07.02.2012 | 17:09
 

Umsatzrückgang bei britischem Pharmamulti

Der grösste britische Pharmakonzern Glaxo Smith Kline verbucht im vierten Quartal einen Umsatzrückgang. Für dieses Ergebnis sind vor allem die schwache Entwicklung bei den Impfstoffen als auch beim Diabetismittel Avandia sowie dem Herpesmittel Valtre verantwortlich.

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Der grösste britische Pharmakonzern Glaxo Smith Kline (GSK) hat im vierten Quartal wegen eines schwächeren Pharma- und Impfstoffgeschäftes weniger Umsatz gemacht. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz zu konstanten Währungskursen im letzten Jahresviertel um 2 Prozent auf 6,98 Milliarden Britische Pfund (8,42 Milliarden Euro).

Der Gewinn je Aktie (EPS) vor Restrukturierungsbelastungen für Sparprogramme und durch Zukäufe erreichte 28,4 Pence nach einem Verlust von 7,5 Pence im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit deutlich mehr Umsatz gerechnet, während sie beim EPS mit geringfügig weniger kalkuliert hatten. Unter dem Strich verdiente Glaxo 1,28 Milliarden Pfund nach einem Verlust von 633 Millionen im Vorjahreszeitraum. 2010 hatten vor allem teure Rechtsstreitigkeiten für rote Zahlen gesorgt.

Der Umsatzrückgang 2011 resultiere vor allem aus einer schwachen Entwicklung bei den Impfstoffen als auch beim Diabetismittel Avandia sowie dem Herpesmittel Valtrex, hiess es vom Vorstand. In Europa schrumpfte der Umsatz um fast 10 Prozent - hier vor allem als Folge der staatlichen Gesundheitsreformen. Fast 40 Prozent seines Umsatzes macht der Pharmariese mittlerweile ausserhalb den USA oder Europa. Weggebrochenen Umsatz will Glaxo unter anderem durch neue Medikamente wieder herinholen. Drei neue Medikamente haben die Verkaufsgenehmigung erhalten, darunter das Immunmittel Benlysta.

Odol, Dr. Best, Sensodyne

Glaxo Smith Kline hatte im November angekündigt, sich im jahrelangen Rechtsstreit um die Vermarktungspraxis von Avandia mit der US-Regierung auf einen Vergleich in Milliardenhöhe einigen zu wollen. Eine abschliessende Einigung werde weiterhin im laufenden Jahr erwartet, bekräftigte der Vorstand. Avandia war mit Umsätzen von rund 3 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2006 das zweitwichtigste Medikament für den im FTSE 100 notierten Pharmakonzern.

Den Aktionären stellte Vorstandschef Andrew Witty nun eine Dividende von 75 Pence in Aussicht. Darin enthalten sind 5 Pence Sonderdividende aus Erlösen von Verkäufen. Zudem will Glaxo im laufenden Jahr 1 bis 2 Milliarden Pfund für Aktienrückkäufe aufwenden. Analysten hatten hier mit mehr gerechnet, wie Navid Malik der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte. Der Ausblick sei auch nicht konkret. Glaxo sprach vage von Umsatzwachstum. Die Aktie verlor am Nachmittag in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt rund 2 Prozent.

Dem Konzern gehören unter anderem Marken wie Odol, Dr. Best, Sensodyne, Granu Fink und Abtei (Consumer Health Care-Geschäft). In seiner Pharmasparte ist Glaxo unter anderem für Medikamente gegen die Immunschwäche Aids oder den Impfstoff Cervarix bekannt.

(chb/tno/awp)

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Top und Flops

Name Kurs +/- +/- %
155.80 -0.60 -0.38
54.65 -0.30 -0.55
1'709.00 -16.00 -0.93
49.05 -0.53 -1.07
864.50 -9.50 -1.09
37.89 -1.03 -2.65
30.49 -0.83 -2.65
40.23 -1.14 -2.76
56.25 -2.45 -4.17
375.50 -18.90 -4.79
Name Kurs +/- +/- %
75.63 0.04 0.05
23.75 -0.08 -0.31
47.38 -0.43 -0.90
52.58 -0.50 -0.94
37.91 -0.45 -1.17
29.34 -1.16 -3.79
39.32 -1.64 -3.99
MAN
78.14 -3.30 -4.05
8.39 -0.37 -4.26
14.64 -0.77 -5.00
Name Kurs +/- +/- %
14.40 0.48 3.41
39.58 0.11 0.29
25.14 -0.12 -0.46
67.79 -0.61 -0.89
47.38 -0.43 -0.90
9.50 -0.49 -4.90
4.71 -0.26 -5.14
14.46 -0.80 -5.21
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