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Siemens' Finanzchef Favorit für Löscher-Nachfolge

Elektrokonzern

Die jüngste Gewinnwarnung war für Siemens-Chef Löscher ein Misserfolg zuviel. Er muss von der Spitze des ABB-Konkurrenten abtreten. Der Aufsichtsrat soll bereits einen Nachfolger gefunden haben.

28.07.2013

Chefwechsel bei Siemens: Der Aufsichtsrat des deutschen Elektrokonzerns werde in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch (31. Juli) über das vorzeitige Ausscheiden von Peter Löscher beschliessen, teilte das Unternehmen am späten Samstagabend nach Marathon-Beratungen der Aufseher in München mit.

Ein Nachfolger für den Österreicher wurde zunächst nicht benannt, doch läuft alles auf Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hinaus: Nach übereinstimmenden Online-Berichten soll er eine Mehrheit der Kontrolleure hinter sich haben. Auch in gut informierten Kreisen hatte es am Samstagabend geheissen, das Pendel schlage für Kaeser aus.

Formell beschliessen will der Aufsichtsrat die Ablösung Löschers und den Nachfolger erst in seiner nächsten regulären Sitzung am Mittwoch. Siemens wollte am Abend keine weitere Stellungnahme abgeben.

Einst ein Hoffnungsträger

Löschers Ablösung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuerlichen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens zwölf Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt. Es war bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von nicht einmal drei Monaten.

Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme hatte Löscher 2007, mitten im Strudel des milliardenschweren Schmiergeld-Skandals, an die Konzernspitze geholt. Damals galt er als Hoffnungsträger, doch kämpfte er immer wieder mit Problemen wie zuletzt mit Konjunkturflaute, einer nachlassenden Wachstumsdynamik in Schwellenländern wie China sowie teuren, hausgemachten Projektpannen.

Gewinnziel kassiert

Dazu gehören die verspätete Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn und Verzögerungen bei der Anbindung von Nordsee-Windparks. Schon für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, hatte Löscher die Gewinnprognose angesichts der Probleme Anfang Mai kappen müssen.

Das nun kassierte Gewinnziel für 2014 galt allerdings als Kernstück des milliardenschweren Sparprogramms «Siemens 2014». Für sein Erreichen waren Löscher und Kaeser persönlich eingetreten.

(tno/sda)
 

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Formell beschliessen will der Aufsichtsrat die Ablösung Löschers und den Nachfolger erst in seiner nächsten regulären Sitzung am Mittwoch. Siemens wollte am Abend keine weitere Stellungnahme abgeben.

Einst ein Hoffnungsträger

Löschers Ablösung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuerlichen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens zwölf Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt. Es war bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von nicht einmal drei Monaten.

Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme hatte Löscher 2007, mitten im Strudel des milliardenschweren Schmiergeld-Skandals, an die Konzernspitze geholt. Damals galt er als Hoffnungsträger, doch kämpfte er immer wieder mit Problemen wie zuletzt mit Konjunkturflaute, einer nachlassenden Wachstumsdynamik in Schwellenländern wie China sowie teuren, hausgemachten Projektpannen.

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Dazu gehören die verspätete Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn und Verzögerungen bei der Anbindung von Nordsee-Windparks. Schon für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, hatte Löscher die Gewinnprognose angesichts der Probleme Anfang Mai kappen müssen.

Das nun kassierte Gewinnziel für 2014 galt allerdings als Kernstück des milliardenschweren Sparprogramms «Siemens 2014». Für sein Erreichen waren Löscher und Kaeser persönlich eingetreten.

(tno/sda)
 

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