Petroplus will sich von der Börse zurückziehen - Aktie bricht ein

Petroplus Holdings und ihre Schweizer Tochter habe eine Nachlassstundung bewilligt bekommen. Bis Mai will die Raffineriebetreiberin ihre Aktien von der Börse nehmen - schon jetzt stürzt der Kurs ab. D

28.03.2012

Die Raffineriebetreiberin Petroplus Holdings hat vom Kantonsgericht Zug für sich und ihre Schweizer Tochtergesellschaft Petroplus Marketing AG eine definitive Nachlassstundung für einen Zeitraum von sechs Monaten (bis 27. September) bewilligt bekommen.

Wie das Unternehmen mitteilte, soll im Rahmen der Nachlassstundung die Aushandlung eines Nachlassvertrags mit Vermögensabtretung zugunsten der Gläubiger ausgehandelt werden. Darüber hinaus will der Verwaltungsrat die Dekotierung der Aktien der Petroplus Holdings AG von der SIX Swiss Exchange beantragen. Letzter Handelstag für die Aktien des Unternehmens sei voraussichtlich der 11. Mai 2012.

Ferner gab Petroplus den Beschluss von Petroplus Finance Limited bekannt, die Dekotierung der von Petroplus Finance Limited ausgegebenen mit 4 Prozent verzinslichen Wandelanleihen mit Fälligkeit in 2015 im Wert von 150 Millionen Dollar zu beantragen. Der Handel mit diesen Wandelanleihen werde aber fortgesetzt und in das Segment der Schweizer Börse für dekotierte Anleihen verschoben.

Freistellung von Pflichten beantragt, Aktie bricht ein

Mehrere dieser Tochtergesellschaften und ihre Verwalter hätten die Veräusserung der Vermögenswerte eingeleitet, darunter auch die Raffinerien, an denen ein gewisses Interesse gezeigt worden sei. Demzufolge befänden sich diese Tochtergesellschaften nicht länger unter der Kontrolle der Petroplus Holdings, so dass dieser die vollständigen Informationen über die derzeitigen Geschäftsaktivitäten der Töchter nicht vorlägen, heisst es.

Demzufolge sei man auch nicht in der Lage, konsolidierte Finanzergebnisse zu erstellen. Aus diesem Grund habe man die Freistellung von diversen aufsichtsrechtlichen Berichts- und Publizitätspflichten beantragt; dazu gehören die Veröffentlichung der Finanzergebnisse des vierten Quartals 2011 und des Jahresberichts 2011, die Ausgabe eines Unternehmenskalenders und diverser sonstige Meldepflichten.

In Übereinstimmung mit den Ad-hoc-Meldepflichten wird Petroplus die Öffentlichkeit aber darüber informieren, wenn die Freistellung bewilligt wird.

Die Aktie der Petroplus Holding brach nach diesen Nachrichten ein: Nachdem die Papiere am Vortag bei 0.72 Franken geschlossen hatten, eröffneten sie am Morgen bei 0.29 Franken und rutschten bis kurz vor 10 Uhr weiter auf 0.28 Franken ab - ein Minus von mehr als 61 Prozent.

(tno/vst/sda/awp)

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Die Raffineriebetreiberin Petroplus Holdings hat vom Kantonsgericht Zug für sich und ihre Schweizer Tochtergesellschaft Petroplus Marketing AG eine definitive Nachlassstundung für einen Zeitraum von sechs Monaten (bis 27. September) bewilligt bekommen.

Wie das Unternehmen mitteilte, soll im Rahmen der Nachlassstundung die Aushandlung eines Nachlassvertrags mit Vermögensabtretung zugunsten der Gläubiger ausgehandelt werden. Darüber hinaus will der Verwaltungsrat die Dekotierung der Aktien der Petroplus Holdings AG von der SIX Swiss Exchange beantragen. Letzter Handelstag für die Aktien des Unternehmens sei voraussichtlich der 11. Mai 2012.

Ferner gab Petroplus den Beschluss von Petroplus Finance Limited bekannt, die Dekotierung der von Petroplus Finance Limited ausgegebenen mit 4 Prozent verzinslichen Wandelanleihen mit Fälligkeit in 2015 im Wert von 150 Millionen Dollar zu beantragen. Der Handel mit diesen Wandelanleihen werde aber fortgesetzt und in das Segment der Schweizer Börse für dekotierte Anleihen verschoben.

Freistellung von Pflichten beantragt, Aktie bricht ein

Mehrere dieser Tochtergesellschaften und ihre Verwalter hätten die Veräusserung der Vermögenswerte eingeleitet, darunter auch die Raffinerien, an denen ein gewisses Interesse gezeigt worden sei. Demzufolge befänden sich diese Tochtergesellschaften nicht länger unter der Kontrolle der Petroplus Holdings, so dass dieser die vollständigen Informationen über die derzeitigen Geschäftsaktivitäten der Töchter nicht vorlägen, heisst es.

Demzufolge sei man auch nicht in der Lage, konsolidierte Finanzergebnisse zu erstellen. Aus diesem Grund habe man die Freistellung von diversen aufsichtsrechtlichen Berichts- und Publizitätspflichten beantragt; dazu gehören die Veröffentlichung der Finanzergebnisse des vierten Quartals 2011 und des Jahresberichts 2011, die Ausgabe eines Unternehmenskalenders und diverser sonstige Meldepflichten.

In Übereinstimmung mit den Ad-hoc-Meldepflichten wird Petroplus die Öffentlichkeit aber darüber informieren, wenn die Freistellung bewilligt wird.

Die Aktie der Petroplus Holding brach nach diesen Nachrichten ein: Nachdem die Papiere am Vortag bei 0.72 Franken geschlossen hatten, eröffneten sie am Morgen bei 0.29 Franken und rutschten bis kurz vor 10 Uhr weiter auf 0.28 Franken ab - ein Minus von mehr als 61 Prozent.

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