Transocean: Zwischenfall auf Bohrinsel vor Ghana

Der Ölbohrkonzern ist offenbar von einem Zwischenfall auf eine Bohrinsel vor Ghana betroffen. Nach entsprechenden Medienberichten gerieten die Papiere des Unternehmens im Handel unter Druck.

07.07.2011

Der Ölbohrkonzern Transocean (Aktienkurs Transocean) ist Medienberichten zufolge von einem Zwischenfall auf einer Bohrinsel vor Ghana betroffen. Das Unternehmen habe 108 Arbeiter evakuiert, nachdem Wasser in die Anlage hinein geflossen sei, schreibt das «Wall Street Journal» (WSJ).

Entsprechende Agenturberichte waren bereits am Mittwochabend veröffentlicht worden, die Transocean-Aktie geriet entsprechend im US-Handel unter Druck und schloss 3,2 Prozent tiefer bei 62,23 US-Dollar. Bereits im Schweizer Handel hatte das Papier zu den grössten Verlierern gehört mit einem Minus von 2,6 Prozent auf 53,40 Franken.

Gemäss Unternehmensangaben wurde vor Ghana niemand verletzt und die Bohrinsel war auch nicht unmittelbar vom Sinken bedroht, so das «Wall Street Journal» weiter. Nach der Evakuierung sei nur eine Rest-Mannschaft von 13 Personen vor Ort geblieben. «Die Situation ist derzeit unter Kontrolle», zitiert das Blatt einen Transocean-Sprecher. Auch gebe es keine Anzeichen für auslaufendes Öl.

Ölplattform nicht aktiv

Die «Marianas» genannte Bohrinsel war in der Region für den italienischen Eni-Konzern tätig, aber zum Zeitpunkt des Unfalls nicht aktiv, so der Bericht. Die Tagesrate lag bei 450'000 US-Dollar. Eine mit dem Vorgang vertraute Person vermute, dass das Einholen eines Ankers zum Eindringen des Wassers geführt haben könnte, hiess es.

Ursprünglich hätte die Anlage «Marianas» im Golf von Mexiko für BP zum Einsatz kommen sollen. Wegen eines Hurrikan-Schadens musste sie aber repariert werden und die «Deepwater Horizon» sprang ein. Im April 2010 ereignete sich dann der Unfall auf dieser Bohrinsel, bei dem elf Menschen ums Leben kamen und welcher eine Ölkatastrophe auslöste.

(laf/acms/wp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Der Ölbohrkonzern Transocean (Aktienkurs Transocean) ist Medienberichten zufolge von einem Zwischenfall auf einer Bohrinsel vor Ghana betroffen. Das Unternehmen habe 108 Arbeiter evakuiert, nachdem Wasser in die Anlage hinein geflossen sei, schreibt das «Wall Street Journal» (WSJ).

Entsprechende Agenturberichte waren bereits am Mittwochabend veröffentlicht worden, die Transocean-Aktie geriet entsprechend im US-Handel unter Druck und schloss 3,2 Prozent tiefer bei 62,23 US-Dollar. Bereits im Schweizer Handel hatte das Papier zu den grössten Verlierern gehört mit einem Minus von 2,6 Prozent auf 53,40 Franken.

Gemäss Unternehmensangaben wurde vor Ghana niemand verletzt und die Bohrinsel war auch nicht unmittelbar vom Sinken bedroht, so das «Wall Street Journal» weiter. Nach der Evakuierung sei nur eine Rest-Mannschaft von 13 Personen vor Ort geblieben. «Die Situation ist derzeit unter Kontrolle», zitiert das Blatt einen Transocean-Sprecher. Auch gebe es keine Anzeichen für auslaufendes Öl.

Ölplattform nicht aktiv

Die «Marianas» genannte Bohrinsel war in der Region für den italienischen Eni-Konzern tätig, aber zum Zeitpunkt des Unfalls nicht aktiv, so der Bericht. Die Tagesrate lag bei 450'000 US-Dollar. Eine mit dem Vorgang vertraute Person vermute, dass das Einholen eines Ankers zum Eindringen des Wassers geführt haben könnte, hiess es.

Ursprünglich hätte die Anlage «Marianas» im Golf von Mexiko für BP zum Einsatz kommen sollen. Wegen eines Hurrikan-Schadens musste sie aber repariert werden und die «Deepwater Horizon» sprang ein. Im April 2010 ereignete sich dann der Unfall auf dieser Bohrinsel, bei dem elf Menschen ums Leben kamen und welcher eine Ölkatastrophe auslöste.

(laf/acms/wp)

Meistgelesen

Schwyzer SVP sagt Ja zur Gold-Initiative
Abstimmung

Anders als die Mutterpartei empfiehlt die SVP des Kantons Schwyz die Annahme der umstrittenen Goldinitiative. Auch bei der Ecopop-Initiative ist eine Entscheidung gefallen. Mehr...

30.10.2014
Porsche schiebt Volkswagen kräftig an
Überholspur

Der Autobauer Volkswagen hat im abgelaufenen Quartal dank seiner Marken Porsche und Audi überraschend kräftig verdient. Eine Schwachstelle hat der Konzern aber noch immer. Mehr...

30.10.2014
Ex-Notenbankchef Greenspan rechnet mit Finanzstress
Geldpolitik

Fast zwei Dekaden stand Alan Greenspan an der Spitze der US-Notenbank Fed. Er glaubt nicht daran, dass ein Ende der lockeren Geldpolitik ohne Probleme vonstatten gehen wird. Mehr...

30.10.2014
Migros und Coop warnen vor Nuggis mit Erstickungsgefahr
Vorsicht

Der Detailriese ruft mehrere Modelle seiner Nuggis zurück. Wegen mangelnder Qualität kann sich der Saugteil vom Mundschild ablösen. Auch Konkurrenz Coop nimmt die Produkte aus dem Handel Mehr...

30.10.2014
Credit Suisse überweist versehentlich Millionenbetrag
Ungewollt

Ein Hedgefonds-Manager kam zu einem Millionenbetrag von der Credit Suisse wie die Jungfrau zum Kind – und machte sich aus dem Staub. Die Bank hat ihn verklagt. Mehr...

30.10.2014
Ecclestone: «Ich zahle hier und in England Steuern»
Freiwillig

Der Formel-1-Chef und Milliardär heizt vor der nächsten Abstimmung die Diskussion um die Pauschalbesteuerung an. In der Schweiz zahlt er laut eigenen Angaben freiwillig Steuern. Mehr...

30.10.2014
Multimillionär

Unternehmer Roger Ver besucht Lausanne – und predigt nur eine Botschaft: Die Zukunft gehöre der Digitalwährung Bitcoin. Mehr...

VonMarc Badertscher
30.10.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

UBS in New York wegen Raubkunst angeklagt. Mehr

Swissness-Gesetz gefährdet Schweizer Biermarken. Mehr

Personenfreizügigkeit: Hilfe aus Luxemburg fehlt. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...