AD BLOCK NEVER SAVED!

Meistgelesen

Eine starke Währung macht die Firmen flexibler und wettbewerbsfähiger.
Gastkolumne

Die Angst geht um bei Schweizer Firmen: Die lockere Geldpolitik der EZB und die Gold-Initiative könnten den Franken verteuern. Doch tatsächlich stecken die Risiken eher in einer schwachen Währung. Mehr...

VonSteen Jakobsen*
22.11.2014
Dividenden: So attraktiv wie nie zuvor
Zertifikate

Die Gewinnbeteiligung bei Unternehmen bricht einen Rekord nach dem anderen. Immer mehr Anleger nehmen deshalb Dividendenstrategien ins Visier. Mehr...

VonWolfgang Hagl
21.11.2014
Hunderte Nutzer beklagen verbogene iPhones
Technik

Hunderte Apple-Kunden haben im Internet ihre verbogenen iPhones dokumentiert. Teils müssen sie für den Schaden teure Gebühren zahlen. Tester zeigen, was man mit dem Gerät nie machen sollte. Mehr...

VonBenedikt Fuest («Die Welt»)
22.11.2014
Ultimativer Schmähpreis büsst Grosskonzern
Anti-Auszeichnung

Menschenrechtsverletzungen und Umweltschmutz straft der «Public Eye Award» seit zehn Jahren ab. Der Schmähpreis kürt 2015 zum letzten Mal ein Unternehmen – und stellt die grössten Sünder zur Wahl. Mehr...

22.11.2014
Im Goldfieber? Das wurde aus 100 Franken in 100 Jahren
Debatte

Das Edelmetall mache den Franken stabiler, behauptet die Gold-Initiative. Stimmt das? Vier Mythen zu Gold und Franken im Test. Dazu: Das hätten 100 investierte Franken seit 1914 an Rendite gebracht. Mehr...

VonArmin Müller
21.11.2014
Persönlichkeit

Sechs Tipps führen jeden Nutzer in die Tiefen seines Google-Profils. Ein Selbsttest zeigt, welche Überraschungen warten – und wie schlecht die Trefferquote der Datenkrake sein kann. Mehr...

VonKaren Merkel
21.11.2014
Biosimilars – bis 2020 könnte das Marktvolumen bis auf das 25-Fache steigen.
Aktien

Wie bei Generika vor 20 Jahren rechnen Experten bei Biosimilars ab 2020 mit dem ganz grossen Schub. Das globale Marktvolumen könnte bis auf das 25-Fache steigen. Aktuell: Aktien für Anleger. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
21.11.2014

Interview polarisiert: Twitter und Facebook nur für Blöde?

Werber Hermann Strittmatter ist mit Facebook und Twitter «intellektuell unterfordert». Diese und weitere Aussagen im Gespräch mit der «Handelszeitung» erhitzen die Gemüter in der Social-Media-Communit

VonVolker Strohm
27.07.2012

Ein Interview in der «Handelszeitung» erregt die Gemüter. Ausgerechnet im sozialen Netzwerk Twitter. Ausgerechnet deshalb, weil der Interviewte an diesem Kanal der modernen Kommunikation kein gutes Haar liess: «Da bin ich intellektuell unterfordert, einfach nicht blöd genug», sagte Hermann Strittmatter, Chef der Zürcher Werbeagentur GGK.

Und bei der Frage, ob denn die Agentur keinerlei Werbung über Facebook und Twitter mache, legte Strittmatter nach: «Wir setzen da externe Spezialisten ein, die nichts dagegen haben, für solche Sachen blöd genug zu sein.»

Anschluss an die Online-Welt

Diese Aussagen haben nicht nur die Twitter-Gemeinde, sondern auch die Werbebranche auf den Plan gerufen. So will Peter Leutenegger, Geschäftsführer des Verbands der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen, im Gespräch mit «Handelszeitung Online» bewusst nicht auf den Mann spielen - sagt aber: «Wenn durch das Interview der Eindruck entsteht, dass die Schweizer Werbebranche den Anschluss an die Online-Welt verpasst hat, so ist das unglücklich.»

Deutlich dezidierter ist die Meinung von Politologin Adrienne Fichter, die in ihrem Blog einen offenen Brief an Strittmatter formuliert hat. «Selten habe ich eine so herablassende Äusserung über die professionelle Nutzung von Social Media in der Medienöffentlichkeit gehört.»

Visionär - in der Vergangenheit

Der Beitrag wurde gemäss Fichter bereits weit über 1500 Mal aufgerufen und hat bei Twitter, Facebook und Google+ über 200 Reaktionen hervorgerufen. Auch die Kommentare auf der Blog-Seite selbst sind eindeutig: «Hermann Strittmatter war ein brillianter Denker und kreativer Werber, ja, sogar ein Visionär», schreibt Roger Hausmann - «doch die Betonung liegt auf ‹war›.»

Fichter rät Strittmatter: «Schon alleine aufgrund des Muts, sich den kritischen Meinungen der Weböffentlichkeit zu stellen, würde ich aber auf die Verwendung des Abjektivs ‹blöd› verzichten. Die Web-Netiquette in Social Media hat nämlich eine disziplinierende Wirkung unter den Webnutzern - gerade Kraftausdrücke gelten in der Online-Community oft als verpönt.»

 

Wie sehen Sie die Äusserungen von Hermann Strittmatter? Welches ist Ihre Meinung zu Werbung und Kommunikation in den sozialen Medien? Kommentieren Sie diesen Beitrag oder diskutieren Sie mit auf

 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Ein Interview in der «Handelszeitung» erregt die Gemüter. Ausgerechnet im sozialen Netzwerk Twitter. Ausgerechnet deshalb, weil der Interviewte an diesem Kanal der modernen Kommunikation kein gutes Haar liess: «Da bin ich intellektuell unterfordert, einfach nicht blöd genug», sagte Hermann Strittmatter, Chef der Zürcher Werbeagentur GGK.

Und bei der Frage, ob denn die Agentur keinerlei Werbung über Facebook und Twitter mache, legte Strittmatter nach: «Wir setzen da externe Spezialisten ein, die nichts dagegen haben, für solche Sachen blöd genug zu sein.»

Anschluss an die Online-Welt

Diese Aussagen haben nicht nur die Twitter-Gemeinde, sondern auch die Werbebranche auf den Plan gerufen. So will Peter Leutenegger, Geschäftsführer des Verbands der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen, im Gespräch mit «Handelszeitung Online» bewusst nicht auf den Mann spielen - sagt aber: «Wenn durch das Interview der Eindruck entsteht, dass die Schweizer Werbebranche den Anschluss an die Online-Welt verpasst hat, so ist das unglücklich.»

Deutlich dezidierter ist die Meinung von Politologin Adrienne Fichter, die in ihrem Blog einen offenen Brief an Strittmatter formuliert hat. «Selten habe ich eine so herablassende Äusserung über die professionelle Nutzung von Social Media in der Medienöffentlichkeit gehört.»

Visionär - in der Vergangenheit

Der Beitrag wurde gemäss Fichter bereits weit über 1500 Mal aufgerufen und hat bei Twitter, Facebook und Google+ über 200 Reaktionen hervorgerufen. Auch die Kommentare auf der Blog-Seite selbst sind eindeutig: «Hermann Strittmatter war ein brillianter Denker und kreativer Werber, ja, sogar ein Visionär», schreibt Roger Hausmann - «doch die Betonung liegt auf ‹war›.»

Fichter rät Strittmatter: «Schon alleine aufgrund des Muts, sich den kritischen Meinungen der Weböffentlichkeit zu stellen, würde ich aber auf die Verwendung des Abjektivs ‹blöd› verzichten. Die Web-Netiquette in Social Media hat nämlich eine disziplinierende Wirkung unter den Webnutzern - gerade Kraftausdrücke gelten in der Online-Community oft als verpönt.»

 

Wie sehen Sie die Äusserungen von Hermann Strittmatter? Welches ist Ihre Meinung zu Werbung und Kommunikation in den sozialen Medien? Kommentieren Sie diesen Beitrag oder diskutieren Sie mit auf

 

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Banker-Boni in der Schweiz sinken um 40 Prozent. Mehr

Saxo-Chefökonom will Mindestkurs beenden. Mehr

Berner Kantonalbank wehrt sich gegen Vorwürfe. Mehr

Uber erwägt Sammeltaxi-Angebot in Zürich. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...