Meistgelesen

Erholt

Erstmals seit März ist der Euro-Franken-Wechselkurs über die Marke von 1,06 gestiegen. Laut Experten wächst damit die Hoffnung auf einen noch schwächeren Franken. Mehr...

27.07.2015
Diese deutsche Tischlerei beliefert Apple im Geheimen
Handwerk

Wenn Apple Tische bestellt, prüfen Tester mit der Lupe. Eine Schreinerei aus Deutschland genügt den hohen Ansprüchen, Steve Jobs hat sie gewählt. Nun darf die Firma über den Deal mit Apple sprechen. Mehr...

VonThomas Heuzeroth («Die Welt»)
28.07.2015
Wie Amerika über den Euro den Kopf schüttelt
Untergang

Viele US-Ökonomen gaben dem Euro von Anfang an keine Chance. Durch die Griechenland-Krise sehen sie sich nun bestätigt. Dass die Währung noch zu retten ist, glauben sie nicht. Mehr...

VonAnja Ettel und Holger Zschäpitz («Die Welt»)
27.07.2015
Streit wegen Grenzgänger: Rom zitiert Schweizer Botschafter
Disput

Italienische Grenzgänger sollen benachteiligt sein. Das wirft Italien der Schweiz vor. Die Behörden in Rom sind so sehr verärgert, dass sogar der Schweizer Botschafter antraben muss. Mehr...

28.07.2015
Fussball

Mehmet Nazif Günal weiss, wie man Geld macht. Nun versucht es der Investor in der Fussballprovinz. Er will den FC Wil aus der Challenge League hieven und mit Millionen zum Spitzenclub machen. Mehr...

VonStefan Eiselin und Jorgos Brouzos
28.07.2015
Euphorie der Anleger verpufft nach Twitter-Zahlen
Bilanz

Nach dem Rücktritt von Chef Dick Costolo konnte Twitter die Aktionäre zumindest mit einem überraschend hohen Umsatz erfreuen. Doch die Begeisterung bröckelte schnell, der Titel brach nachbörslich ein. Mehr...

06:28
Makro

Griechenlands Schuldenprobleme beherrschen die globalen Schlagzeilen. Doch das Land ist kein Einzelfall. Rund um den Globus kämpfen Staaten gegen hohe Verbindlichkeiten und geringes Wachstum. Mehr...

VonMathias Ohanian
28.07.2015

Anzeige

Interview polarisiert: Twitter und Facebook nur für Blöde?

Werber Hermann Strittmatter ist mit Facebook und Twitter «intellektuell unterfordert». Diese und weitere Aussagen im Gespräch mit der «Handelszeitung» erhitzen die Gemüter in der Social-Media-Communit

VonVolker Strohm
27.07.2012

Ein Interview in der «Handelszeitung» erregt die Gemüter. Ausgerechnet im sozialen Netzwerk Twitter. Ausgerechnet deshalb, weil der Interviewte an diesem Kanal der modernen Kommunikation kein gutes Haar liess: «Da bin ich intellektuell unterfordert, einfach nicht blöd genug», sagte Hermann Strittmatter, Chef der Zürcher Werbeagentur GGK.

Und bei der Frage, ob denn die Agentur keinerlei Werbung über Facebook und Twitter mache, legte Strittmatter nach: «Wir setzen da externe Spezialisten ein, die nichts dagegen haben, für solche Sachen blöd genug zu sein.»

Anschluss an die Online-Welt

Diese Aussagen haben nicht nur die Twitter-Gemeinde, sondern auch die Werbebranche auf den Plan gerufen. So will Peter Leutenegger, Geschäftsführer des Verbands der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen, im Gespräch mit «Handelszeitung Online» bewusst nicht auf den Mann spielen - sagt aber: «Wenn durch das Interview der Eindruck entsteht, dass die Schweizer Werbebranche den Anschluss an die Online-Welt verpasst hat, so ist das unglücklich.»

Deutlich dezidierter ist die Meinung von Politologin Adrienne Fichter, die in ihrem Blog einen offenen Brief an Strittmatter formuliert hat. «Selten habe ich eine so herablassende Äusserung über die professionelle Nutzung von Social Media in der Medienöffentlichkeit gehört.»

Visionär - in der Vergangenheit

Der Beitrag wurde gemäss Fichter bereits weit über 1500 Mal aufgerufen und hat bei Twitter, Facebook und Google+ über 200 Reaktionen hervorgerufen. Auch die Kommentare auf der Blog-Seite selbst sind eindeutig: «Hermann Strittmatter war ein brillianter Denker und kreativer Werber, ja, sogar ein Visionär», schreibt Roger Hausmann - «doch die Betonung liegt auf ‹war›.»

Fichter rät Strittmatter: «Schon alleine aufgrund des Muts, sich den kritischen Meinungen der Weböffentlichkeit zu stellen, würde ich aber auf die Verwendung des Abjektivs ‹blöd› verzichten. Die Web-Netiquette in Social Media hat nämlich eine disziplinierende Wirkung unter den Webnutzern - gerade Kraftausdrücke gelten in der Online-Community oft als verpönt.»

 

Wie sehen Sie die Äusserungen von Hermann Strittmatter? Welches ist Ihre Meinung zu Werbung und Kommunikation in den sozialen Medien? Kommentieren Sie diesen Beitrag oder diskutieren Sie mit auf

 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Ein Interview in der «Handelszeitung» erregt die Gemüter. Ausgerechnet im sozialen Netzwerk Twitter. Ausgerechnet deshalb, weil der Interviewte an diesem Kanal der modernen Kommunikation kein gutes Haar liess: «Da bin ich intellektuell unterfordert, einfach nicht blöd genug», sagte Hermann Strittmatter, Chef der Zürcher Werbeagentur GGK.

Und bei der Frage, ob denn die Agentur keinerlei Werbung über Facebook und Twitter mache, legte Strittmatter nach: «Wir setzen da externe Spezialisten ein, die nichts dagegen haben, für solche Sachen blöd genug zu sein.»

Anschluss an die Online-Welt

Diese Aussagen haben nicht nur die Twitter-Gemeinde, sondern auch die Werbebranche auf den Plan gerufen. So will Peter Leutenegger, Geschäftsführer des Verbands der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen, im Gespräch mit «Handelszeitung Online» bewusst nicht auf den Mann spielen - sagt aber: «Wenn durch das Interview der Eindruck entsteht, dass die Schweizer Werbebranche den Anschluss an die Online-Welt verpasst hat, so ist das unglücklich.»

Deutlich dezidierter ist die Meinung von Politologin Adrienne Fichter, die in ihrem Blog einen offenen Brief an Strittmatter formuliert hat. «Selten habe ich eine so herablassende Äusserung über die professionelle Nutzung von Social Media in der Medienöffentlichkeit gehört.»

Visionär - in der Vergangenheit

Der Beitrag wurde gemäss Fichter bereits weit über 1500 Mal aufgerufen und hat bei Twitter, Facebook und Google+ über 200 Reaktionen hervorgerufen. Auch die Kommentare auf der Blog-Seite selbst sind eindeutig: «Hermann Strittmatter war ein brillianter Denker und kreativer Werber, ja, sogar ein Visionär», schreibt Roger Hausmann - «doch die Betonung liegt auf ‹war›.»

Fichter rät Strittmatter: «Schon alleine aufgrund des Muts, sich den kritischen Meinungen der Weböffentlichkeit zu stellen, würde ich aber auf die Verwendung des Abjektivs ‹blöd› verzichten. Die Web-Netiquette in Social Media hat nämlich eine disziplinierende Wirkung unter den Webnutzern - gerade Kraftausdrücke gelten in der Online-Community oft als verpönt.»

 

Wie sehen Sie die Äusserungen von Hermann Strittmatter? Welches ist Ihre Meinung zu Werbung und Kommunikation in den sozialen Medien? Kommentieren Sie diesen Beitrag oder diskutieren Sie mit auf

 

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe


 

Unsere Partner   
 

Michel Platini als Nachfolger von Blatter praktisch gesetzt. Mehr

Monsanto punktet gegen Syngenta. Mehr

Deutschland bleibt für Vontobel ein Verlustgeschäft. Mehr

Der Einkauf via Handy wird zum Milliarden-Geschäft. Mehr

So viel Bares legen die SMI-Konzerne zur Seite. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...

 

Startseite

Jetzt in den App Stores!

Wirtschaft für unterwegs.