Vermögensverwaltung: Deutsche Bank will es machen wie die UBS

Die Deutsche Bank hat die «Swissness» in der Chefetage abgeschafft. Bei den Strukturen hingegen greift das Finanzinstitut aber sehr wohl auf die Erfahrungen der Schweizer Grossbanken zurück.

13.04.2012

Der künftige Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain krempelt einem Pressebericht zufolge die Strukturen beim Finanzinstitut um. Die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft sollen demnach künftig nach dem Vorbild der Schweizer Konkurrenten Credit Suisse und UBS enger mit der Investmentbank kooperieren, wie die «Financial Times» unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Quellen berichtete. Die engere Verzahnung der Segmente zähle Jain zu den Hauptaufgaben in den ersten 18 Monaten seiner Amtszeit.

Jain wird Ende Mai gemeinsam mit dem bisherigen Deutschland-Chef Jürgen Fitschen die Nachfolge von Josef Ackermann antreten. Investoren und Analysten warten darauf, welche strategischen Änderungen die beiden Manager planen. Mit der Ernennung des Investmentbankers Michele Faissola zum künftigen Leiter der Vermögensverwaltung hat Jain vor einigen Wochen bereits das Signal für eine stärkere Verzahnung beider Sparten gegeben. Auch der Wechsel der Indexfonds-Tochter DB X-Trackers, die organisatorisch noch bei der Investmentbank aufgehängt ist, zur Fondstochter DWS deutet in diese Richtung.

Die Vermögensverwaltung, insbesondere das Fondsgeschäft, ist ein Schwachpunkt der Deutschen Bank. Im Vorjahr verfehlte die Sparte das Ziel eines Vorsteuergewinns von eine Milliarde Euro um fast ein Viertel. Wegen geringer Margen steht das institutionelle Fondsgeschäft inzwischen zum Verkauf, die Deutsche Bank verhandelt exklusiv mit dem US-Finanzdienstleister Guggenheim Partners.

Erhalten bleiben das Publikumsgeschäft in Europa und die Betreuung wohlhabender Privatkunden. Beobachter glauben, dass Jain und Faissola versuchen werden, die Rentabilität der Sparte durch einen stärkeren Verkauf von Investmentprodukten zu erhöhen.

(muv/chb/awp)

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Der künftige Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain krempelt einem Pressebericht zufolge die Strukturen beim Finanzinstitut um. Die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft sollen demnach künftig nach dem Vorbild der Schweizer Konkurrenten Credit Suisse und UBS enger mit der Investmentbank kooperieren, wie die «Financial Times» unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Quellen berichtete. Die engere Verzahnung der Segmente zähle Jain zu den Hauptaufgaben in den ersten 18 Monaten seiner Amtszeit.

Jain wird Ende Mai gemeinsam mit dem bisherigen Deutschland-Chef Jürgen Fitschen die Nachfolge von Josef Ackermann antreten. Investoren und Analysten warten darauf, welche strategischen Änderungen die beiden Manager planen. Mit der Ernennung des Investmentbankers Michele Faissola zum künftigen Leiter der Vermögensverwaltung hat Jain vor einigen Wochen bereits das Signal für eine stärkere Verzahnung beider Sparten gegeben. Auch der Wechsel der Indexfonds-Tochter DB X-Trackers, die organisatorisch noch bei der Investmentbank aufgehängt ist, zur Fondstochter DWS deutet in diese Richtung.

Die Vermögensverwaltung, insbesondere das Fondsgeschäft, ist ein Schwachpunkt der Deutschen Bank. Im Vorjahr verfehlte die Sparte das Ziel eines Vorsteuergewinns von eine Milliarde Euro um fast ein Viertel. Wegen geringer Margen steht das institutionelle Fondsgeschäft inzwischen zum Verkauf, die Deutsche Bank verhandelt exklusiv mit dem US-Finanzdienstleister Guggenheim Partners.

Erhalten bleiben das Publikumsgeschäft in Europa und die Betreuung wohlhabender Privatkunden. Beobachter glauben, dass Jain und Faissola versuchen werden, die Rentabilität der Sparte durch einen stärkeren Verkauf von Investmentprodukten zu erhöhen.

(muv/chb/awp)

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