Meistgelesen

Deutsche Siemens darf Metro in New York modernisieren
Auftrag

Die Münchner haben in New York einen 156-Millionen-Dollar Auftrag ergattert. Siemens soll 305 Züge der Metro aufrüsten und fürs 21. Jahrhundert fit machen. Mehr...

27.08.2015
Wenn China kränkelt, betrifft das auch die Schweiz
Globalisiert

Die Lage in der Volksrepublik verunsichert Anleger weltweit. Eine China-Krise würde auch die Schweizer Wirtschaft treffen. Die Exporte nach China sind in den letzten Jahren explodiert. Mehr...

27.08.2015
Thal SG

Südländisches Flair, Bodenseesicht und Aussenpool bietet die Liegenschaft aus dem Jahr 1989. Das grosse Grundstück von über 1'700 Quadratmetern bietet viel Privatsphäre. Mehr...

26.08.2015
Amazon feuert wegen Smartphone-Flop dutzende Entwickler
Ladenhüter

Das Fire Phone von Amazon blieb ein Ladenhüter. Nun zieht der Konzern die Reissleine und entlässt Entwickler aus der Geräte-Sparte. Auch andere Projekte werden auf Eis gelegt. Mehr...

27.08.2015
Markt

Am Immobilienmarkt wächst die Anspannung, berichten die ETH Zürich und Comparis gemeinsam. Sie stellten fest, wo in der Schweiz die Preise im Langzeitvergleich am stärksten zugelegt haben. Mehr...

VonJulia Fritsche
26.08.2015
Aktienkauf im Crash: Wo Analysten zur Vorsicht raten
Börse

Mitten im China-Crash beschäftigt die Frage: Wann ist der Zeitpunkt, um wieder Aktien zu kaufen? Experten raten zur Vorsicht - und nennen Werte, auf die man trotzdem setzen kann. Mehr...

VonChristian Bütikofer
26.08.2015
Alpiq schreibt Mega-Verlust: 886 Millionen Franken weniger
Zahlen

Erneutes Minus: Der Energiekonzern Alpiq schliesst das erste Halbjahr tiefrot ab. Unter dem Strich beläuft sich der Verlust auf 886 Millionen Franken. Mehr...

07:50

Anzeige

Siemens' Finanzchef Favorit für Löscher-Nachfolge

Elektrokonzern

Die jüngste Gewinnwarnung war für Siemens-Chef Löscher ein Misserfolg zuviel. Er muss von der Spitze des ABB-Konkurrenten abtreten. Der Aufsichtsrat soll bereits einen Nachfolger gefunden haben.

28.07.2013

Chefwechsel bei Siemens: Der Aufsichtsrat des deutschen Elektrokonzerns werde in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch (31. Juli) über das vorzeitige Ausscheiden von Peter Löscher beschliessen, teilte das Unternehmen am späten Samstagabend nach Marathon-Beratungen der Aufseher in München mit.

Ein Nachfolger für den Österreicher wurde zunächst nicht benannt, doch läuft alles auf Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hinaus: Nach übereinstimmenden Online-Berichten soll er eine Mehrheit der Kontrolleure hinter sich haben. Auch in gut informierten Kreisen hatte es am Samstagabend geheissen, das Pendel schlage für Kaeser aus.

Formell beschliessen will der Aufsichtsrat die Ablösung Löschers und den Nachfolger erst in seiner nächsten regulären Sitzung am Mittwoch. Siemens wollte am Abend keine weitere Stellungnahme abgeben.

Einst ein Hoffnungsträger

Löschers Ablösung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuerlichen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens zwölf Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt. Es war bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von nicht einmal drei Monaten.

Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme hatte Löscher 2007, mitten im Strudel des milliardenschweren Schmiergeld-Skandals, an die Konzernspitze geholt. Damals galt er als Hoffnungsträger, doch kämpfte er immer wieder mit Problemen wie zuletzt mit Konjunkturflaute, einer nachlassenden Wachstumsdynamik in Schwellenländern wie China sowie teuren, hausgemachten Projektpannen.

Gewinnziel kassiert

Dazu gehören die verspätete Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn und Verzögerungen bei der Anbindung von Nordsee-Windparks. Schon für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, hatte Löscher die Gewinnprognose angesichts der Probleme Anfang Mai kappen müssen.

Das nun kassierte Gewinnziel für 2014 galt allerdings als Kernstück des milliardenschweren Sparprogramms «Siemens 2014». Für sein Erreichen waren Löscher und Kaeser persönlich eingetreten.

(tno/sda)
 

Diskussion
- Kommentare
Siemens AG
OneYear
95.05Mehr...
Mehr zum Thema
Siemens-Chef Löscher muss gehen
Elektronikriese
27.07.2013
Immobilien
15.05.2013

Chefwechsel bei Siemens: Der Aufsichtsrat des deutschen Elektrokonzerns werde in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch (31. Juli) über das vorzeitige Ausscheiden von Peter Löscher beschliessen, teilte das Unternehmen am späten Samstagabend nach Marathon-Beratungen der Aufseher in München mit.

Ein Nachfolger für den Österreicher wurde zunächst nicht benannt, doch läuft alles auf Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hinaus: Nach übereinstimmenden Online-Berichten soll er eine Mehrheit der Kontrolleure hinter sich haben. Auch in gut informierten Kreisen hatte es am Samstagabend geheissen, das Pendel schlage für Kaeser aus.

Formell beschliessen will der Aufsichtsrat die Ablösung Löschers und den Nachfolger erst in seiner nächsten regulären Sitzung am Mittwoch. Siemens wollte am Abend keine weitere Stellungnahme abgeben.

Einst ein Hoffnungsträger

Löschers Ablösung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuerlichen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens zwölf Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt. Es war bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von nicht einmal drei Monaten.

Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme hatte Löscher 2007, mitten im Strudel des milliardenschweren Schmiergeld-Skandals, an die Konzernspitze geholt. Damals galt er als Hoffnungsträger, doch kämpfte er immer wieder mit Problemen wie zuletzt mit Konjunkturflaute, einer nachlassenden Wachstumsdynamik in Schwellenländern wie China sowie teuren, hausgemachten Projektpannen.

Gewinnziel kassiert

Dazu gehören die verspätete Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn und Verzögerungen bei der Anbindung von Nordsee-Windparks. Schon für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, hatte Löscher die Gewinnprognose angesichts der Probleme Anfang Mai kappen müssen.

Das nun kassierte Gewinnziel für 2014 galt allerdings als Kernstück des milliardenschweren Sparprogramms «Siemens 2014». Für sein Erreichen waren Löscher und Kaeser persönlich eingetreten.

(tno/sda)
 

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

 

Unsere Partner      
 

Flughafenchef erwartet Glanzstart von «Circle» Mehr

Ex-UBS-Händler wehrt sich gegen US-Anklage Mehr

China: Die rote Gefahr für die Schweiz Mehr

Arbonia Forster will dank Billigarbeit wachsen Mehr

«SRG darf online keine Werbung schalten» Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

  • 1 Jahr (50 Ausgaben) CHF 259.-
  • Halbjahres-Abo (25 Ausgaben) CHF 139.-
  • Test-Abo (8 Ausgaben) CHF 20.-
    Zu den Abonnementen!

 

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...

 

Startseite

Jetzt in den App Stores!

Wirtschaft für unterwegs.