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Loewe-Aktionäre hoffen auf Apple-Angebot

Apple soll laut Insiderbericht Loewe ein Übernahmeangebot vorgelegt haben. Die deutsche Traditionsfirma dementiert - doch die Aktie zündet ein Kursfeuerwerk.

VonVolker Strohm
14.05.2012

«Lion», so heisst das aktuelle Betriebssystem von Apple. Einen weiteren Löwen könnte sich der Technologiegigant aus Cupertino schon in den kommenden Tagen unter den Nagel reissen: «Apple ist in Übernahmeverhandlungen mit Loewe», berichtete der IT-Blog «AppleInsider». Aus dem oberfränkischen Kronach kam umgehend das Dementi: «Überhaupt nichts dran», kommentierte ein Loewe-Sprecher gemäss Nachrichtenagentur dpa Angaben, wonach dem Hersteller von Fernsehern, Audio-Komponenten und Unterhaltungssystemen ein Angebot über 87,3 Millionen Euro vorliegen würde.

Gemäss «AppleInsider» habe Apple dem 1923 gegründeten Traditionsunternehmen eine Frist bis 18. Mai eingeräumt. Loewe wird an der Börse aktuell mit rund 59 Millionen Euro bewertet, was angesichts der Apple-Kriegskasse, die mit mehr als 100 Milliarden Dollar ausgestattet ist, ein regelrechtes Schnäppchen darstellt - selbst mit der angeblich in Aussicht gestellten Prämie.

Zu den Hauptaktionären von Loewe zählen die Technologiekonzern Sharp und LaCie. Sharp besitzt knapp 30 Prozent der Aktien. Brisant:  Der japanische Elektronik-Konzern wird immer wieder als zentraler Partner von Apples Plänen für ein eigenes Fernsehgerät genannt.

Den Aktionären scheinen die Spekulationen zu gefallen: Bei Eröffnung am Montagmorgen schoss die Aktie die Loewe-Aktie regelrecht durch die Decke und legte rund ein Viertel zu - notierte damit aber immer noch unter den gerüchteweise im Raum stehenden 87,3 Millionen Euro.

Loewe käme ein Angebot grundsätzlich nicht ungelegen: 2010 musste das Unternehmen einen Verlust von 7 Millionen Euro verkraften, im vergangenen Jahr schwoll dieser bereits auf 11 Millionen Euro an. Für 2012 rechnet der Traditionshersteller allerdings mit einer Trendwende, auch weil bereits ein enger Schulterschluss mit Apple besteht. So verkauft Loewe Geräte in den deutschen Apple-Läden und Online-Stores. Trotz potenzieller Mehrumsätze durch die Sport-Grossereignisse des Jahres - Fussball-EM in Polen und der Ukraine sowie die Olympischen Spiele in London - hat Loewe bis dato allerdings nicht durchblicken lassen, ob in diesem Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone auch effektiv gelingen werde.

Interessant ist das gerüchteweise Buhlen von Apple auch deshalb, weil weitere High-End-Firmen ins Visier von Tim Cook & Co. geraten könnten. So wurde beispielsweise Bang & Olufsen unlängst von der «Financial Times Deutschland» (FTD) als «Hoflieferant von Apple» bezeichnet. «Auf den Schultern von Giganten steht man sicher», hiess es. Loewe wie auch Bang & Olufsen stellen bereits zahlreiche Geräte her, die auf die Produktlinie von Apple abgestimmt sind - also mit iPod, iPhone, iPad und der Übertragungstechnologie «AirPlay» korrespondieren.

Gegen Komplettübernahmen spricht die in der Vergangenheit von Apple verfolgte Strategie, möglichst grosse Teile der Produktion auszulagern. Hersteller wie Loewe dürften folglich primär durch das Know-how im TV- und HiFi-Bereich interessant sein - für das Massengeschäft wäre dies unter dem Aspekt der Kapazitätserweiterung definitiv kein Zugewinn.

(vst/aho)

 

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«Lion», so heisst das aktuelle Betriebssystem von Apple. Einen weiteren Löwen könnte sich der Technologiegigant aus Cupertino schon in den kommenden Tagen unter den Nagel reissen: «Apple ist in Übernahmeverhandlungen mit Loewe», berichtete der IT-Blog «AppleInsider». Aus dem oberfränkischen Kronach kam umgehend das Dementi: «Überhaupt nichts dran», kommentierte ein Loewe-Sprecher gemäss Nachrichtenagentur dpa Angaben, wonach dem Hersteller von Fernsehern, Audio-Komponenten und Unterhaltungssystemen ein Angebot über 87,3 Millionen Euro vorliegen würde.

Gemäss «AppleInsider» habe Apple dem 1923 gegründeten Traditionsunternehmen eine Frist bis 18. Mai eingeräumt. Loewe wird an der Börse aktuell mit rund 59 Millionen Euro bewertet, was angesichts der Apple-Kriegskasse, die mit mehr als 100 Milliarden Dollar ausgestattet ist, ein regelrechtes Schnäppchen darstellt - selbst mit der angeblich in Aussicht gestellten Prämie.

Zu den Hauptaktionären von Loewe zählen die Technologiekonzern Sharp und LaCie. Sharp besitzt knapp 30 Prozent der Aktien. Brisant:  Der japanische Elektronik-Konzern wird immer wieder als zentraler Partner von Apples Plänen für ein eigenes Fernsehgerät genannt.

Den Aktionären scheinen die Spekulationen zu gefallen: Bei Eröffnung am Montagmorgen schoss die Aktie die Loewe-Aktie regelrecht durch die Decke und legte rund ein Viertel zu - notierte damit aber immer noch unter den gerüchteweise im Raum stehenden 87,3 Millionen Euro.

Loewe käme ein Angebot grundsätzlich nicht ungelegen: 2010 musste das Unternehmen einen Verlust von 7 Millionen Euro verkraften, im vergangenen Jahr schwoll dieser bereits auf 11 Millionen Euro an. Für 2012 rechnet der Traditionshersteller allerdings mit einer Trendwende, auch weil bereits ein enger Schulterschluss mit Apple besteht. So verkauft Loewe Geräte in den deutschen Apple-Läden und Online-Stores. Trotz potenzieller Mehrumsätze durch die Sport-Grossereignisse des Jahres - Fussball-EM in Polen und der Ukraine sowie die Olympischen Spiele in London - hat Loewe bis dato allerdings nicht durchblicken lassen, ob in diesem Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone auch effektiv gelingen werde.

Interessant ist das gerüchteweise Buhlen von Apple auch deshalb, weil weitere High-End-Firmen ins Visier von Tim Cook & Co. geraten könnten. So wurde beispielsweise Bang & Olufsen unlängst von der «Financial Times Deutschland» (FTD) als «Hoflieferant von Apple» bezeichnet. «Auf den Schultern von Giganten steht man sicher», hiess es. Loewe wie auch Bang & Olufsen stellen bereits zahlreiche Geräte her, die auf die Produktlinie von Apple abgestimmt sind - also mit iPod, iPhone, iPad und der Übertragungstechnologie «AirPlay» korrespondieren.

Gegen Komplettübernahmen spricht die in der Vergangenheit von Apple verfolgte Strategie, möglichst grosse Teile der Produktion auszulagern. Hersteller wie Loewe dürften folglich primär durch das Know-how im TV- und HiFi-Bereich interessant sein - für das Massengeschäft wäre dies unter dem Aspekt der Kapazitätserweiterung definitiv kein Zugewinn.

(vst/aho)

 

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