Wie Schweizer Banken ihre Mitarbeiter in die Wüste schicken

Bank-Experten beobachten in Zürich und Genf einen schleichenden Stellenabbau - und vermuten hinter manchem Kündigungsgrund einen Vorwand.

01.07.2012

In Zürich und Genf entlassen Banken derzeit Hunderte von Angestellten, ohne es zu kommunizieren. «Die Banken vermeiden Massenentlassungen und trennen sich scheibchenweise von ihren Mitarbeitern», sagte Oliver Traxel, Leiter Banking bei Wilhelm Kaderselektion der «NZZ am Sonntag». In der Summe sei der Stellenabbau jedoch happig.

«Wir hören auch zunehmend von Fällen, wo Kündigungen nicht mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, sondern mit schlechten Leistungen begründet werden», sagt Denise Chervet vom Schweizerischen Bankpersonalverband. Sie vermutet, es handle sich um Vorwände, um die Angestellten loszuwerden.

Im Kanton Zürich waren im Mai 1097 Banker arbeitslos, nur 29 mehr als im April. Die Behörden rechnen aber damit, dass die Zahlen bald stärker steigen, da sich der Abbau verzögert in der Statistik niederschlage.

(tno)

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In Zürich und Genf entlassen Banken derzeit Hunderte von Angestellten, ohne es zu kommunizieren. «Die Banken vermeiden Massenentlassungen und trennen sich scheibchenweise von ihren Mitarbeitern», sagte Oliver Traxel, Leiter Banking bei Wilhelm Kaderselektion der «NZZ am Sonntag». In der Summe sei der Stellenabbau jedoch happig.

«Wir hören auch zunehmend von Fällen, wo Kündigungen nicht mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, sondern mit schlechten Leistungen begründet werden», sagt Denise Chervet vom Schweizerischen Bankpersonalverband. Sie vermutet, es handle sich um Vorwände, um die Angestellten loszuwerden.

Im Kanton Zürich waren im Mai 1097 Banker arbeitslos, nur 29 mehr als im April. Die Behörden rechnen aber damit, dass die Zahlen bald stärker steigen, da sich der Abbau verzögert in der Statistik niederschlage.

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