Thomas Cook tief in den roten Zahlen

Riesen-Minus: Der Reisekonzern Thomas Cook hat im vergangenen Geschäftsjahr einen hohen Verlust erwirtschaftet. Allein in Grossbritannien droht nun 200 Reisebüros die Schliessung.

14.12.2011

Europas zweitgrösster Reisekonzern Thomas Cook ist wegen hoher Abschreibungen im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Im Geschäftsjahr 2010/11 stand unter dem Strich ein Minus von 521 Millionen Pfund (rund 760 Millionen Franken) zu Buche, wie Thomas Cook mitteilt.

Ein Jahr zuvor hatte das Minus noch knapp 3 Millionen Pfund betragen. Der Vorsteuerverlust lag bei 398 Millionen Pfund, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 42 Millionen Pfund resultiert hatte. Der Umsatz des Unternehmens legte dagegen um 10 Prozent auf 9,8 Milliarden Pfund (rund 14,3 Milliarden Franken) zu.

Thomas Cook hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrmals seine Gewinnprognose gesenkt. Dem hoch verschuldeten Konzern setzen die Folgen der Unruhen in Nordafrika (80 Millionen Pfund operativer Verlust) sowie die Zurückhaltung der Konsumenten in Kanada und auf dem Heimmarkt Grossbritannien mit Abschreibern in dreistelliger Millionenhöhe zu. Allein in Grossbritannien sollen daher 200 Reisebüros geschlossen werden.

(laf/rcv/sda)

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Europas zweitgrösster Reisekonzern Thomas Cook ist wegen hoher Abschreibungen im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Im Geschäftsjahr 2010/11 stand unter dem Strich ein Minus von 521 Millionen Pfund (rund 760 Millionen Franken) zu Buche, wie Thomas Cook mitteilt.

Ein Jahr zuvor hatte das Minus noch knapp 3 Millionen Pfund betragen. Der Vorsteuerverlust lag bei 398 Millionen Pfund, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 42 Millionen Pfund resultiert hatte. Der Umsatz des Unternehmens legte dagegen um 10 Prozent auf 9,8 Milliarden Pfund (rund 14,3 Milliarden Franken) zu.

Thomas Cook hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrmals seine Gewinnprognose gesenkt. Dem hoch verschuldeten Konzern setzen die Folgen der Unruhen in Nordafrika (80 Millionen Pfund operativer Verlust) sowie die Zurückhaltung der Konsumenten in Kanada und auf dem Heimmarkt Grossbritannien mit Abschreibern in dreistelliger Millionenhöhe zu. Allein in Grossbritannien sollen daher 200 Reisebüros geschlossen werden.

(laf/rcv/sda)

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