Swiss-Re-Präsident Kielholz stellt Finma in Frage

Walter Kielholz ist mit seiner Kritik nicht alleine: Die gesamte Versicherungsbranche hat gar keine Freude an der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht.

07.05.2012

Seit mit dem Schweizer Solvenztest (SST) 2011 die Kapitalvorschriften verschärft wurden, ist die Stimmung in der Versicherungsbranche gereizt. Die Versicherer brauchen nun grössere Kapitalpuffer, doch vor allem hat sich das Anlagegeschäft stark verändert. Die Nationale Suisse sah sich sogar gezwungen, ihr Geschäft mit Pensionskassengeldern zu verkaufen.

Nun warnt der Präsident der Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re, Walter Kielholz, davor, die Versicherungsbranche ähnlich stark zu regulieren wie die Banken. Die beiden Branchen seien nicht vergleichbar, sagte Kielholz zur Zeitung «Der Sonntag». So seien Versicherer stark regional organisiert, Banken aber agierten oft global.

Gar keine Freude hat er an der integrierten Aufsicht durch die Finma. Auf die Frage seinem Fazit zur Zusammenlegung der Banken- und Versicherungsaufsicht vor drei Jahren, sagt er nur: «Das hätte man lieber bleiben lassen.»

Bei der Kritik an der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht kann Kielholz auf die Unterstützung der ganzen Branche zählen. An der Generalversammlung der Bâloise etwa rief Präsident Andreas Burckhardt aus: «Das Heil des Abendlandes kommt nicht von der Finma, die sich misstrauisch und praxisfern in alles einmischt und Wettbewerbsverzerrungen schafft.»

(chb/vst)

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Seit mit dem Schweizer Solvenztest (SST) 2011 die Kapitalvorschriften verschärft wurden, ist die Stimmung in der Versicherungsbranche gereizt. Die Versicherer brauchen nun grössere Kapitalpuffer, doch vor allem hat sich das Anlagegeschäft stark verändert. Die Nationale Suisse sah sich sogar gezwungen, ihr Geschäft mit Pensionskassengeldern zu verkaufen.

Nun warnt der Präsident der Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re, Walter Kielholz, davor, die Versicherungsbranche ähnlich stark zu regulieren wie die Banken. Die beiden Branchen seien nicht vergleichbar, sagte Kielholz zur Zeitung «Der Sonntag». So seien Versicherer stark regional organisiert, Banken aber agierten oft global.

Gar keine Freude hat er an der integrierten Aufsicht durch die Finma. Auf die Frage seinem Fazit zur Zusammenlegung der Banken- und Versicherungsaufsicht vor drei Jahren, sagt er nur: «Das hätte man lieber bleiben lassen.»

Bei der Kritik an der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht kann Kielholz auf die Unterstützung der ganzen Branche zählen. An der Generalversammlung der Bâloise etwa rief Präsident Andreas Burckhardt aus: «Das Heil des Abendlandes kommt nicht von der Finma, die sich misstrauisch und praxisfern in alles einmischt und Wettbewerbsverzerrungen schafft.»

(chb/vst)

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