Meistgelesen

Royal Baby im Anmarsch: Grossbritannien steht Kopf
Hype

Die Geburt des königlichen Babys steht unmittelbar bevor. In Grossbritannien herrscht der royale Wahnsinn. In den einschlägigen Büros kann auf fast alles gewettet werden, die Medien haben Live-Ticker. Mehr...

VonCORINNA CLARA RÖTTKER
24.04.2015
Die Charttechnik verspricht jetzt sogar deutliche Kursgewinne im SMI
Aktien

Im Mai aussteigen und erst nach dem Sommer wieder an der Börse mitmischen – dieser Rat ist alt, aber häufig nicht gut. Warum es in diesem Jahr im Mai sogar deutliche Kurssteigerungen geben könnte. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
24.04.2015
«Salt steht für das gewisse Etwas»
Neustart

Die Neulancierung von Orange unter dem Namen Salt ist eine gewaltige Herausforderung für die Werber, sagt Havas-Chef Frank Bodin. Er ist begeistert von der bisherigen Arbeit der Kollegen. Mehr...

Interview vonGabriel Knupfer
24.04.2015
Apple Watch peilt Gewinnspanne von 800 Prozent an
Uhren

Apple hat den Verkauf seiner Smartwatch gestartet. Der IT-Gigant streicht für die Edelausgabe der Apple Watch eine exorbitante Gewinnspanne ein - und spart zusätzlich noch bei der Goldverarbeitung. Mehr...

VonBenedikt Fuest und Thomas Heuzeroth («Die Welt»)
08:22
Der Ticker zur Apple Watch – jetzt gehts los
Aktuell

Apple versendet ab heute seine Computeruhr an die ersten Kunden. Die Schlangen vor den Apple Stores bleiben aus. Wir halten Sie mit News rund um die intelligente Uhr auf dem Laufenden. Mehr...

VonDominic Benz und Karen Merkel
24.04.2015
Schweiz zum glücklichsten Land der Welt gekürt
Studie

Sieben der zehn glücklichsten Länder der Welt sind kleine oder mittelgrosse Staaten in Westeuropa. Während die Schweiz auf Platz 1 steht, schaffte es Deutschland nicht in die Top 25. Mehr...

23.04.2015
Wie die Swisscom zum Medienimperium wird
Wandel

Websites, Apps und Fernsehen von Swisscom: Neben der SRG konkurrenziert auch die staatlich kontrollierte Swisscom die privaten Verlagsunternehmen massiv. Mehr...

VonRonnie Grob
24.04.2015

Anzeige

US-Bankensektor: Der Kampf gegen die Altlasten

Die Bank of America hat vergangenes Jahr deutlich mehr Gewinn erzielt. Dieser Trend ist besonders auf die Erholung am US-Häusermarkt und den Sparkurs zurückzuführen. Dennoch wirken die Altlasten aus d

17.01.2013

 

Einige US-Grossbanken haben noch immer mit milliardenschweren Altlasten aus der Finanzkrise zu kämpfen. Das einst weltgrösste Finanzinstitut Citigroup und die traditionsreiche Bank of America müssen sich nach wie vor mit teuren Rechtsstreitigkeiten herumschlagen.

Hinzu kommen Milliardenkosten für den Umbau der Konzerne, die drastisch schrumpfen müssen und Tausende Stellen streichen. Zwar schrieben beide Geldhäuser im vergangenen Jahr weiter Gewinne, blieben aber meilenweit hinter dem Rekordergebnis von gut 21 Milliarden Dollar des Branchenprimus JP Morgan zurück.

Citigroup verdiente 2012 unter dem Strich 7,5 Milliarden Dollar nach 11,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Gründe für den Rückgang waren unter anderem Verluste aus dem Verkauf von Minderheitsbeteiligungen. Allein im Schlussquartal - dem ersten unter dem neuen Bankchef Michael Corbat - schlugen zudem Kosten für juristische Streitigkeiten und Entlassungen von 2,3 Milliarden Dollar negativ zu Buche.

«Es wird einige Zeit dauern, bis wir die Herausforderungen des aktuellen Umfelds gemeistert haben», erklärte Corbat, der im Oktober dem gefeuerten Vikram Pandit gefolgt war. Lichtblick ist das Anleihegeschäft, wo die Einnahmen im vierten Quartal um fast 60 Prozent zulegten.

Viele Rechtsstreitigkeiten

Die Bank of America, die vor einigen Jahren die strauchelnde Investmentbank Merrill Lynch übernommen hatte, schrieb 2012 einen Gewinn von 4,2 Milliarden Dollar - drei Mal mehr als im Jahr davor. Doch speziell im letzten Vierteljahr verbuchte die zweitgrösste US-Bank eine ganze Reihe von Sonderbelastungen, darunter allein rund 5 Milliarden Dollar für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit fraglichen Hypothekengeschäften.

Zugleich sanken allerdings die Rückstellungen für faule Kredite um rund ein Viertel und das Investmentbanking boomte - wie bei der Citigroup - dank der Geldschwemme durch die US-Notenbank Fed. «Wir haben 2012 viele Risiken hinter uns gelassen», sagte Finanzchef Bruce Thompson. Die Bank will bis Mitte 2015 die jährlichen Kosten um acht Milliarden Dollar senken, was vor allem im Hypothekengeschäft auch mit dem Abbau Tausender Stellen einhergeht.

Die Aktien beider Banken gaben im frühen Handel mehr als drei Prozent nach. Die Rivalen JP Morgan und Goldman Sachs hatten dagegen am Mittwoch Ergebnisse vorgelegt, die die Anleger begeisterten. Beide Institute profitierten vor allem von der Erholung des US-Immobilienmarktes und dem von den Fed-Programmen angetriebenen Handelsgeschäft.

Zudem müssen sie angesichts der Erholung der amerikanischen Wirtschaft weniger Geld für Kreditausfälle zurücklegen. Das brachte der weltgrössten Investmentbank Goldman Sachs im vergangenen einen Überschuss von 7,5 Milliarden Dollar.

(muv/chb/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Bank of America

 

Einige US-Grossbanken haben noch immer mit milliardenschweren Altlasten aus der Finanzkrise zu kämpfen. Das einst weltgrösste Finanzinstitut Citigroup und die traditionsreiche Bank of America müssen sich nach wie vor mit teuren Rechtsstreitigkeiten herumschlagen.

Hinzu kommen Milliardenkosten für den Umbau der Konzerne, die drastisch schrumpfen müssen und Tausende Stellen streichen. Zwar schrieben beide Geldhäuser im vergangenen Jahr weiter Gewinne, blieben aber meilenweit hinter dem Rekordergebnis von gut 21 Milliarden Dollar des Branchenprimus JP Morgan zurück.

Citigroup verdiente 2012 unter dem Strich 7,5 Milliarden Dollar nach 11,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Gründe für den Rückgang waren unter anderem Verluste aus dem Verkauf von Minderheitsbeteiligungen. Allein im Schlussquartal - dem ersten unter dem neuen Bankchef Michael Corbat - schlugen zudem Kosten für juristische Streitigkeiten und Entlassungen von 2,3 Milliarden Dollar negativ zu Buche.

«Es wird einige Zeit dauern, bis wir die Herausforderungen des aktuellen Umfelds gemeistert haben», erklärte Corbat, der im Oktober dem gefeuerten Vikram Pandit gefolgt war. Lichtblick ist das Anleihegeschäft, wo die Einnahmen im vierten Quartal um fast 60 Prozent zulegten.

Viele Rechtsstreitigkeiten

Die Bank of America, die vor einigen Jahren die strauchelnde Investmentbank Merrill Lynch übernommen hatte, schrieb 2012 einen Gewinn von 4,2 Milliarden Dollar - drei Mal mehr als im Jahr davor. Doch speziell im letzten Vierteljahr verbuchte die zweitgrösste US-Bank eine ganze Reihe von Sonderbelastungen, darunter allein rund 5 Milliarden Dollar für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit fraglichen Hypothekengeschäften.

Zugleich sanken allerdings die Rückstellungen für faule Kredite um rund ein Viertel und das Investmentbanking boomte - wie bei der Citigroup - dank der Geldschwemme durch die US-Notenbank Fed. «Wir haben 2012 viele Risiken hinter uns gelassen», sagte Finanzchef Bruce Thompson. Die Bank will bis Mitte 2015 die jährlichen Kosten um acht Milliarden Dollar senken, was vor allem im Hypothekengeschäft auch mit dem Abbau Tausender Stellen einhergeht.

Die Aktien beider Banken gaben im frühen Handel mehr als drei Prozent nach. Die Rivalen JP Morgan und Goldman Sachs hatten dagegen am Mittwoch Ergebnisse vorgelegt, die die Anleger begeisterten. Beide Institute profitierten vor allem von der Erholung des US-Immobilienmarktes und dem von den Fed-Programmen angetriebenen Handelsgeschäft.

Zudem müssen sie angesichts der Erholung der amerikanischen Wirtschaft weniger Geld für Kreditausfälle zurücklegen. Das brachte der weltgrössten Investmentbank Goldman Sachs im vergangenen einen Überschuss von 7,5 Milliarden Dollar.

(muv/chb/awp)

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Sulzer baut weltweit Personal ab. Mehr

Minder will weniger Schutz für Grossaktionäre. Mehr

Athen-Reise: Bern will Steuerabkommen. Mehr

Credit Suisse streitet mit Hedgefonds vor Gericht. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...