Libor-Klage: Barclays-Mitarbeiter bleiben nicht anonym

Gerichtsentscheid in Grossbritannien: Barclays muss im Rahmen eine Libor-Klage die Namen von Top-Managern sowie weiteren Mitarbeitern nennen.

25.01.2013

Im Zuge einer Libor-Klage dürfen die Namen von 104 Barclays-Mitarbeitern veröffentlicht werden. Da hat ein britisches Gericht entschieden, wie mehrere Medien berichten. Die Barclays-Leute hatten vergeblich versucht, die Bekanntgabe der Namen zu verhindern.

Man müsse kein Genie sein, um herauszufinden, wer die Namen seien, sagte Richter Julian Flaux laut «Handelsblatt». Unter den Betroffenen sind demnach der frühere Vorstandschef Bob Diamond, der ehemalige Chief Operating Officer Jerry Del Missier sowie Rich Ricci, Vorstandschef für Investmentbanking und Unternehmensgeschäft.

Klägerin ist laut «Handelsblatt» die britische Pflegeheimgruppe Guardian Care Homes. Diese mache Barclays für Verluste verantwortlich, die sie mit einem an den Libor gekoppelten Zins-Swap erlitten hatte.

Nun verpflichte das Gericht Barclays, der Pflegeheimgruppe die Namen von Mitarbeitern zugänglich zu machen, die die Bank in den Ermittlungen im Zusammenhang mit Libor-Manipulationen gegenüber Regulierungsbehörden offengelegt hatte. Von den 104 genannten Barclays-Mitarbeitern seien allerdings nur 24 mit der Festsetzung des Libor befasst gewesen, erklärte der Richter.

(tno)

 

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Im Zuge einer Libor-Klage dürfen die Namen von 104 Barclays-Mitarbeitern veröffentlicht werden. Da hat ein britisches Gericht entschieden, wie mehrere Medien berichten. Die Barclays-Leute hatten vergeblich versucht, die Bekanntgabe der Namen zu verhindern.

Man müsse kein Genie sein, um herauszufinden, wer die Namen seien, sagte Richter Julian Flaux laut «Handelsblatt». Unter den Betroffenen sind demnach der frühere Vorstandschef Bob Diamond, der ehemalige Chief Operating Officer Jerry Del Missier sowie Rich Ricci, Vorstandschef für Investmentbanking und Unternehmensgeschäft.

Klägerin ist laut «Handelsblatt» die britische Pflegeheimgruppe Guardian Care Homes. Diese mache Barclays für Verluste verantwortlich, die sie mit einem an den Libor gekoppelten Zins-Swap erlitten hatte.

Nun verpflichte das Gericht Barclays, der Pflegeheimgruppe die Namen von Mitarbeitern zugänglich zu machen, die die Bank in den Ermittlungen im Zusammenhang mit Libor-Manipulationen gegenüber Regulierungsbehörden offengelegt hatte. Von den 104 genannten Barclays-Mitarbeitern seien allerdings nur 24 mit der Festsetzung des Libor befasst gewesen, erklärte der Richter.

(tno)

 

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