Panalpina hat Luxair-Anteil verkauft

Der Schweizer Konzern Panalpina hat sich bereits im Juni von seinem Anteil an der Luxemburger Fluggesellschaft Luxair getrennt. Käufer ist der luxemburgische Staat.

VonTimo Nowack und Volker Strohm
13.07.2012

Das Schweizer Luftfahrt- und Logistikunternehmen Panalpina hat seine 12-Prozent-Beteiligung an der Luxemburger Fluggesellschaft Luxair im Juni verkauft. Das bestätigte Panalpina-Sprecher Sandro Hofer «Handelszeitung Online». Zuvor hatten die Luxemburger Nachrichtenseiten «tageblatt.lu» und «paperjam.lu» über den Deal berichtet.

Käufer ist der luxemburgische Staat. «Mit dem Verkauf hat Panalpina ihr Anlageportfolio um die einzige nicht voll konsolidierte Beteiligung bereinigt», so Hofer. Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Laut «tageblatt.lu» besitzt der Luxemburgische Staat bereits 26,85 Prozent von Luxair. Weitere 21,81 Prozent halte die staatliche Bank- und Staatssparkasse BCEE. Der Anteil der öffentlichen Hand steigt demnach mit dem Panalpina-Paket auf 60,75 Prozent.

Der luxemburgische Gewerkschafter Hubert Hollerich begrüsste gegenüber «tageblatt.lu» den Verkauf. Durch eine Übernahme durch den Staat würde verhindert, dass sich kurzfristig denkende Finanzinvestoren bei Luxair einkaufen könnten. Andererseits gebe das Ausscheiden Panalpinas zu denken, insbesondere bezüglich des Ausbaus Luxemburgs als Logistik-Standort.

«Der Verkauf hat keine Auswirkungen auf Panalpinas Engagement am Flughafen Findel», sagt dagegen Panalpina-Sprecher Hofer. «Der Flughafen ist und bleibt für Panalpina ein wichtiger Luftfrachtknoten in Europa.»

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Das Schweizer Luftfahrt- und Logistikunternehmen Panalpina hat seine 12-Prozent-Beteiligung an der Luxemburger Fluggesellschaft Luxair im Juni verkauft. Das bestätigte Panalpina-Sprecher Sandro Hofer «Handelszeitung Online». Zuvor hatten die Luxemburger Nachrichtenseiten «tageblatt.lu» und «paperjam.lu» über den Deal berichtet.

Käufer ist der luxemburgische Staat. «Mit dem Verkauf hat Panalpina ihr Anlageportfolio um die einzige nicht voll konsolidierte Beteiligung bereinigt», so Hofer. Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Laut «tageblatt.lu» besitzt der Luxemburgische Staat bereits 26,85 Prozent von Luxair. Weitere 21,81 Prozent halte die staatliche Bank- und Staatssparkasse BCEE. Der Anteil der öffentlichen Hand steigt demnach mit dem Panalpina-Paket auf 60,75 Prozent.

Der luxemburgische Gewerkschafter Hubert Hollerich begrüsste gegenüber «tageblatt.lu» den Verkauf. Durch eine Übernahme durch den Staat würde verhindert, dass sich kurzfristig denkende Finanzinvestoren bei Luxair einkaufen könnten. Andererseits gebe das Ausscheiden Panalpinas zu denken, insbesondere bezüglich des Ausbaus Luxemburgs als Logistik-Standort.

«Der Verkauf hat keine Auswirkungen auf Panalpinas Engagement am Flughafen Findel», sagt dagegen Panalpina-Sprecher Hofer. «Der Flughafen ist und bleibt für Panalpina ein wichtiger Luftfrachtknoten in Europa.»

Meistgelesen

UBS soll Verlustpapiere in Leipzig entsorgt haben
US-Ermittlungen

Die Schweizer Grossbank hat laut einem Medienbericht gezielt Risiken auf die ostdeutsche Stadt abgewälzt. Leipzig droht demnach nun ein Verlust von rund 300 Millionen Euro. Mehr...

16.06.2013
«Eine Katastrophe, wie man uns behandelt»
Interview

Die Wirtschaftskommission rät dem Nationalrat, nicht auf die Steuer-Deal-Vorlage einzutreten. SVP-Politiker Hans Kaufmann erklärt, warum – und spricht über seinen Interessenkonflikt als ZKB-Bankrat. Mehr...

VonTimo Nowack
14.06.2013
Sind die Klagen gegen Schweizer Banken schon vorbereitet?
Steuerstreit

Die US-Justiz soll laut einem Pressebericht fünf Schweizer Banken besonders im Visier haben. Auch über die Bussen-Berechnung wird spekuliert. Und SNB-Chef Jordan äussert sich zur Bankenrettung. Mehr...

16.06.2013
So häufen Schweizer ihren Reichtum an
Wohlstand

Der Reichtum der Schweizer kommt vor allem durch erben und sparen zustande. Diese Art der Geldvermehrung ist nicht die Norm - weltweit wird man anders reich. Mehr...

17.06.2013
Schäuble: Steuerabkommen soll Flutopfern helfen
Milliarden

Die von der Flut betroffenen Gebiete in Deutschland brauchen finanzielle Hilfen. Finanzminister Schäuble fordert die Opposition auf, diese über ein Steuerabkommen mit der Schweiz zu ermöglichen. Mehr...

15.06.2013
Katar hat genug von Porsche-Beteiligung
Verkauf

Der Credit-Suisse-Investor Qatar Holding trennt sich von Porsche-Anteilen. Das Investment bestand seit 2009. Mehr...

17.06.2013
Finanzinvestor schnappt sich Berner Fritten-Firma
Kadi

Die Langenthaler Kadi ist einer von nur drei Schweizer Herstellern von Pommes frites. Nun wird er verkauft. Der bisherige Eigentümer erwischte einen guten Zeitpunkt für den Ausstieg Mehr...

VonMarc Badertscher
17.06.2013

Die Handelszeitung – jetzt am Kiosk

 

Aktuelle Ausgabe

 

Unsere Partner    

Art Basel: Warnung vor Geldwäsche im Kunsthandel Lesen

Expansion: Kuoni buhlt um weitere Visa-Aufträge Lesen

Kommentar: Innovationsparks - Falscher Griff in die Zauberkiste Lesen

Unruhe: Sunrise bekommt einen neuen Informatikchef Lesen

 

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...