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Schlappe für Airbus: China Eastern kauft bei Boeing ein

Die Airline bestellt 20 Langstreckenflieger beim US-Flugzeugbauer Boeing – und lässt gleichzeitig den europäischen Konkurrenten Airbus auflaufen.

VonLaura Frommberg
30.04.2012

20 Langstreckenflieger vom Typ Boeing 777 kauft die chinesische Airline China Eastern vom US-Flugzeugbauer Boeing. Sechs Milliarden Dollar ist der Auftrag wert. Doch was Boeing freut, ist für den europäischen Konkurrenten Airbus ärgerlich: Die Fluggesellschaft legte gleichzeitig eine Bestellung von 15 A330-Langstreckenjets im Wert von rund drei Milliarden Dollar auf Eis.

Hintergrund für die Absage an Airbus dürfte die Klimaschutz-Abgabe sein, die die EU von Airlines verlangt. Auch diese müssen neu am Emissionshandel mit CO2-Verschmutzungsrechten teilnehmen. China wehrte sich schon länger gegen die Abgabe und drohte mit Konsequenzen. Die Kosten für die Airlines seien nicht tragbar, heisst es aus China.

Die Regierung bezeichnete das Gesetz gar als «unlauteren Handel». Auch aus vielen anderen Staaten wie Indien, Russland oder den USA hatte es gegen die Pläne Widerstand gegeben. Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof waren aber gescheitert. Die chinesische Regierung hatte die EU aufgefordert, die Fluggesellschaften vom Emissionshandel zu entbinden, sonst drohe ein «globaler Handelskrieg». 

Wichtiger Markt China

Ein Aus auf dem chinesischen Markt wäre für Airbus nicht einfach zu verkraften. Bis 2030 soll der inländische Luftverkehr in China durchschnittlich um 7,5 Prozent pro Jahr wachsen. Das ist deutlich mehr als die 4,7 Prozent im weltweiten Durchschnitt. Eine wachsende Mittelklasse und damit mehr Geschäfts- aber auch Freizeitreisende feuern das Wachstum in der Volksrepublik an.

China Eastern Airways ist mit einer Flotte von fast 300 Fliegern die zweitgrösste chinesische Fluggesellschaft. Im vergangenen Jahr kündigte man an, vier Jets von Typ A340 an Airbus zurückzugeben und platzierte gleichzeitig die Order über die 15 A330s.

Airbus hat die Produktion des A340 mittlerweile eingestellt – mit seinem Treibstoffverbrauch konnte der Jet sich langfristig nicht mehr gegen das Konkurrenzprodukt von Boeing durchsetzen. Der deutlich ältere Airbus hat gegen die 777 vor allem auch seit dem rasanten Anstieg der Kerosinpreise keine Chance mehr. Im November vergangenen Jahres gab Airbus sich daher geschlagen und stellte das Programm ein.

 

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20 Langstreckenflieger vom Typ Boeing 777 kauft die chinesische Airline China Eastern vom US-Flugzeugbauer Boeing. Sechs Milliarden Dollar ist der Auftrag wert. Doch was Boeing freut, ist für den europäischen Konkurrenten Airbus ärgerlich: Die Fluggesellschaft legte gleichzeitig eine Bestellung von 15 A330-Langstreckenjets im Wert von rund drei Milliarden Dollar auf Eis.

Hintergrund für die Absage an Airbus dürfte die Klimaschutz-Abgabe sein, die die EU von Airlines verlangt. Auch diese müssen neu am Emissionshandel mit CO2-Verschmutzungsrechten teilnehmen. China wehrte sich schon länger gegen die Abgabe und drohte mit Konsequenzen. Die Kosten für die Airlines seien nicht tragbar, heisst es aus China.

Die Regierung bezeichnete das Gesetz gar als «unlauteren Handel». Auch aus vielen anderen Staaten wie Indien, Russland oder den USA hatte es gegen die Pläne Widerstand gegeben. Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof waren aber gescheitert. Die chinesische Regierung hatte die EU aufgefordert, die Fluggesellschaften vom Emissionshandel zu entbinden, sonst drohe ein «globaler Handelskrieg». 

Wichtiger Markt China

Ein Aus auf dem chinesischen Markt wäre für Airbus nicht einfach zu verkraften. Bis 2030 soll der inländische Luftverkehr in China durchschnittlich um 7,5 Prozent pro Jahr wachsen. Das ist deutlich mehr als die 4,7 Prozent im weltweiten Durchschnitt. Eine wachsende Mittelklasse und damit mehr Geschäfts- aber auch Freizeitreisende feuern das Wachstum in der Volksrepublik an.

China Eastern Airways ist mit einer Flotte von fast 300 Fliegern die zweitgrösste chinesische Fluggesellschaft. Im vergangenen Jahr kündigte man an, vier Jets von Typ A340 an Airbus zurückzugeben und platzierte gleichzeitig die Order über die 15 A330s.

Airbus hat die Produktion des A340 mittlerweile eingestellt – mit seinem Treibstoffverbrauch konnte der Jet sich langfristig nicht mehr gegen das Konkurrenzprodukt von Boeing durchsetzen. Der deutlich ältere Airbus hat gegen die 777 vor allem auch seit dem rasanten Anstieg der Kerosinpreise keine Chance mehr. Im November vergangenen Jahres gab Airbus sich daher geschlagen und stellte das Programm ein.

 

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