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Berufsbildung
Ein Jahr in einer Woche

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Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat 2014 offiziell zum «Jahr der Berufsbildung» erklärt. Nachdem es lange sehr ruhig war, manifestiert sich die Verordnung diesen September mit drei Gro

Von Norman C. Bandi
am 27.08.2014

Im Rahmen seiner Medienkonferenz vom 26. April 2013 in Bern zu den ersten nationalen Berufsmeisterschaften im nächsten Jahr erklärte Bundesrat Johann Schneider-­Ammann damals gleich das gesamte 2014 zum «Jahr der Berufsbildung». Der Hauptgrund­ dafür ist, dass die Schweiz 2014 auf zehn Jahre Berufsbildungsgesetz zurückblicken kann. Die Hauptziele der Revision, die am 1. Januar 2004 in Kraft trat, lauteten unter anderem:

  • Sie fördert die Durchlässigkeiten im ­(Berufs-)Bildungssystem;
  • sie definiert die Höhere Berufsbildung im Nicht-Hochschulbereich;
  • sie führt eine leistungsorientierte Finanzierung ein;
  • und sie bringt mehr Geld für die Berufsbildung.

Wer jetzt das Gefühl hat, er habe von all dem noch nie gehört beziehungsweise ­etwas gespürt, der liegt gar nicht so falsch. Sowohl der Fachkräftemangel als auch die Nachwuchssorgen haben sich zu Dauerbrennern entwickelt, nicht zuletzt infolge der Annahme der Masseneinwanderungs­initiative­ am 9. Februar 2014. Und wenn man liest, was Autoren zur Höheren Berufsbildung schreiben, dann gibt es weder mehr finanzielle Mittel vom Bund noch eine Titeläquivalenz zum Hochschulbereich, Stichwort «Professional Master».

Item: Das «Jahr der Berufsbildung» wird verordnet richtig gefeiert, wenn auch nicht zwölf Monate lang, dann wenigstens während einer Woche. Vom 15. bis 21. September 2014 stehen drei Grossanlässe auf dem Programm. Höhepunkt sind sicher die SwissSkills, die eingangs erwähnte grösste Leistungsschau der Berufsbildung vom 17. bis 21. September 2014 in der BernExpo. Zum ersten Mal werden mehr als 70 Berufs-Schweizermeister zur gleichen Zeit am selben Ort gekürt.

Kurz davor lanciert der Bund selbst eine internationale Tagung, die sich ausschliesslich der dualen Berufsbildung widmet. Im Zentrum stehen die Imagebildung, der bilaterale Austausch zwischen Wirtschaft und Politik sowie die Präsentation von «Best Practices» in Lehrbetrieben und Berufsfachschulen. Der erste Berufs-bildungskongress findet vom 15. bis. 18. September 2014 in Winterthur statt.

Aber auch der Weiterbildungs-Dachverband SVEB schlägt die Brücke zur Berufsbildung: «Lernen mit Händen» lautet das Motto seines elften Lernfestivals. Am 19. und 20. September 2014 öffnen rund 25 Veranstaltungen von 17 bis 17 Uhr im ganzen Land die Tore, von Lausanne über Lugano und Luzern bis Liechtenstein. Die Sensibilisierungskampagne für das Lebenslange Lernen soll positive Erlebnisse schaffen – diesmal mit Fokus Handwerk, Industrie und Dienstleistung.

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