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Merck-Serono-Areal: Bertarelli bekommt Konkurrenz

Ernesto Bertarelli und Hansjörg Wyss knüpfen ihre Pläne für ein Forschungszentrum an den Kauf des Merck-Serono-Areals. Das nutzt ein Konkurrent nun als Argument - und steigt selbst in den Bieterkampf

08.12.2012

Die Investoren Ernesto Bertarelli und Hansjörg Wyss wollen das Areal von Merck Serono in Genf kaufen und dort zusammen mit der ETH Lausanne (EPFL) und der Universität Genf einen Biotechcampus errichten. Doch nun bekommen sie Konkurrenz.

Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, stösst es dem Luzerner Immobilieninvestor Mobimo sauer auf, dass Bertarelli und Wyss ihre Campuspläne davon abhängig machen, ob sie den Zuschlag für das Areal erhalten. Das Unternehmen will nun selber mitbieten.

«Das Campusprojekt ist interessant und darf nicht davon abhängen, ob die Investoren das Areal kaufen können», zitiert die Zeitung Mobimo-Chef Christoph Caviezel. Falls Mobimo das Gelände bekäme, wäre der Campus als Mieter willkommen. 

Die Unternehmensspitze von Mobimo befürchtet laut «Tagesanzeiger», dass die Aussagen der Investoren den Pharmakonzern unter Druck setzen und den Wettbewerb verfälschen könnten. Merck Serono versichert dagegen, dass der Verkaufsprozess fair sei und alle Interessenten Zugang zu denselben Informationen hätten und denselben Regeln unterworfen seien.

Entscheidung für Freitag erwartet

Bertarelli und Wyss halten derweil an ihren Plänen fest. «Wir brauchen für das Projekt Biotechcampus langfristig Sicherheit», begründet dies Bertarellis Sprecher Jörg Neef. «Die Investoren wollen Areal und Forschungszentrum bewusst aus einer Hand finanzieren, um die Infrastruktur mit der EPFL und der Universität Genf möglichst rasch und nachhaltig nutzen zu können – zu einem über Jahre hinaus tragbaren Mietzins.» 

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono hatte im April angekündigt, den Standort Genf zu schliessen. Seit Juli wird der ehemalige Hauptsitz zum Verkauf angeboten. Am vergangenen Donnerstag lief die Frist für die Unterbreitung von Kaufangeboten ab. 

Gemäss Recherchen des «Tagesanzeigers» dürfte der Preis für das Serono-Areal bei rund 300 Millionen Franken liegen. Unklar sei, welche Angebote aus dem Ausland abgegeben wurden. Merck Serono werde voraussichtlich am kommenden Freitag darüber informieren, wer den Zuschlag bekommt.

(tno)

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Die Investoren Ernesto Bertarelli und Hansjörg Wyss wollen das Areal von Merck Serono in Genf kaufen und dort zusammen mit der ETH Lausanne (EPFL) und der Universität Genf einen Biotechcampus errichten. Doch nun bekommen sie Konkurrenz.

Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, stösst es dem Luzerner Immobilieninvestor Mobimo sauer auf, dass Bertarelli und Wyss ihre Campuspläne davon abhängig machen, ob sie den Zuschlag für das Areal erhalten. Das Unternehmen will nun selber mitbieten.

«Das Campusprojekt ist interessant und darf nicht davon abhängen, ob die Investoren das Areal kaufen können», zitiert die Zeitung Mobimo-Chef Christoph Caviezel. Falls Mobimo das Gelände bekäme, wäre der Campus als Mieter willkommen. 

Die Unternehmensspitze von Mobimo befürchtet laut «Tagesanzeiger», dass die Aussagen der Investoren den Pharmakonzern unter Druck setzen und den Wettbewerb verfälschen könnten. Merck Serono versichert dagegen, dass der Verkaufsprozess fair sei und alle Interessenten Zugang zu denselben Informationen hätten und denselben Regeln unterworfen seien.

Entscheidung für Freitag erwartet

Bertarelli und Wyss halten derweil an ihren Plänen fest. «Wir brauchen für das Projekt Biotechcampus langfristig Sicherheit», begründet dies Bertarellis Sprecher Jörg Neef. «Die Investoren wollen Areal und Forschungszentrum bewusst aus einer Hand finanzieren, um die Infrastruktur mit der EPFL und der Universität Genf möglichst rasch und nachhaltig nutzen zu können – zu einem über Jahre hinaus tragbaren Mietzins.» 

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono hatte im April angekündigt, den Standort Genf zu schliessen. Seit Juli wird der ehemalige Hauptsitz zum Verkauf angeboten. Am vergangenen Donnerstag lief die Frist für die Unterbreitung von Kaufangeboten ab. 

Gemäss Recherchen des «Tagesanzeigers» dürfte der Preis für das Serono-Areal bei rund 300 Millionen Franken liegen. Unklar sei, welche Angebote aus dem Ausland abgegeben wurden. Merck Serono werde voraussichtlich am kommenden Freitag darüber informieren, wer den Zuschlag bekommt.

(tno)

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