Der Kampf um Android

In San Francisco startet der Prozess im Streit um die Handysoftware Android. Oracle behauptet, Google verletzte damit Patente und Urheberrechte. Jetzt sollen die Firmenchefs in den Zeugenstand treten.

16.04.2012

Oracle will im Patentstreit um das Google-Betriebssystem Android die Firmenchefs im Zeugenstand antreten lassen. In einer kurz vor Prozessbeginn eingereichten Liste steht Oracle-Chef Larry Ellison an dritter Stelle und sein Google-Gegenpart Larry Page als siebter Zeuge.

In dem seit 2010 laufenden Verfahren steht der Prozessbeginn in San Francisco an. Oracle will einen Milliarden-Schadenersatz und könnte theoretisch auch ein Verkaufsverbot gegen Android durchsetzen.

Oracle wirft Google vor, mit Android Patente und Urheberrechte für die Software Java zu verletzen. Java ist eine Programmierumgebung, die ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt wurde und im Web breit eingesetzt wird.

Aussergerichtliche Einigung gescheitert

Oracle hatte Sun und damit die Rechte an Java im Jahr 2010 übernommen. Google will keine Verletzung von Urheberrechten anerkennen und streitet Oracle auch das Recht ab, die beiden ins Feld geführten Patente gegen Android einzusetzen.

Oracle hatte ursprünglich Schaden-Forderungen von über 6 Milliarden Dollar kalkuliert, musste die Ansprüche später jedoch auf rund 1 Milliarde herunterschrauben.

Richter William Alsup versuchte zwischenzeitlich, die Unternehmen zu einer aussergerichtlichen Einigung zu drängen. Die Gespräche blieben jedoch ergebnislos. Der Prozess ist zunächst auf rund zwei Monate angesetzt.

(aho/tno/sda)

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Oracle will im Patentstreit um das Google-Betriebssystem Android die Firmenchefs im Zeugenstand antreten lassen. In einer kurz vor Prozessbeginn eingereichten Liste steht Oracle-Chef Larry Ellison an dritter Stelle und sein Google-Gegenpart Larry Page als siebter Zeuge.

In dem seit 2010 laufenden Verfahren steht der Prozessbeginn in San Francisco an. Oracle will einen Milliarden-Schadenersatz und könnte theoretisch auch ein Verkaufsverbot gegen Android durchsetzen.

Oracle wirft Google vor, mit Android Patente und Urheberrechte für die Software Java zu verletzen. Java ist eine Programmierumgebung, die ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt wurde und im Web breit eingesetzt wird.

Aussergerichtliche Einigung gescheitert

Oracle hatte Sun und damit die Rechte an Java im Jahr 2010 übernommen. Google will keine Verletzung von Urheberrechten anerkennen und streitet Oracle auch das Recht ab, die beiden ins Feld geführten Patente gegen Android einzusetzen.

Oracle hatte ursprünglich Schaden-Forderungen von über 6 Milliarden Dollar kalkuliert, musste die Ansprüche später jedoch auf rund 1 Milliarde herunterschrauben.

Richter William Alsup versuchte zwischenzeitlich, die Unternehmen zu einer aussergerichtlichen Einigung zu drängen. Die Gespräche blieben jedoch ergebnislos. Der Prozess ist zunächst auf rund zwei Monate angesetzt.

(aho/tno/sda)

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