Wenig Glanz in den Porsche-Zahlen

Der Zusammenschluss mit Volkswagen wäre die Wunschlösung - dagegen sind Investoren Sturm gelaufen. Das schlägt sich negativ auf die Quartalszahlen der Porsche-Holding nieder.

07.05.2012

Der ins Stocken geratene Zusammenschluss mit VW hat die Porsche SE zum Start ins Jahr schwer belastet. Der Gewinn schrumpfte im ersten Quartal deutlich auf 327 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Porsche SE noch einen Gewinn von 691 Millionen Euro verbucht. Die Porsche SE hält 50,7 Prozent der VW-Stammaktien und 50,1 Prozent an der Porsche AG.

Zwar brachten die Beteiligungen an Volkswagen und der Porsche AG der Holding dank des glänzenden Autogeschäfts einen satten Gewinn von fast 1,2 Milliarden Euro. Das ist fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Dagegen belastete erneut Finanzmathematik die Bilanz mit 810 Millionen Euro.

Hintergrund ist der ausgebremste Zusammenschluss zwischen Volkswagen und Porsche. Eigentlich sollte Volkswagen bereits im vergangenen Jahr mit der Porsche SE verschmolzen werden. Doch dies scheiterte an milliardenschweren Schadenersatzklagen von Investoren. Beide Unternehmen suchen derzeit nach Alternativen zur 2011 geplatzten Wunschlösung.

Der VW-Konzern, der bereits knapp die Hälfte an der Porsche AG hält, könnte auch die restlichen 50,1 Prozent unter sein Dach holen. Beide Seiten haben sich für dieses Geschäft Kauf- und Verkaufsoptionen eingeräumt. Die Bewertung dieser Optionen zu Stichtagen ist für die VW-Bücher derzeit positiv, für die Porsche SE negativ.

(vst/awp)

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Der ins Stocken geratene Zusammenschluss mit VW hat die Porsche SE zum Start ins Jahr schwer belastet. Der Gewinn schrumpfte im ersten Quartal deutlich auf 327 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Porsche SE noch einen Gewinn von 691 Millionen Euro verbucht. Die Porsche SE hält 50,7 Prozent der VW-Stammaktien und 50,1 Prozent an der Porsche AG.

Zwar brachten die Beteiligungen an Volkswagen und der Porsche AG der Holding dank des glänzenden Autogeschäfts einen satten Gewinn von fast 1,2 Milliarden Euro. Das ist fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Dagegen belastete erneut Finanzmathematik die Bilanz mit 810 Millionen Euro.

Hintergrund ist der ausgebremste Zusammenschluss zwischen Volkswagen und Porsche. Eigentlich sollte Volkswagen bereits im vergangenen Jahr mit der Porsche SE verschmolzen werden. Doch dies scheiterte an milliardenschweren Schadenersatzklagen von Investoren. Beide Unternehmen suchen derzeit nach Alternativen zur 2011 geplatzten Wunschlösung.

Der VW-Konzern, der bereits knapp die Hälfte an der Porsche AG hält, könnte auch die restlichen 50,1 Prozent unter sein Dach holen. Beide Seiten haben sich für dieses Geschäft Kauf- und Verkaufsoptionen eingeräumt. Die Bewertung dieser Optionen zu Stichtagen ist für die VW-Bücher derzeit positiv, für die Porsche SE negativ.

(vst/awp)

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