In der zwölften Ausgabe des globalen Universitätsrankings von QS hat die ETH Zürich aufgeholt: Sie schafft es neu auf Platz 9 und zählt damit zu den zehn besten Universitäten der Welt. Auf Platz 1 rangiert wie in den Vorjahren das Massachusetts Institute of Technology (MIT), gefolgt von Harvard (2. Platz), Cambridge und Stanford (beide auf dem 3. Platz). 

Noch eine zweite Schweizer Uni sichert sich einen Spitzenplatz: Die EPFL in Lausanne steigt auf und steht nun auf dem 14. Rang. Die Schweizer Unis bleiben damit mitten in der Weltspitze, die ansonsten hauptsächlich von Unis aus den USA und Grossbritannien besteht. Ebenfalls in den Top-100 vertreten sind die Unis Zürich und Genf, wenn auch nur knapp.

Universitäten von Singapur legen deutlich zu

Neben den beiden besten Unis der Schweiz vermochten nur noch die Universitäten von Singapur in die Phalanx der althergebrachten Eliteuniversitäten einzudringen. Sie rangieren weit höher als in den Jahren zuvor und schaffen es zum ersten Mal beide unter die Top 15. Die National University of Singapore (12.) ist die beste asiatische Universität gefolgt von der Nanyang Technological University (13.), die damit einen Quantensprung nach vorne gemacht haben. Die Australian National University (19.) befindet sich erneut unter den Top 20.

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QS hat sich zur Aufagabe gemacht, Universitäten zu bewerten. 76’798 Akademiker und Akademikerinnen sowie 44’226 Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen haben sich an den diesjährigen Umfragen beteiligt  – bisher die grösste Anzahl an Befragten. Daneben hat QS 11,1 Millionen Forschungsberichte analysiert, die sich im Verzeichnis der Wissenschaftsverlagsgruppe Elsevier befinden. 3539 Institutionen wurden in Betracht gezogen, 891 wurden ins Ranking aufgenommen.

Bewertung breiter abgestützt

Der veränderte Ansatz bezüglich «Zitationsrate pro Fakultät», einer Messgrösse für Forschungseinfluss, führte zu einer gerechteren Einschätzung von Universitäten mit einem starken Profil in Bereichen mit niedriger Forschungsaktivität, wie den Künsten, Humanwissenschaften und Sozialwissenschaften. Die London School of Economics (LSE, 35.) und weitere führende Institutionen, deren Stärke üblicherweise von den forschungsintensiven Universitäten überschattet wird, erhalten eine gerechtere Positionierung.

(gku/me)