Toyota: Trotz Verlusten in Amerika mehr Gewinn

Im vierten Quartal und im Jahresergebnis unterstrich Toyota seine Leader-Rolle in der Automobilbranche. Die Analysten sind trotzdem unzufrieden.

05.02.2013

Schlechtere Geschäfte auf dem wachsenden US-amerikanischen Markt haben dem weltgrössten Autohersteller Toyota im abgelaufenen Quartal den Gewinn verhagelt. Im operativen Geschäft machten die Japaner dort zwischen Oktober und Ende Dezember gut 17 Milliarden Yen (165 Millionen Franken) Verlust, nachdem sie vor einem Jahr noch 90 Milliarden Yen Gewinn eingefahren hatten, teilte das Unternehmen mit.

Weil die Geschäfte in Japan und dem restlichen Asien aber besser als vor einem Jahr liefen und selbst der schmale Gewinn in Europa stabil blieb, sank der operative Gewinn konzernweit nur um gut 16 Prozent auf knapp 125 Milliarden Yen. Experten hatten allerdings mit deutlich mehr gerechnet.

Unter dem Strich stieg der Quartalsgewinn nach Minderheiten dagegen um fast ein Viertel auf knapp 100 Milliarden Yen, weil Toyota weniger Steuern zahlen musste als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um rund 9 Prozent auf gut 5,3 Billionen Yen.

Auch bei der Prognose für das am 31. März endende Geschäftsjahr blieb Toyota überwiegend hinter den Erwartungen zurück: Die Schätzung für den operativen Gewinn und das Ergebnis nach Minderheiten hoben die Japaner jeweils um rund 10 Prozent an und erwarten nun 1,15 Billionen Yen operativen Gewinn und ein Ergebnis unter dem Strich von 860 Milliarden Yen.

Analysten hatten sich allerdings mehr erhofft. Dagegen erfüllte Toyota mit der um gut 2 Prozent auf 21,8 Billionen Yen angehobenen Umsatzprognose die Erwartungen. Die Absatzprognose erhöhte Toyota von 8,75 Millionen auf 8,85 Millionen Autos.

(chb/aho/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Schlechtere Geschäfte auf dem wachsenden US-amerikanischen Markt haben dem weltgrössten Autohersteller Toyota im abgelaufenen Quartal den Gewinn verhagelt. Im operativen Geschäft machten die Japaner dort zwischen Oktober und Ende Dezember gut 17 Milliarden Yen (165 Millionen Franken) Verlust, nachdem sie vor einem Jahr noch 90 Milliarden Yen Gewinn eingefahren hatten, teilte das Unternehmen mit.

Weil die Geschäfte in Japan und dem restlichen Asien aber besser als vor einem Jahr liefen und selbst der schmale Gewinn in Europa stabil blieb, sank der operative Gewinn konzernweit nur um gut 16 Prozent auf knapp 125 Milliarden Yen. Experten hatten allerdings mit deutlich mehr gerechnet.

Unter dem Strich stieg der Quartalsgewinn nach Minderheiten dagegen um fast ein Viertel auf knapp 100 Milliarden Yen, weil Toyota weniger Steuern zahlen musste als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um rund 9 Prozent auf gut 5,3 Billionen Yen.

Auch bei der Prognose für das am 31. März endende Geschäftsjahr blieb Toyota überwiegend hinter den Erwartungen zurück: Die Schätzung für den operativen Gewinn und das Ergebnis nach Minderheiten hoben die Japaner jeweils um rund 10 Prozent an und erwarten nun 1,15 Billionen Yen operativen Gewinn und ein Ergebnis unter dem Strich von 860 Milliarden Yen.

Analysten hatten sich allerdings mehr erhofft. Dagegen erfüllte Toyota mit der um gut 2 Prozent auf 21,8 Billionen Yen angehobenen Umsatzprognose die Erwartungen. Die Absatzprognose erhöhte Toyota von 8,75 Millionen auf 8,85 Millionen Autos.

(chb/aho/awp)

Meistgelesen

McDonald’s will seine Menüs überarbeiten
Fast Food

Viele Burgerfans kehren der weltgrössten Imbisskette McDonald's den Rücken. Billig-Konkurrenz in den USA, ein Gammelfleisch-Skandal in China und Schliessungen in Russland bedrängen den Konzern. Mehr...

21.10.2014
Migros-Tochter druckt Hitler auf Kaffeerahm
Handel

Die Migros-Tochter Elsa hat Adolf Hilter und Benito Mussolini auf Deckel von Kaffeerahm-Portionen gedruckt. Der Konzern will jetzt seine Kontrollen verschärfen. Mehr...

11:28
Roche baut in Basel einen 205-Meter-Turm
Erweiterung

Roche überholt sich selbst: Der Pharmakonzern investiert 3 Milliarden Franken in Basel. Und plant das zukünftige höchste Gebäude der Schweiz nach dem Roche-Tower. Mehr...

11:02
Kaffeerahm-Deckeli-Firma: Hitler-Verherrlichung «absurd»
Nazi-Sujet

Eine Migros-Tochter hat Kaffeerähmli mit aufgedruckten Porträts von Adolf Hitler und Benito Mussolini verkauft. Der kleine Hersteller der Deckeli verteidigt sich und fühlt sich missverstanden. Mehr...

VonStefan Eiselin
18:18
USA gegen Putin gegen Opec: Der Kalte Krieg ums Öl
Machtkampf

Rohöl erlebt einen fast beispiellosen Preisverfall. Zwischen den grössten Förderländern tobt ein erbitterter Kampf. Russland vermutet ein Komplott der USA. Doch die werden von der Opec bedrängt. Mehr...

VonDominic Benz
21.10.2014
Ehemalige UBS-Kunden belasten Raoul Weil
Prozess

Scheinfirmen in Hongkong, Stiftungen in Liechtenstein: Ehemalige Kunden der Schweizer Grossbank UBS sagen im Prozess gegen Raoul Weil aus – und berichten davon, wie die UBS Geld versteckt haben soll. Mehr...

21.10.2014
EZB riskiert Milliarden für einen Weg aus der Krise
Geldpolitik

Die EZB will angeblich Firmenanleihen kaufen. Es handelt sich dabei um ein wenig erprobtes Mittel der Geldpolitik, das als letzter Schritt vor dem grossangelegten Kauf von Staatsanleihen gilt. Mehr...

21.10.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Nestlé eröffnet Abfüllanlage in Äthiopien. Mehr

Swisscom hat Grosskunden im Visier. Mehr

Bruder von TV-Star Vujo Gavric sorgt für Eklat. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...