinbruch, denn Generikahersteller drängen dann mit billigeren Nachahmermedikamenten auf den Markt. Merck & Co hatte bereits nach der Übernahme von Schering-Plough 11500 Stellen gestrichen. Merck hatte die 41 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Schering-Plough im November 2009 abgeschlossen. Merck & Co. ist nicht zu verwechseln mit der deutschen Merck KGaA . Die beiden Unternehmen haben gemeinsame Wurzeln, gehen seit dem ersten Weltkrieg aber getrennte Wege. Ausserhalb von Nordamerika tritt Merck & Co., um Verwechslungen zu vermeiden, als MSD Merck Sharp and Dohme auf.

(muv/rcv/awp)

Suite 150


Auf Initiative der «Handelszeitung» geben Traditions- unternehmen, die mindestens 150 Jahre alt sind, ihr Know-how an Jungunternehmer weiter. Hier erfahren Sie, welche Firmen zum Kreis «Suite 150» gehören.
Details erfahren

Top 2011

Die Listen der 1300 grössten Unternehmen in der Schweiz sind eine einzigartige Sammlung von Daten und Kennzahlen.
Zu den neuen Listen

SMI 5'817.9 -92.3 -1.6%
SPI 5'437.5 -84.8 -1.5%
SLI 874.2 -16.4 -1.8%
SMIM 1'118.6 -20.7 -1.8%
DAX 30 6'285.8 -149.9 -2.3%
EURO STOXX 215.2 -5.9 -2.7%
FTSE 100 5'266.4 -136.9 -2.5%
Dow Jones 30 Industrial 12'496.2 -6.7 -0.1%
NASDAQ 100 2'547.1 7.9 0.3%
S&P 500 1'316.6 0.6 0.1%
Nikkei 225 8'579.9 23.3 0.3%

Top und Flops

Name Kurs +/- +/- %
155.80 -0.60 -0.38
54.65 -0.30 -0.55
1'709.00 -16.00 -0.93
49.05 -0.53 -1.07
864.50 -9.50 -1.09
37.89 -1.03 -2.65
30.49 -0.83 -2.65
40.23 -1.14 -2.76
56.25 -2.45 -4.17
375.50 -18.90 -4.79
Name Kurs +/- +/- %
75.63 0.04 0.05
23.75 -0.08 -0.31
47.38 -0.43 -0.90
52.58 -0.50 -0.94
37.91 -0.45 -1.17
29.34 -1.16 -3.79
39.32 -1.64 -3.99
MAN
78.14 -3.30 -4.05
8.39 -0.37 -4.26
14.64 -0.77 -5.00
Name Kurs +/- +/- %
14.40 0.48 3.41
25.14 -0.12 -0.46
67.79 -0.61 -0.89
47.38 -0.43 -0.90
37.91 -0.45 -1.17
9.50 -0.49 -4.90
4.71 -0.26 -5.14
14.46 -0.80 -5.21
11.12 -0.73 -6.12
2.12 -0.14 -6.18

Aktuelle Ausgabe - Morgen am Kiosk!

Aktuelle Ausgabe der Handelszeitung

  • Deutsche Banken buhlen um Schweizer Schwarzgeld. Lesen
     
  • Affäre um griechischen Ex-Minister trifft Schweizer Banken. Lesen
     
  • Griechenland: Das grosse Pokern um den Euro. Lesen
     
  • Kioske sollen auch Poststellen sein. Lesen
     

 

 

Dieses und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis
Abonnement bestellen

Top-Ten


Der schönste Strand, das meistgekaufte Auto oder die angesagteste Stadt? Unsere wöchentliche Top-Ten Liste gibt Aufschluss.
Zu den Top-Ten-Listen

finanzen.ch


Die aktuellen Börsenberichte aus aller Welt und weitere Infos für Anleger finden Sie laufend aktualisiert auf dem Schweizer Börsen- und Finanzportal finanzen.ch - einer Partner-Seite der Handelszeitung.
www.finanzen.ch

Kostenloses Probeabo


4 Wochen lang gratis am Puls der Wirtschaft.
Zur Bestellseite

Sesselwechsel


Gewerbeverband wählt Rime zum Präsidenten.
Zum aktuellen Sesselwechsel
Zur Übersichtsseite

Verlosung:

Gewinnen Sie ein edles Besteckset „duetto“, 24-teilig, von Casa Bugatti.

Mitmachen und gewinnen

Newsletter bestellen

Der Newsletter von Handelszeitung informiert Sie wöchentlich über die wichtigsten News der Schweizer WirtschaftAbonnieren Sie unseren Newsletter und Sie erhalten wöchentlich die wichtigsten News der Schweizer Wirtschaft per E-Mail.
Newsletter abonnieren

ANZEIGE

Dossiers

Die grosse Analyse - auch abseits des Spielfelds: «Handelszeitung Online»...
Alt und schön: Von klassischen Oldtimern geht eine ungewöhnliche Faszination...
Griechenland steckt in einer politischen Krise - die finanzielle Zukunft des...
Hollande oder Sarkozy? Alle Fakten und Hintergründe im Vorfeld der Stichwahl am...
Am Mittwoch hat die Schweizerische Nationalbank wieder eine komplette...
Verbissene Verhandlungen: In Deutschland herrscht keine Einigkeit, ob das...
Das 42. St. Gallen Symposium findet am 3. und 4. Mai 2012 statt.
Die «Handelszeitung» kürt die besten Nobelherbergen für Wellnessferien in der...

RSS abonnieren

ANZEIGE

Werden Sie angemessen bezahlt?

Unser Lohnvergleichs-Tool gibt Aufschluss darüber, ob Sie genügend entlöhnt werden
Das Lohnvergleichs-Tool gibt Aufschluss.
Zum Tool

ANZEIGE