Öl-Konzerne: Die Gewinne sprudeln weiter

Von Rosneft über ExxonMobil bis Chevron: Den globalen Ölkonzernen fliessen dank dem schwarzen Gold Milliardengewinne zu.

01.02.2013

Der staatlich kontrollierte russische Ölkonzern Rosneft hat dank höherer Fördermengen und gestiegener Ölpreise im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Gewinn stieg binnen Jahresfrist um 7 Prozent auf 10,4 Milliarden Franken.

Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 3,1 Billionen Rubel geklettert, teilte Rosneft mit. Analysten hatten dem Konzern beim Gewinn allerdings mehr zugetraut. Die Aktien fielen an der Moskauer Börse knapp zwei Prozent. Zudem halbierten sich die Barmittel des Konzerns wegen hoher Investitionen fast auf 45 Milliarden Rubel. Rosneft will in der ersten Jahreshälfte 2013 den 55 Milliarden Dollar schweren Zukauf der drittgrössten russischen Ölfirma TNK-BP abschliessen. Damit wird Rosneft der weltgrösste Ölkonzern. Die Firma ist zwar schon der grösste Ölproduzent in Russland, fördert zusammen mit TNK-BP dann aber mehr Öl und Gas als der US-Multi Exxon.

Ein besser laufendes Raffinerie-Geschäft hat dem Ölkonzern ExxonMobil zum Jahresende derweil die Kasse gefüllt. Dagegen warf die Förderung von Öl und Gas weniger Geld ab, auch weil die Menge rückläufig war. Das teilte der Betreiber der Esso-Tankstellen am Firmensitz im texanischen Irving mit. Am Ende verdiente ExxonMobil im vierten Quartal unterm Strich knapp 10 Milliarden Dollar und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn um 9 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar.

Chevron und Apple sind die Wertvollsten

Währenddessen liefert sich Chevron mit Apple derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens. Eine gestiegene Ölproduktion durch die Erschliessung neuer Vorkommen sowie ein besser laufendes Raffinerie-Geschäft haben den US-Ölmulti Chevron beflügelt. Der Gewinn im Schlussquartal stieg um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,2 Milliarden Dollar. «Chevron hat mit 2012 ein weiteres sehr starkes Jahr abgeliefert», erklärte Konzernchef John Watson am Firmensitz im kalifornischen San Ramon. Allerdings hatte Chevron im Sommer einen Durchhänger, weshalb der Jahresgewinn leicht um 3 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar zurückging.

(muv/chb/sda/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Chevron Exxon Öl

Der staatlich kontrollierte russische Ölkonzern Rosneft hat dank höherer Fördermengen und gestiegener Ölpreise im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Gewinn stieg binnen Jahresfrist um 7 Prozent auf 10,4 Milliarden Franken.

Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 3,1 Billionen Rubel geklettert, teilte Rosneft mit. Analysten hatten dem Konzern beim Gewinn allerdings mehr zugetraut. Die Aktien fielen an der Moskauer Börse knapp zwei Prozent. Zudem halbierten sich die Barmittel des Konzerns wegen hoher Investitionen fast auf 45 Milliarden Rubel. Rosneft will in der ersten Jahreshälfte 2013 den 55 Milliarden Dollar schweren Zukauf der drittgrössten russischen Ölfirma TNK-BP abschliessen. Damit wird Rosneft der weltgrösste Ölkonzern. Die Firma ist zwar schon der grösste Ölproduzent in Russland, fördert zusammen mit TNK-BP dann aber mehr Öl und Gas als der US-Multi Exxon.

Ein besser laufendes Raffinerie-Geschäft hat dem Ölkonzern ExxonMobil zum Jahresende derweil die Kasse gefüllt. Dagegen warf die Förderung von Öl und Gas weniger Geld ab, auch weil die Menge rückläufig war. Das teilte der Betreiber der Esso-Tankstellen am Firmensitz im texanischen Irving mit. Am Ende verdiente ExxonMobil im vierten Quartal unterm Strich knapp 10 Milliarden Dollar und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn um 9 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar.

Chevron und Apple sind die Wertvollsten

Währenddessen liefert sich Chevron mit Apple derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens. Eine gestiegene Ölproduktion durch die Erschliessung neuer Vorkommen sowie ein besser laufendes Raffinerie-Geschäft haben den US-Ölmulti Chevron beflügelt. Der Gewinn im Schlussquartal stieg um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,2 Milliarden Dollar. «Chevron hat mit 2012 ein weiteres sehr starkes Jahr abgeliefert», erklärte Konzernchef John Watson am Firmensitz im kalifornischen San Ramon. Allerdings hatte Chevron im Sommer einen Durchhänger, weshalb der Jahresgewinn leicht um 3 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar zurückging.

(muv/chb/sda/awp)

Meistgelesen

Roger Federer verletzt Hochbauverbot
Überhöht

Der Tennisstar hat in seinem Feriendomizil in der Lenzerheide Ärger mit seinen Nachbarn. Stein des Anstosses sind nicht nur ein drei Meter hohes Spielhaus und eine Rutschbahn. Mehr...

29.07.2014
Twitter profitiert von der Fussball-WM
Analyse

Der US-Kurznachrichtendienst hat sein bisher bestes Quartal als börsenkotierte Firma erlebt. Dank mehr Nutzern und höheren Werbeeinnahmen gab es erstmals einen Mini-Gewinn für Twitter. Mehr...

30.07.2014
Dutzende Tote bei Angriff in China
Zusammenstoss

Bei einem Zusammenstoss mit der Polizei sind in der Unruheprovinz Xinjiang zahlreiche Menschen getötet worden. Uigurische Exilpolitiker und die chinesische Regierung beschuldigen sich gegenseitig. Mehr...

29.07.2014
Argentinien steht nur noch Stunden vor der Pleite
Zahlungsausfall

In New York ist es kurz vor Fristablauf erstmals zu einem persönlichen Treffen der Streithähne gekommen: Doch die Fronten zwischen Buenos Aires und zwei Hedgefonds sind verhärtet. Der Bankrott naht. Mehr...

VonMathias Ohanian
30.07.2014
Verkaufsgerüchte um Nobel Biocare – Aktien stark gesucht
Übernahme?

Der Schweizer Hersteller von Zahnimplantaten steht laut Medienberichten zum Verkauf. Am Abend bestätigte Nobel Biocare «frühe» Kontakte mit potenziellen Käufern. Mehr...

29.07.2014
Paul Singer: Ein Mann gegen Argentinien
Hedgefonds

Argentinien droht der Bankrott. Hinter der Misere steckt ein einzelner Mann: Hedgefonds-Manager Paul Singer gilt als König der Finanzgeier. Der konservative Amerikaner kämpft gegen ein ganzes Land. Mehr...

VonGabriel Knupfer
30.07.2014
Chemie in Verpackungen: «Gift im Regal»?
Kunststoff

Meldungen über gefährliche Chemikalien in Lebensmittelverpackungen verunsichern die Bevölkerung. Dahinter steckt eine Studie einer Stiftung, die von der profitierenden Glasindustrie gesponsert wird. Mehr...

VonArmin Müller
30.07.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Schweizer Exporte nach Russland brechen ein. Mehr

AFG will keinen Internen als Chef. Mehr

UBS-Whistleblower Birkenfeld droht wieder Haft. Mehr

ZKB Österreich: Schwarze Zahlen 2015. Mehr

«Mir wurden schon extremere Titel verliehen». Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...