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Suhrkamp wirft Barlach geschäftsschädigendes Verhalten vor

Im Suhrkamp Verlag brodelt es weiter. Hans Barlach wird beschuldigt, die finanzielle Situation des Verlages schlechter wiedergegeben zu haben, als sie ist.

21.01.2013

Der Streit zwischen den Gesellschaftern des Suhrkamp Verlags geht in eine neue Runde. Die Familienstiftung von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz warf dem Miteigentümer Hans Barlach geschäftsschädigendes Verhalten vor.

Der Medienunternehmer habe in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin «Focus» die finanzielle Situation des Verlags schlechter dargestellt, als sie sei, hiess es in der Mitteilung. «Das ist geschäftsschädigend.»

Die Verlagsgruppe habe seit 2010 operative Gewinne erzielen können, rechnete die Stiftung vor. Auch im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2012 sei der Umsatz «trotz eines sehr angespanntes Marktumfelds» nahezu konstant geblieben.

Zudem warf die Familienstiftung Barlach vor, sich seit zwei Wochen nicht zu einem neu vorgeschlagenen Vermittler geäussert zu haben. Der Unternehmer, der über seine Medienholding AG Winterthur an Suhrkamp beteiligt ist, hatte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in dem Interview erneut von einer Ablösung von Verlagschefin Unseld-Berkéwicz abhängig gemacht.

Mehr als 70 renommierte Autoren stellten sich dagegen kürzlich in einem Appell ausdrücklich hinter die Witwe des langjährigen Firmenpatriarchen Siegfried Unseld. Die beiden Gesellschafter sind seit Jahren in zahlreiche Gerichtsverfahren verstrickt. In Frankfurt ist für den 13. Februar der nächste Termin angesetzt.

(tke/rcv/sda)

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Der Medienunternehmer habe in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin «Focus» die finanzielle Situation des Verlags schlechter dargestellt, als sie sei, hiess es in der Mitteilung. «Das ist geschäftsschädigend.»

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Zudem warf die Familienstiftung Barlach vor, sich seit zwei Wochen nicht zu einem neu vorgeschlagenen Vermittler geäussert zu haben. Der Unternehmer, der über seine Medienholding AG Winterthur an Suhrkamp beteiligt ist, hatte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in dem Interview erneut von einer Ablösung von Verlagschefin Unseld-Berkéwicz abhängig gemacht.

Mehr als 70 renommierte Autoren stellten sich dagegen kürzlich in einem Appell ausdrücklich hinter die Witwe des langjährigen Firmenpatriarchen Siegfried Unseld. Die beiden Gesellschafter sind seit Jahren in zahlreiche Gerichtsverfahren verstrickt. In Frankfurt ist für den 13. Februar der nächste Termin angesetzt.

(tke/rcv/sda)

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