Millionenbetreibungen gegen Patrick Liotard-Vogt

Emigration

Der illustre Investor Patrick Liotard-Vogt hat die Schweiz verlassen und ist in die Karibik gezogen. Zurück lässt er Betreibungen von mehr als vier Millionen Franken und einen Streit mit Diners Club.

VonLukas Hässig
22.01.2014

In Stäfa am Zürichsee hat Patrick Liotard-Vogt seine Zelte abgebrochen. Das Einwohneramt bestätigt, dass der Multi-Unternehmer und Lebemann sich abgemeldet hätte. Neu lebt Liotard in St. Kitts, einer 169 Quadratkilometer kleinen Karibikinsel zwischen Dominikanischer Republik und Venezuela. Dort investiert Liotard in eine gigantische Ferienanlage für Reiche. Ihr Name: Kittitian Hill.

Zur Schweiz hat der Jung-Unternehmer, der mit riskanten Internet-Investments von sich zu reden machte, nicht nur gute Erinnerungen. Liotard hat aktuell Betreibungen in Millionenhöhe am Hals, wie sein Betreibungsauszug zeigt. Diners Club Schweiz, eine Kreditkartenorganisation, an der Liotard selbst beteiligt ist, fordert vom Unternehmer über 1,15 Millionen Franken. David Degen, der Profispieler des FC Basel, betreibt Liotard über 1,5 Millionen. Und JCR ASW Holdings, die Muttergesellschaft von A Small World, die Liotard vor einiger Zeit erworben hatte, verlangt gemäss Betreibungsauszug 1,6 Millionen von Liotard.

Liotard reagiert nicht auf Anfragen

Diners-Club-Chef Anthony Helbling sagte auf Anfrage, Liotard-Vogt habe ihm gegenüber gesagt, er sei im Ausland und würde demnächst wieder in Europa sein. Bei Diners ist Liotard mit 18 Prozent engagiert, zudem sitzt er als einer von drei im Verwaltungsrat. Helbling hat knapp 50 Prozent an der Gesellschaft.

Diners-Chef Helbling wollte sich nicht zu allfälligen Betreibungen äussern. «Wir nehmen in Verbindung zu Teilhabern, Verwaltungsratsmitgliedern, Mitarbeitern oder Kartenhaltern keine Stellung», meint er schriftlich. Verwaltungsrats-Sitzungen mit Liotard-Vogt würden übers Telefon abgehalten. Diners hat die Lizenz fürs gleichnamige Kreditkartengeschäft für die Schweiz inklusive Liechtenstein, Deutschland und Luxemburg.

 

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In Stäfa am Zürichsee hat Patrick Liotard-Vogt seine Zelte abgebrochen. Das Einwohneramt bestätigt, dass der Multi-Unternehmer und Lebemann sich abgemeldet hätte. Neu lebt Liotard in St. Kitts, einer 169 Quadratkilometer kleinen Karibikinsel zwischen Dominikanischer Republik und Venezuela. Dort investiert Liotard in eine gigantische Ferienanlage für Reiche. Ihr Name: Kittitian Hill.

Zur Schweiz hat der Jung-Unternehmer, der mit riskanten Internet-Investments von sich zu reden machte, nicht nur gute Erinnerungen. Liotard hat aktuell Betreibungen in Millionenhöhe am Hals, wie sein Betreibungsauszug zeigt. Diners Club Schweiz, eine Kreditkartenorganisation, an der Liotard selbst beteiligt ist, fordert vom Unternehmer über 1,15 Millionen Franken. David Degen, der Profispieler des FC Basel, betreibt Liotard über 1,5 Millionen. Und JCR ASW Holdings, die Muttergesellschaft von A Small World, die Liotard vor einiger Zeit erworben hatte, verlangt gemäss Betreibungsauszug 1,6 Millionen von Liotard.

Liotard reagiert nicht auf Anfragen

Diners-Club-Chef Anthony Helbling sagte auf Anfrage, Liotard-Vogt habe ihm gegenüber gesagt, er sei im Ausland und würde demnächst wieder in Europa sein. Bei Diners ist Liotard mit 18 Prozent engagiert, zudem sitzt er als einer von drei im Verwaltungsrat. Helbling hat knapp 50 Prozent an der Gesellschaft.

Diners-Chef Helbling wollte sich nicht zu allfälligen Betreibungen äussern. «Wir nehmen in Verbindung zu Teilhabern, Verwaltungsratsmitgliedern, Mitarbeitern oder Kartenhaltern keine Stellung», meint er schriftlich. Verwaltungsrats-Sitzungen mit Liotard-Vogt würden übers Telefon abgehalten. Diners hat die Lizenz fürs gleichnamige Kreditkartengeschäft für die Schweiz inklusive Liechtenstein, Deutschland und Luxemburg.

 

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