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Swiss: Millionenverlust und möglicher Stellenabbau

Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Quartal 2012 einen Betriebsverlust von mehreren Millionen Franken eingefahren. Während beim Mutterkonzern Lufthansa mehrere tausend Stellen gestrichen werden,

03.05.2012

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat im ersten Quartal 2012 einen operativen Verlust von 381 Millionen Euro eingeflogen, ihre Tochter Swiss ein Minus von 4 Millionen Franken. Nun streicht Lufthansa rund 3'500 Stellen weltweit. Auch die Swiss könnte betroffen sein.

Im ersten Quartal 2011 hatte die Swiss noch einen Gewinn von 16 Millionen Franken verbucht. «Die Marktsituation bleibt schwierig, die Volatilität in unserer Industrie hat ein Niveau erreicht, das wir bisher nicht gekannt haben», erklärte Swiss-Chef Harry Hohmeister.

Auch der Mutterkonzern leidet: Wie die Lufthansa bereits am Mittwochabend mitgeteilt hat, ist das Unternehmen im ersten Quartal 2012 tief in die roten Zahlen gerutscht. Operativ verbuchte die grösste deutsche Fluggesellschaft konzernweit einen Verlust von 381 Millionen Euro nach einem Verlust von 169 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Tiefrot waren die Passagiersparte unter der Marke Lufthansa und auch die österreichische Tochter AUA. Die Umsätze sind allerdings gestiegen. Der Lufthansa-Konzern legte um 6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu. Die Swiss hat mit 1,167 Milliarden Franken 2 Prozent mehr umgesetzt.

Swiss: «Anpassungen nicht auszuschliessen»

Wegen des schlechten operativen Ergebnisses will die Lufthansa im Zuge ihres milliardenschweren Sanierungsprogramms in den kommenden Jahren weltweit 3'500 von rund 120'000 Stellen streichen.

Deutschlands grösste Fluglinie kündigte das Programm Anfang des Jahres an, um im Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair und rapide wachsenden Rivalen wie Emirates bestehen zu können. Der Stellenabbau betrifft vorwiegend Konzernfunktionen in Deutschland.

Konzernchef Christoph Franz sagte: «Nur wenn wir jetzt die administrativen Funktionen neu strukturieren und auch einen Stellenabbau in Kauf nehmen, können wir langfristig Arbeitsplätze erhalten und neue Arbeitsplätze schaffen.»

Lufthansa will mit dem angekündigten massiven Stellenabbau und weiteren Schritten das Ergebnis in den nächsten Jahren um 1,5 Mrd EUR verbessern. Ziel sei es, den Abbau sozialverträglich zu gestalten.

Wie sich das Sparprogramm auf die Schweiz auswirkt, ist noch nicht definiert. «Die Swiss partizipiert am Ertragsverbesserungsprogramm des Lufthansa Konzerns, die konkreten Massnahmen werden derzeit noch erarbeitet», sagte eine Swiss-Sprecherin. Anpassungen im administrativen Bereich seien nicht auszuschliessen. Die Swiss sei jedoch bereits schlank aufgestellt.

Treibstoffpreise drücken Gewinn

Für das verschlechterte Quartalsergebnis macht die Swiss insbesondere die ungünstige Währungssituation und die hohen Treibstoffpreise verantwortlich. Nun will sie sparen. Harry Hohmeister dazu: «Um den negativen Faktoren zu begegnen und eine dauerhafte Erfolgsbasis zu sichern, haben wir Anfang Jahr ein Programm zur Ergebnisverbesserung eingeleitet.»

Als kurzfristige Massnahmen will die Swiss unter anderem ein Einstellungsstopp für Verwaltungs-Funktionen vornehmen sowie die Kosten externer Berater überprüfen und reduzieren. Gleichzeitig hat die Schweizer Fluggesellschaft bereits die Ticketpreise für Interkontinentalflüge und die Treibstoff-Zuschläge erhöht.

Dabei hat die Swiss Passagierzahlen und Auslastung gesteigert: Im ersten Quartal hat das Unternehmen 3,61 Millionen Gäste transportiert, 5,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Zudem waren die Flüge im Schnitt mit 77,8 Prozent um 1,4 Prozentpunkte besser ausgelastet als im ersten Quartal 2011.

(vst/awp)

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Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat im ersten Quartal 2012 einen operativen Verlust von 381 Millionen Euro eingeflogen, ihre Tochter Swiss ein Minus von 4 Millionen Franken. Nun streicht Lufthansa rund 3'500 Stellen weltweit. Auch die Swiss könnte betroffen sein.

Im ersten Quartal 2011 hatte die Swiss noch einen Gewinn von 16 Millionen Franken verbucht. «Die Marktsituation bleibt schwierig, die Volatilität in unserer Industrie hat ein Niveau erreicht, das wir bisher nicht gekannt haben», erklärte Swiss-Chef Harry Hohmeister.

Auch der Mutterkonzern leidet: Wie die Lufthansa bereits am Mittwochabend mitgeteilt hat, ist das Unternehmen im ersten Quartal 2012 tief in die roten Zahlen gerutscht. Operativ verbuchte die grösste deutsche Fluggesellschaft konzernweit einen Verlust von 381 Millionen Euro nach einem Verlust von 169 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Tiefrot waren die Passagiersparte unter der Marke Lufthansa und auch die österreichische Tochter AUA. Die Umsätze sind allerdings gestiegen. Der Lufthansa-Konzern legte um 6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu. Die Swiss hat mit 1,167 Milliarden Franken 2 Prozent mehr umgesetzt.

Swiss: «Anpassungen nicht auszuschliessen»

Wegen des schlechten operativen Ergebnisses will die Lufthansa im Zuge ihres milliardenschweren Sanierungsprogramms in den kommenden Jahren weltweit 3'500 von rund 120'000 Stellen streichen.

Deutschlands grösste Fluglinie kündigte das Programm Anfang des Jahres an, um im Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair und rapide wachsenden Rivalen wie Emirates bestehen zu können. Der Stellenabbau betrifft vorwiegend Konzernfunktionen in Deutschland.

Konzernchef Christoph Franz sagte: «Nur wenn wir jetzt die administrativen Funktionen neu strukturieren und auch einen Stellenabbau in Kauf nehmen, können wir langfristig Arbeitsplätze erhalten und neue Arbeitsplätze schaffen.»

Lufthansa will mit dem angekündigten massiven Stellenabbau und weiteren Schritten das Ergebnis in den nächsten Jahren um 1,5 Mrd EUR verbessern. Ziel sei es, den Abbau sozialverträglich zu gestalten.

Wie sich das Sparprogramm auf die Schweiz auswirkt, ist noch nicht definiert. «Die Swiss partizipiert am Ertragsverbesserungsprogramm des Lufthansa Konzerns, die konkreten Massnahmen werden derzeit noch erarbeitet», sagte eine Swiss-Sprecherin. Anpassungen im administrativen Bereich seien nicht auszuschliessen. Die Swiss sei jedoch bereits schlank aufgestellt.

Treibstoffpreise drücken Gewinn

Für das verschlechterte Quartalsergebnis macht die Swiss insbesondere die ungünstige Währungssituation und die hohen Treibstoffpreise verantwortlich. Nun will sie sparen. Harry Hohmeister dazu: «Um den negativen Faktoren zu begegnen und eine dauerhafte Erfolgsbasis zu sichern, haben wir Anfang Jahr ein Programm zur Ergebnisverbesserung eingeleitet.»

Als kurzfristige Massnahmen will die Swiss unter anderem ein Einstellungsstopp für Verwaltungs-Funktionen vornehmen sowie die Kosten externer Berater überprüfen und reduzieren. Gleichzeitig hat die Schweizer Fluggesellschaft bereits die Ticketpreise für Interkontinentalflüge und die Treibstoff-Zuschläge erhöht.

Dabei hat die Swiss Passagierzahlen und Auslastung gesteigert: Im ersten Quartal hat das Unternehmen 3,61 Millionen Gäste transportiert, 5,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Zudem waren die Flüge im Schnitt mit 77,8 Prozent um 1,4 Prozentpunkte besser ausgelastet als im ersten Quartal 2011.

(vst/awp)

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