Tessiner Kantonalbank verpasst Rekordgewinn knapp

Zuwachs in fast allen Geschäftsfeldern: Die Tessiner Kantonalbank hat ihrem Gewinn im vergangenen Jahr fast auf Rekordniveau gehoben.

09.03.2012

Mit einem Gewinn von 38,01 Millionen Franken im Jahr 2011 ist die Tessiner Kantonalbank (Banca Stato) fast auf das Rekordniveau des Jahres 2009 zurückgekehrt, als 38,6 Millionen Franken herausgeschaut hatten.

Gegenüber dem Jahr 2010, als 35,1 Millionen Franken erwirtschaftet wurden, habe man dagegen in fast allen Geschäftsfeldern einen Zuwachs verzeichnen können, teilte die Bank mit.

Das Hypothekargeschäft, das wichtigste Segment der Banca Stato, legte um 3,2 Prozent zu und stieg auf ein Volumen von 5,957 Milliarden Franken. Die Höhe der Kundenkredite blieb stabil bei insgesamt 1,530 Milliarden Franken.

Leicht mehr Neugelder

Der Zufluss von Neugeldern ist leicht gestiegen. Das zu verwaltende Vermögen wuchs um 3,6 Prozent auf 7,399 Milliarden Franken an. Bankdirektor Bernardino Bulla und Verwaltungsratspräsident Fulvio Pelli werteten diese Entwicklung als wichtigen Vertrauensbeweis der Kundschaft, wie sie an einer Medienkonferenz ausführten.

Dies sei vor allem in Anbetracht des Direktionswechsels im vergangenen Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis, sagte Pelli. Er erinnerte dabei an den Wirbel in den Tessiner Medien, den die Ankündigung dieser Veränderung im vergangenen September kurzzeitig ausgelöst hatte.

Pelli hatte sich damals gegen den Vorwurf wehren müssen, Personalentscheidungen nicht transparent genug zu kommunizieren. Die Gemüter beruhigten sich aber schnell wieder. Der FDP-Präsident selbst setzte die Polemiken mit der Wahlkampfphase im Herbst in Zusammenhang.

Tessiner Wirtschaft spürt Franken

Direktor Bernardino Bulla, der seit 1. Januar in dieser Funktion tätig ist, wagte am Ende der Pressekonferenz noch eine Einschätzung der Tessiner Wirtschaftslage. Viele Unternehmen würden inzwischen die Folgen des teuren Frankens spüren. Die dem Wechselkurs geschuldeten Verluste seien erheblich, sagte er.

Dennoch sei kein sprunghafter Anstieg von Kreditanfragen zu verzeichnen. Demnach verfügen die Tessiner Unternehmer noch über ein solides finanzielles Fundament. Sehr gut laufe der Immobilienmarkt. Das sei vor allem einem grossen ausländischen Interesse am Tessin zu verdanken.

(tno/chb/sda)

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Mit einem Gewinn von 38,01 Millionen Franken im Jahr 2011 ist die Tessiner Kantonalbank (Banca Stato) fast auf das Rekordniveau des Jahres 2009 zurückgekehrt, als 38,6 Millionen Franken herausgeschaut hatten.

Gegenüber dem Jahr 2010, als 35,1 Millionen Franken erwirtschaftet wurden, habe man dagegen in fast allen Geschäftsfeldern einen Zuwachs verzeichnen können, teilte die Bank mit.

Das Hypothekargeschäft, das wichtigste Segment der Banca Stato, legte um 3,2 Prozent zu und stieg auf ein Volumen von 5,957 Milliarden Franken. Die Höhe der Kundenkredite blieb stabil bei insgesamt 1,530 Milliarden Franken.

Leicht mehr Neugelder

Der Zufluss von Neugeldern ist leicht gestiegen. Das zu verwaltende Vermögen wuchs um 3,6 Prozent auf 7,399 Milliarden Franken an. Bankdirektor Bernardino Bulla und Verwaltungsratspräsident Fulvio Pelli werteten diese Entwicklung als wichtigen Vertrauensbeweis der Kundschaft, wie sie an einer Medienkonferenz ausführten.

Dies sei vor allem in Anbetracht des Direktionswechsels im vergangenen Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis, sagte Pelli. Er erinnerte dabei an den Wirbel in den Tessiner Medien, den die Ankündigung dieser Veränderung im vergangenen September kurzzeitig ausgelöst hatte.

Pelli hatte sich damals gegen den Vorwurf wehren müssen, Personalentscheidungen nicht transparent genug zu kommunizieren. Die Gemüter beruhigten sich aber schnell wieder. Der FDP-Präsident selbst setzte die Polemiken mit der Wahlkampfphase im Herbst in Zusammenhang.

Tessiner Wirtschaft spürt Franken

Direktor Bernardino Bulla, der seit 1. Januar in dieser Funktion tätig ist, wagte am Ende der Pressekonferenz noch eine Einschätzung der Tessiner Wirtschaftslage. Viele Unternehmen würden inzwischen die Folgen des teuren Frankens spüren. Die dem Wechselkurs geschuldeten Verluste seien erheblich, sagte er.

Dennoch sei kein sprunghafter Anstieg von Kreditanfragen zu verzeichnen. Demnach verfügen die Tessiner Unternehmer noch über ein solides finanzielles Fundament. Sehr gut laufe der Immobilienmarkt. Das sei vor allem einem grossen ausländischen Interesse am Tessin zu verdanken.

(tno/chb/sda)

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