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ETH und EPFL: Studiengebühren sollen verdoppelt werden

ETH-Terrasse in Zürich: Die Studenten sollen künftig mehr zahlen. (Bild: Keystone)

Es wird teurer für die Studenten der ETH Zürich und der EPFL: Der ETH-Rat will die Studiengebühren verdoppeln. Er hat die beiden Hochschulen beauftragt, gemeinsame Lösungen mit den Studierendenverbänd

Veröffentlicht am 06.12.2012

Die Studierendenzahlen an ETH Zürich und EPFL sind zwischen 2004 und 2013 um rund 50 Prozent gestiegen - das  hält der ETH-Rat in einer Mitteilung fest. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes halte aber mit diesem Wachstum nicht Schritt. Ein Studienjahr kostet zwischen 20'000 und 40'000 Franken. Die jährlichen Studiengebühren betragen seit 2004 unverändert 1160 Franken.

Der ETH-Rat will nun den Weg für eine Verdoppelung der Studiengebühren einschlagen. Diesen Grundsatzentscheid fällte der Rat an einer Sitzung vom Mittwoch und Donnerstag. Die erhöhten Studiengebühren gelten frühestens ab Herbstsemester 2015/16. 

Die beiden ETH sollen Massnahmen zur Abfederung erarbeiten, sowie mit den Studierendenverbänden und Hochschulversammlungen Gespräche führen. Im Frühjahr wird der Rat eine Anhörung eröffnen.

Thema an der Sitzung war auch die vom Parlament im Herbst zusätzlich eingeplanten Mittel für Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft). Der ETH-Rat teilte 20 Millionen Franken provisorisch den folgenden Institutionen zu: ETH Zürich 10,5 Millionen Franken, EPFL 5,2 Millionen Franken, PSI 2,4 Millionen Franken, WSL 0,5 Millionen Franken, Empa 0,9 Millionen Franken, Eawag 0,5 Millionen Franken. Dieser Entscheid steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung des Bundesbudgets 2013 durch das Parlament.

Weiter unterstützt der ETH-Rat 2013 die beiden Kompetenzzentren CCEM (Kompetenzzentrum für Energie und Mobilität) und CCES (Kompetenzzentrum für Umwelt und Nachhaltigkeit) mit vorgezogenen 12 Millionen Franken für die Energieforschung.

(tno/muv/sda)

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