Uber will seine Transportdienste in einigen Jahren auch in der Luft anbieten. Der Fahrdienst-Vermittler stellte Pläne für ein Netzwerk aus kompakten Fluggeräten vor, die Menschen in der Stadt befördern.

Die Technik soll von Partnern wie dem Helikopter-Hersteller Bell oder dem Flugzeugbauer Embraer kommen. Uber will ein Netz aus «Vertiports» betreiben, an denen die Fluggeräte senkrecht starten und landen können. Zum Jahr 2020 sind Tests in der texanischen Stadt Dallas und Dubai geplant. Das Ziel sei, drei Jahre später einen kommerziellen Betrieb aufzunehmen.

Partner-Inhalte
 
 
 
 
 
 

Strategiepapier im Herbst

Uber hatte Interesse am Luftverkehr in Städten bereits mit einem Strategiepapier im vergangenen Herbst gezeigt – jetzt folgt die Umsetzung. Das Unternehmen argumentiert, dass die Strassen vollgestopft mit Autos und teuer im Unterhalt seien und man deshalb in die Luft ausweichen müsse. Uber rechnet vor, dass die Beförderungskosten pro Passagier und Kilometer mit der Zeit mit denen in heutigen Fahrdiensten vergleichbar sein könnten.

Auch andere Unternehmen denken über Luft-Mobilität in der Stadt nach. Airbus arbeitet an Fluggeräten dafür. Die chinesische Firma Ehang will in diesem Jahr ebenfalls in Dubai Tests mit einer Art Riesen-Drohne starten, die eine Person befördern kann. Am Montag wurde auch ein von Google-Mitgründer Larry Page finanziertes Projekt zur Entwicklung kleiner Passagier-Fluggeräte der US-Firma Kitty Hawk vorgestellt.

(sda/ise/chb)