SAP muss Oracle 1,3 Mrd USD Schadensersatz zahlen

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24.11.2010

OAKLAND (awp international) - Im Rechtsstreit der beiden Softwarekonzerne SAP und Oracle um den Diebstahl geistigen Eigentums ist es zu einer Entscheidung gekommen. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts für Nordkalifornien in Oakland hat am Dienstagabend entschieden, dass Oracle ein Schadenersatz von 1,3 Mrd USD zusteht. Das entsprechende Gerichtsverfahren hatte am 1. November begonnen.

Damit folgte die Jury eher der Meinung von Oracle. Während der deutsche Konzern die Ansicht vertritt, der Schaden für Oracle dürfte im zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich liegen, hatte der US-Konzern stets eine Summe jenseits von 1 Mrd USD für sich reklamiert. SAP hatte für den Prozess per Ende September eine Rückstellung über insgesamt 160 Mio USD gebildet.

"Wir sind natürlich enttäuscht von dem Urteil und prüfen alle möglichen Optionen", liess die SAP AG in einer Mitteilung wissen. Dies könne ein lang andauernder Prozess werden. SAP hofft, die Angelegenheit angemessen aus der Welt schaffen zu können, ohne einen langjährigen Rechtsstreit. Ein führendes Unternehmen erkenne man daran, wie es mit seinen Fehlern umgehe.

Der seit März 2007 laufende Streit dreht sich um die ehemalige SAP-Dienstleistungstochter TomorrowNow, welche der DAX-Konzern 2005 übernommen hatte. TomorrowNow, ein Wartungsspezialist für Softwarelösungen von mehreren Anbietern, die seinerseits Oracle erworben hatte, soll im Rahmen seiner Dienstleistungen unrechtmässig Programme von der Oracle-Internetseite heruntergeladen haben.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte SAP zunächst einzelne unangemessene Downloads durch TomorrowNow-Mitarbeiter eingeräumt. Anfang August erklärte SAP dann, man werde die Verantwortung für das Fehlverhalten der im Oktober 2008 geschlossenen Sparte und auch die finanziellen Folgen übernehmen. Zudem hat SAP zuletzt auch nicht mehr bestritten, einen Beitrag zur Verletzung von Urheberrechten geleistet zu haben.

DJN/DJG/ebb/kla

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OAKLAND (awp international) - Im Rechtsstreit der beiden Softwarekonzerne SAP und Oracle um den Diebstahl geistigen Eigentums ist es zu einer Entscheidung gekommen. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts für Nordkalifornien in Oakland hat am Dienstagabend entschieden, dass Oracle ein Schadenersatz von 1,3 Mrd USD zusteht. Das entsprechende Gerichtsverfahren hatte am 1. November begonnen.

Damit folgte die Jury eher der Meinung von Oracle. Während der deutsche Konzern die Ansicht vertritt, der Schaden für Oracle dürfte im zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich liegen, hatte der US-Konzern stets eine Summe jenseits von 1 Mrd USD für sich reklamiert. SAP hatte für den Prozess per Ende September eine Rückstellung über insgesamt 160 Mio USD gebildet.

"Wir sind natürlich enttäuscht von dem Urteil und prüfen alle möglichen Optionen", liess die SAP AG in einer Mitteilung wissen. Dies könne ein lang andauernder Prozess werden. SAP hofft, die Angelegenheit angemessen aus der Welt schaffen zu können, ohne einen langjährigen Rechtsstreit. Ein führendes Unternehmen erkenne man daran, wie es mit seinen Fehlern umgehe.

Der seit März 2007 laufende Streit dreht sich um die ehemalige SAP-Dienstleistungstochter TomorrowNow, welche der DAX-Konzern 2005 übernommen hatte. TomorrowNow, ein Wartungsspezialist für Softwarelösungen von mehreren Anbietern, die seinerseits Oracle erworben hatte, soll im Rahmen seiner Dienstleistungen unrechtmässig Programme von der Oracle-Internetseite heruntergeladen haben.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte SAP zunächst einzelne unangemessene Downloads durch TomorrowNow-Mitarbeiter eingeräumt. Anfang August erklärte SAP dann, man werde die Verantwortung für das Fehlverhalten der im Oktober 2008 geschlossenen Sparte und auch die finanziellen Folgen übernehmen. Zudem hat SAP zuletzt auch nicht mehr bestritten, einen Beitrag zur Verletzung von Urheberrechten geleistet zu haben.

DJN/DJG/ebb/kla

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