Scheichs bescheren Pilatus Rekordgewinn

Noch nie hat haben die Pilatus Flugzeugwerke einen höheren Umsatz oder Betriebsgewinn erzielt als 2011. Doch für die Geschäftsfliegerei war es kein gutes Jahr. 60 Prozent des Umsatzes brachte die Spar

23.04.2012

Der Umsatz der Pilatus Flugzeugwerke mit Sitz in Stans ist 2011 laut Communiqué um knapp 14 Prozent auf 781 Millionen Franken gestiegen. Der Betriebsgewinn kletterte um knapp 23 Prozent auf 108 Millionen Franken. Auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung seien mit 67 Millionen Franken höher als je zuvor, heisst es weiter.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen den Bestellungseingang wieder etwas steigern. Er beträgt 416 Millionen Franken. Der Bestellungsbestand jedoch ging erneut zurück - um über 50 Prozent auf 325 Millionen Franken. Insgesamt lieferte Pilatus 87 (Vorjahr: 93) Flugzeuge aus. Der Cash flow beläuft sich auf 123 (112) Millionen Franken.

Die Sparte Gorvernment Aviation (militärische Trainingsflugzeuge) machte 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dieser hohe Anteil ist auf den Grossauftrag der Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emiraten zurückzuführen. 2011 konnte Pilatus 16 der insgesamt 25 PC-21 sowie fast alle Trainings- und Simulatorsysteme an den Kunden abliefern.

Für die Geschäftsfliegerei sei 2011 ein schwieriges Jahr gewesen, die Gesamt-Verkaufszahlen seien erneut zurückgegangen, schreibt Pilatus. Während das Unternehmen 2009 noch eine Rekordzahl von 100 PC-12 ausliefern konnte, waren es 2011 noch 63 PC-12.

2012 wird schwieriger

Das angelaufene Jahr werde schwieriger und das Ergebnis weniger gut ausfallen, wird Pilatus-Chef Oscar J. Schwenk in der Mitteilung zitiert. Der tiefe Bestellungsbestand vermöge auch ein Grossauftrag in diesem Jahr nicht mehr wettzumachen.

Dennoch sei er zuversichtlich. Pilatus entwickle intensiv an einem neuen Flugzeug, dem PC-24. Schwenk: «Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Konzept wieder abheben werden.»

Pilatus beschäftigte im vergangenen Jahr über 1300 Mitarbeitende am Hauptsitz. Diese hätten vom guten Ergebnis profitieren können und eine leistungsabhängige Gewinnbeteiligung in der Höhe von rund 150 Prozent eines Monatslohns erhalten, heisst es in der Mitteilung.

(tno/chb/sda)

 

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Der Umsatz der Pilatus Flugzeugwerke mit Sitz in Stans ist 2011 laut Communiqué um knapp 14 Prozent auf 781 Millionen Franken gestiegen. Der Betriebsgewinn kletterte um knapp 23 Prozent auf 108 Millionen Franken. Auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung seien mit 67 Millionen Franken höher als je zuvor, heisst es weiter.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen den Bestellungseingang wieder etwas steigern. Er beträgt 416 Millionen Franken. Der Bestellungsbestand jedoch ging erneut zurück - um über 50 Prozent auf 325 Millionen Franken. Insgesamt lieferte Pilatus 87 (Vorjahr: 93) Flugzeuge aus. Der Cash flow beläuft sich auf 123 (112) Millionen Franken.

Die Sparte Gorvernment Aviation (militärische Trainingsflugzeuge) machte 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dieser hohe Anteil ist auf den Grossauftrag der Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emiraten zurückzuführen. 2011 konnte Pilatus 16 der insgesamt 25 PC-21 sowie fast alle Trainings- und Simulatorsysteme an den Kunden abliefern.

Für die Geschäftsfliegerei sei 2011 ein schwieriges Jahr gewesen, die Gesamt-Verkaufszahlen seien erneut zurückgegangen, schreibt Pilatus. Während das Unternehmen 2009 noch eine Rekordzahl von 100 PC-12 ausliefern konnte, waren es 2011 noch 63 PC-12.

2012 wird schwieriger

Das angelaufene Jahr werde schwieriger und das Ergebnis weniger gut ausfallen, wird Pilatus-Chef Oscar J. Schwenk in der Mitteilung zitiert. Der tiefe Bestellungsbestand vermöge auch ein Grossauftrag in diesem Jahr nicht mehr wettzumachen.

Dennoch sei er zuversichtlich. Pilatus entwickle intensiv an einem neuen Flugzeug, dem PC-24. Schwenk: «Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Konzept wieder abheben werden.»

Pilatus beschäftigte im vergangenen Jahr über 1300 Mitarbeitende am Hauptsitz. Diese hätten vom guten Ergebnis profitieren können und eine leistungsabhängige Gewinnbeteiligung in der Höhe von rund 150 Prozent eines Monatslohns erhalten, heisst es in der Mitteilung.

(tno/chb/sda)

 

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