Wie viel zahlt Bertarelli für den Merck-Serono-Sitz?

Ernesto Bertarelli und Hansjörg Wyss wollen ein Forschungszentrum am ehemaligen Hauptsitz von Merck Serono in Genf aufbauen. Nun steht eine erste Zahl im Raum, wie viel der Kauf der Immobilie sie kost

06.12.2012

Sie planen ein neues Forschungs- und Technologiezentrum: Sechs Jahre nachdem Ernesto Bertarelli seine Firma Serono für rund 10 Milliarden Franken an Merck verkauft hat, wollen er und der ehemalige Medizinaltechnikunternehmer Hansjörg Wyss den Gebäudekomplex zurückkaufen. Diese Pläne machte der «Tages-Anzeiger» öffentlich.

Nun nennt die Zeitung auch einen möglichen Kaufbetrag:  Der deutsche Pharmakonzern soll 200 bis 400 Millionen Franken für das rund 15'000 Quadratmeter grosse Areal verlangen. 

Bei dem neuen Zentrum arbeiten die Unternehmer mit der ETH Lausanne und der Universität Genf zusammen. Ein Unternehmen mit dem Namen Campus Biotech SA wurde bereits gegründet. Die Investoren hoffen nun auf den guten Willen des Pharmakonzernes, wie laut der Zeitung an einer Medienkonferenz deutlich wurde. Das Konsortium hat am vergangenen Donnerstag bereits ein Kaufangebot für den Gebäudekomplex eingereicht.

«Verkauft uns Merck Serono das Gebäude nicht, können wir das Projekt nicht realisieren», sagte ETH-Präsident Patrick Aebischer. Davon geht laut «Tages-Anzeiger» aber derzeit niemand aus - unter anderem aufgrund guter Kontakte Bertarellis zur Merck-Serono-Spitze.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono hatte im April angekündigt, den Standort Genf zu schliessen. Seit Juli wird der ehemalige Hauptsitz zum Verkauf angeboten. Am vergangenen Donnerstag lief die Frist für die Unterbreitung von Kaufangeboten ab. 

Das Zentrum soll sich der Forschung in den Bereichen Gesundheit, Biotechnologie und Life Sciences widmen. Die Familie Bertarelli hat es gerade auf Rang sechs der reichsten Schweizer der BILANZ geschafft. 

(tno/tke/sda)

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Sie planen ein neues Forschungs- und Technologiezentrum: Sechs Jahre nachdem Ernesto Bertarelli seine Firma Serono für rund 10 Milliarden Franken an Merck verkauft hat, wollen er und der ehemalige Medizinaltechnikunternehmer Hansjörg Wyss den Gebäudekomplex zurückkaufen. Diese Pläne machte der «Tages-Anzeiger» öffentlich.

Nun nennt die Zeitung auch einen möglichen Kaufbetrag:  Der deutsche Pharmakonzern soll 200 bis 400 Millionen Franken für das rund 15'000 Quadratmeter grosse Areal verlangen. 

Bei dem neuen Zentrum arbeiten die Unternehmer mit der ETH Lausanne und der Universität Genf zusammen. Ein Unternehmen mit dem Namen Campus Biotech SA wurde bereits gegründet. Die Investoren hoffen nun auf den guten Willen des Pharmakonzernes, wie laut der Zeitung an einer Medienkonferenz deutlich wurde. Das Konsortium hat am vergangenen Donnerstag bereits ein Kaufangebot für den Gebäudekomplex eingereicht.

«Verkauft uns Merck Serono das Gebäude nicht, können wir das Projekt nicht realisieren», sagte ETH-Präsident Patrick Aebischer. Davon geht laut «Tages-Anzeiger» aber derzeit niemand aus - unter anderem aufgrund guter Kontakte Bertarellis zur Merck-Serono-Spitze.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono hatte im April angekündigt, den Standort Genf zu schliessen. Seit Juli wird der ehemalige Hauptsitz zum Verkauf angeboten. Am vergangenen Donnerstag lief die Frist für die Unterbreitung von Kaufangeboten ab. 

Das Zentrum soll sich der Forschung in den Bereichen Gesundheit, Biotechnologie und Life Sciences widmen. Die Familie Bertarelli hat es gerade auf Rang sechs der reichsten Schweizer der BILANZ geschafft. 

(tno/tke/sda)

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