Die Gebührenkommission KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) hat dem ZDF drastische Sparmassnahmen auferlegt. Wie Intendant Thomas Bellut gemäss einem Bericht von «Welt Online» in Berlin ausführte, soll dies unter anderem über die Einsparung von 300 Vollzeitstellen erreicht werden. Dabei stehen Planstellen und freie Mitarbeit im Fokus - zudem könnten durch Frühpensionierungen 100 der 300 Stellen eingespart werden. Aktuell sind 3600 Mitarbeitende festangestellt, der Sender kommt gesamthaft auf rund 6000 «Personenjahre».
Die von der KEF geforderten Einsparungen von 75 Millionen Euro beim Personal sollen auch über eine Programmstraffung erreicht. So hat das ZDF die Sendungen «logo!» bereits eingestellt - die Kultursendungen «nachstudio» und «blickpunkt» sollen folgen. «Bis zum nächsten Herbst wird es weitere Begradigungen geben», wird Bellut im Bericht zitiert.
Der Marktanteil des ZDF betrug im vergangenen Jahr 12,1 Prozent - «ein Alarmzeichen» wie Bellut sagt. Er sieht Nachholbedarf bei - Zitat - «investigativen, knallhart recherchierten Dokumentationen». Während der Intendant mit dem «heute-journal» sehr zufrieden ist, sieht er bei der Nachrichtensendung «heute» noch Verbesserungspotenzial.
(vst/chb)





























