Siemens-Chef Löscher muss gehen

Elektronikriese

Wechsel an der Spitze des ABB-Konkurrenten: Die Siemens-Aufsichtsräte sind Vorstandschef Peter Löscher überdrüssig. Ein Mann wird als möglicher Nachfolger gehandelt.

27.07.2013

Nach dem Wirbel um die neuerliche Gewinnwarnung beim deutschen Elektronikriesen Siemens muss Konzernchef Peter Löscher seinen Posten räumen. Der Siemens-Aufsichtsrat werde in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch über das vorzeitige Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden beschliessen, teilte das Unternehmen am späten Samstagabend in München mit.

Die Aufsichtsräte wollten bei der Sitzung auch «über die Ernennung eines Vorstandsmitglieds zum Vorstandsvorsitzenden beschliessen», hiess es in der Mitteilung. Ein Name wurde nicht genannt. Kreisen zufolge soll jedoch Finanzvorstand Joe Kaeser am Mittwoch auf den Schild gehoben werden.

Löschers Ablösung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuerlichen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens 12 Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt.

(tno/sda/reuters)
 

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Nach dem Wirbel um die neuerliche Gewinnwarnung beim deutschen Elektronikriesen Siemens muss Konzernchef Peter Löscher seinen Posten räumen. Der Siemens-Aufsichtsrat werde in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch über das vorzeitige Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden beschliessen, teilte das Unternehmen am späten Samstagabend in München mit.

Die Aufsichtsräte wollten bei der Sitzung auch «über die Ernennung eines Vorstandsmitglieds zum Vorstandsvorsitzenden beschliessen», hiess es in der Mitteilung. Ein Name wurde nicht genannt. Kreisen zufolge soll jedoch Finanzvorstand Joe Kaeser am Mittwoch auf den Schild gehoben werden.

Löschers Ablösung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuerlichen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens 12 Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt.

(tno/sda/reuters)
 

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