Meistgelesen

Geheimbericht zum Franken: Wie hilfllos ist die Schweiz?
Geldpolitik

Seit zwei Jahren hält der Bundesrat einen Bericht unter Verschluss, der das Potenzial hat, den Wechselkurs zu beeinflussen. Ein Experte der Credit Suisse glaubt, den Grund dafür zu kennen. Mehr...

VonMarc Iseli
30.07.2015
Details

En Detail muss Donald Trump als Anwärter auf die US-Präsidentschaft sein Vermögen erklären. Nun ist bekannt, wie viel Geld er mit Ratgebern, Schönheitswettbewerben und einem Karussell macht. Mehr...

VonJulia Fritsche
30.07.2015
Studie beweist: Lieber dumm und reich als klug und arm
Einkommen

Kinder aus reichen Familien haben – unabhängig von der Intelligenz – viel höhere Chancen, als Erwachsene in einem guten Job zu landen als arme, kluge Kinder. Das zeigt eine Studie aus Grossbritannien. Mehr...

VonGabriel Knupfer
06:05
Aus der Mode: Gold droht unter 1000 Dollar zu fallen
Rohstoff

Die glänzenden Zeiten sind vorbei: Gold scheint für Investoren seinen Status als Krisenwährung zu verlieren. Neue Prognosen zeigen, dass der Preisverfall sich noch dramatischer entwickeln könnte. Mehr...

29.07.2015
Entdeckung

Der Flug MH370 ist das grösste Mysterium der Luftfahrtgeschichte. Nun wurden ein Flügel und ein Koffer angeschwemmt – 7000 Kilometer von der Stelle entfernt, an der man das Wrack eigentlich vermutet. Mehr...

VonLaura Frommberg
30.07.2015
Sparkurs bei Deutsche Bank: Tausende Jobs in Gefahr
Bank

«Den verschwenderischen Umgang» mit Erträgen stoppen: Das will der neue Chef der Deutschen Bank - obwohl der Gewinn kräftig gestiegen ist. Laut Experten wird John Cryan tausende Jobs streichen. Mehr...

30.07.2015
In diesen Kantonen wohnen die grössten 1-August-Patrioten
Fest

Jedes Jahr versammeln sich Hunderte für die Bundesfeier auf der Rütliwiese in Uri. Am meisten interessieren sich aber nicht die Innerschweizer für den 1. August, wie eine Internet-Analyse zeigt. Mehr...

VonMarc Iseli
30.07.2015

Anzeige

Das Apple-Universum In einer Garage entstanden, wurde der Konzern zum Kultunternehmen. Zum Dossier...

Neue Vorwürfe gegen Apple und Zulieferer

China

Bei weiteren Apple-Zulieferern sollen laut einem Bericht skandalöse Arbeitsbedingungen herrschen. Auch Minderjährige und Schwangere leiden offenbar darunter.

28.07.2013

Apple steht erneut in der Kritik: Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken, die Apple-Produkte wie iPad und iPhone herstellen, sind schlimmer als bislang bekannt - das behauptet ein umfangreicher Report der Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW), der diese Woche veröffentlicht werden soll, wie der «Spiegel» in einer Vorabmeldung seiner neuen Ausgabe berichtet. Das deutsche Nachrichenmagazin hat zudem vor Ort in Shanghai recherchiert und Autoren des Reports getroffen. 

Die Vertragsfabriken von Apple verstossen laut CLW systematisch gegen chinesisches Arbeitsrecht. Über 10'000 Schüler und Studenten müssten in den Fabriken unter teils gefährlichen Umständen arbeiten. Vermittelt würden sie von ihren Lehrern und Schulen, die angeblich einen Teil des Lohns für sich einbehalten, so der Report. Einige Beschäftigte müssten den ganzen Tag stehen, eine Schicht dauere oft länger als zwölf Stunden, 80 Überstunden pro Monat sind keine Seltenheit. 

Auch Minderjährige und Schwangere müssten weit länger als acht Stunden am Tag arbeiten, schreibt der «Spiegel» unter Bezug auf den Bericht. Kaschiert würden diese Missstände angeblich durch ein betrügerisches Abrechnungssystem, das Überstunden systematisch unterschlage.

«Den Preis zahlen die Arbeiter»

Der Umgangston in den Fabriken sei ausgesprochen rüde, die Arbeiter würden systematisch angepöbelt und eingeschüchtert, so CLW. Ausserdem mangele es in den Fabriken am Sicherheitstraining, an Fluchtwegen und sogar an grundlegender Erste-Hilfe-Ausrüstung. Viele der jungen Arbeiter würden vorzeitig kündigen. Doch wer kürzer als ein Dutzend Tage gearbeitet habe, werde oft einfach um den Lohn geprellt.

Apple steht seit Jahren in der Kritik wegen der Zustände beim Hardware-Zulieferer Foxconn. Die Verlagerung eines Teils der Produktion zu anderen Herstellern sollte auch den drohenden Imageschaden begrenzen. Doch die Arbeitsbedingungen bei neuen Herstellern wie Pegatron sind dem «Spiegel» zufolge offenbar sogar noch schlechter als bei Foxconn: «Apple hat diese Fabriken gewählt, weil sie zu noch geringeren Kosten produzieren – aber den Preis dafür zahlen die Arbeiter», zitiert das Magazin einen Informanten.

Apple wollte sich bis zum «Spiegel»-Redaktionsschluss am Freitag nicht zu den Vorwürfen äussern. Ein Sprecher von Pegatron versichert: «Der besondere Schutz unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Priorität.»

(tno)

Diskussion
- Kommentare
Apple Inc.
OneYear
118.8Mehr...
Mehr zum Thema
Stichworte:
Apple China

Apple steht erneut in der Kritik: Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken, die Apple-Produkte wie iPad und iPhone herstellen, sind schlimmer als bislang bekannt - das behauptet ein umfangreicher Report der Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW), der diese Woche veröffentlicht werden soll, wie der «Spiegel» in einer Vorabmeldung seiner neuen Ausgabe berichtet. Das deutsche Nachrichenmagazin hat zudem vor Ort in Shanghai recherchiert und Autoren des Reports getroffen. 

Die Vertragsfabriken von Apple verstossen laut CLW systematisch gegen chinesisches Arbeitsrecht. Über 10'000 Schüler und Studenten müssten in den Fabriken unter teils gefährlichen Umständen arbeiten. Vermittelt würden sie von ihren Lehrern und Schulen, die angeblich einen Teil des Lohns für sich einbehalten, so der Report. Einige Beschäftigte müssten den ganzen Tag stehen, eine Schicht dauere oft länger als zwölf Stunden, 80 Überstunden pro Monat sind keine Seltenheit. 

Auch Minderjährige und Schwangere müssten weit länger als acht Stunden am Tag arbeiten, schreibt der «Spiegel» unter Bezug auf den Bericht. Kaschiert würden diese Missstände angeblich durch ein betrügerisches Abrechnungssystem, das Überstunden systematisch unterschlage.

«Den Preis zahlen die Arbeiter»

Der Umgangston in den Fabriken sei ausgesprochen rüde, die Arbeiter würden systematisch angepöbelt und eingeschüchtert, so CLW. Ausserdem mangele es in den Fabriken am Sicherheitstraining, an Fluchtwegen und sogar an grundlegender Erste-Hilfe-Ausrüstung. Viele der jungen Arbeiter würden vorzeitig kündigen. Doch wer kürzer als ein Dutzend Tage gearbeitet habe, werde oft einfach um den Lohn geprellt.

Apple steht seit Jahren in der Kritik wegen der Zustände beim Hardware-Zulieferer Foxconn. Die Verlagerung eines Teils der Produktion zu anderen Herstellern sollte auch den drohenden Imageschaden begrenzen. Doch die Arbeitsbedingungen bei neuen Herstellern wie Pegatron sind dem «Spiegel» zufolge offenbar sogar noch schlechter als bei Foxconn: «Apple hat diese Fabriken gewählt, weil sie zu noch geringeren Kosten produzieren – aber den Preis dafür zahlen die Arbeiter», zitiert das Magazin einen Informanten.

Apple wollte sich bis zum «Spiegel»-Redaktionsschluss am Freitag nicht zu den Vorwürfen äussern. Ein Sprecher von Pegatron versichert: «Der besondere Schutz unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Priorität.»

(tno)

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe


 

Unsere Partner   
 

Michel Platini als Nachfolger von Blatter praktisch gesetzt. Mehr

Monsanto punktet gegen Syngenta. Mehr

Deutschland bleibt für Vontobel ein Verlustgeschäft. Mehr

Der Einkauf via Handy wird zum Milliarden-Geschäft. Mehr

So viel Bares legen die SMI-Konzerne zur Seite. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...

 

Startseite

Jetzt in den App Stores!

Wirtschaft für unterwegs.