UBS-Whistleblower Bradley Birkenfeld vor Entlassung

Der wichtigste Whistleblower in der US-Schwarzgeldaffäre der UBS, Bradley Birkenfeld, wird vorzeitig in die Freiheit entlassen.

07.05.2012

UBS-Whistleblower Bradley Birkenfeld kommt vorzeitig aus Gefängnis. Ende Juli soll der Amerikaner frei sein, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Im Gefängnis könnte er ein Filmprojekt entwickelt haben.

Vor genau vier Jahren verstand Bradley Birkenfeld die Welt nicht mehr. Statt von den US-Behörden als UBS-Drachentöter gefeiert zu werden, schnappten nach einem Flug von Zürich am 6. Mai 2008 im Bostoner Flughafen die Handschellen zu. Jener Whistleblower, der als Genfer Private-Banker die Offshore-Praktiken seiner Ex-Arbeitgeberin UBS offenlegte, wurde zum Angeklagten.

Nun nähert sich Birkenfelds Odyssee ihrem Ende. Spätestens Ende Juli soll der Mann, der den USA den Schlüssel zum helvetischen Bankentresor geliefert hatte, vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Dies bestätigt eine Quelle aus dem Umfeld von Birkenfeld gegenüber dem «Sonntag». «Es könnte sogar früher sein», meint der Insider. «Brad hat sich während seiner Gefangenschaft sehr gut aufgeführt.»

Birkenfeld war im Spätsommer 2009 zu 40 Monaten verurteilt worden, 10 Monate mehr als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Hätte Birkenfeld das ganze Urteil absitzen müssen, käme er erst im Mai 2013 frei.

(chb/vst)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

UBS-Whistleblower Bradley Birkenfeld kommt vorzeitig aus Gefängnis. Ende Juli soll der Amerikaner frei sein, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Im Gefängnis könnte er ein Filmprojekt entwickelt haben.

Vor genau vier Jahren verstand Bradley Birkenfeld die Welt nicht mehr. Statt von den US-Behörden als UBS-Drachentöter gefeiert zu werden, schnappten nach einem Flug von Zürich am 6. Mai 2008 im Bostoner Flughafen die Handschellen zu. Jener Whistleblower, der als Genfer Private-Banker die Offshore-Praktiken seiner Ex-Arbeitgeberin UBS offenlegte, wurde zum Angeklagten.

Nun nähert sich Birkenfelds Odyssee ihrem Ende. Spätestens Ende Juli soll der Mann, der den USA den Schlüssel zum helvetischen Bankentresor geliefert hatte, vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Dies bestätigt eine Quelle aus dem Umfeld von Birkenfeld gegenüber dem «Sonntag». «Es könnte sogar früher sein», meint der Insider. «Brad hat sich während seiner Gefangenschaft sehr gut aufgeführt.»

Birkenfeld war im Spätsommer 2009 zu 40 Monaten verurteilt worden, 10 Monate mehr als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Hätte Birkenfeld das ganze Urteil absitzen müssen, käme er erst im Mai 2013 frei.

(chb/vst)

Meistgelesen

Nur Kleinanleger glauben noch an Gold
Kurs

Grossinvestoren verkaufen weiterhin Gold en masse. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht. Daran ändert auch die ungebrochen hohe Nachfrage von Kleinanlegern nach Münzen und Barren nichts. Mehr...

22.05.2013
Schwarzgeld

Die deutsche Regierung kritisiert seit Jahren Steueroasen im Ausland. Doch bei genauer Betrachtung ist Deutschland für Ausländer sogar selbst ein Hort für unversteuerte Gelder. Mehr...

VonMichael Houben (ARD)
16.05.2013
Neuheit

Das Projekt wurde über Jahre streng geheim gehalten. Nun stellte der Schweizer Flugzeugbauer in Genf seinen PC-24 erstmals vor. Der neue Businessjet kann auf kürzesten Pisten starten. Mehr...

VonStefan Eiselin
21.05.2013
Goldman-Sachs-Chefökonom: «Rezession in Europa geht weiter»
Eurokrise

Goldman-Sachs-Chefökonom Jan Hatzius befürchtet eine Rückkehr der Eurokrise, falls die Peripherieländer ihre Sparpolitik aufgeben. Mehr...

VonTim Höfinghoff
22.05.2013
Gold droht der Fall unter die 1000 Dollar
Szenario

Die Erholung nach dem Crash scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Ein Rohstoffexperte der Credit Suisse sieht das Edelmetall nun vor einem noch drastischeren Preissturz. Mehr...

17.05.2013
Abercrombie & Fitch: Die extravaganten Wünsche des Chefs
Modemarke

Die Stewards von Abercrombie-&-Fitch-Chef Michael Jeffries müssen in Boxershorts arbeiten, das Silberbesteck nur mit schwarzen Handschuhen anfassen und ihn mit einem Phil-Collins-Song begrüssen. Mehr...

22.10.2012
Immobilienboom: Der Leichtsinn der Hausfrauen*
Kommentar

Es herrscht Leichtsinn im Land. Doch an der Schweizer Betonfront wächst die Beunruhigung, denn zwei von fünf neuen Hausbesitzern droht bei höheren Zinsen die Pleite. Mehr...

15.05.2013

Die Handelszeitung – jetzt am Kiosk

 

 

Unsere Partner    

Kommentar: Economiesuisse - das Grounding von 2013 Lesen

Fachhochschul-Absolventen stossen an Salärgrenzen. Lesen

Unterirdischer Güterverkehr: Geldsorgen. Lesen

Experten warnen vor Essen aus China. Lesen

Goldman-Sachs: «Rezession in Europa geht weiter». Lesen

Salat und Hemden im Schliessfach. Lesen

«Alstom ist keine Sozialversicherung ». Lesen

 

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...