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Studentenstädte
Zürich neu in den Top 5

Paris gewinnt «QS Best Student Cities Rankings 2013».

Von Helga Wienröder
am 04.12.2013

Wer fiebert da nicht alles mit, wenn die neuste globale Hitparade von Quacquarelli Symonds (QS) in London angekündigt ist. Herausgeber Nunzio Quacquarelli hat vor elf ­Jahren erstmals mit der Herausgabe der Publikation «QS World University Ranking» die besten Hochschulen im direkten Vergleich gekürt (siehe Seite 47). Seit zwei Jahren verrät er nun, welche Studentenstädte im internationalen Wettbewerb die besten sind (siehe Tabelle unten rechts).

Beide Hitlisten hat QS zu einem Renner gemacht – bei Akademien sowie Akademikern. Ursache ist, dass sich seit der Bologna-Reform ein regelrechtes universitäres ­Nomadentum entwickelt hat. Deshalb ­blicken Schweizer auch nach Singapur oder Melbourne. Chinesen fiebern der Ausgabe ebenfalls entgegen und googeln danach, um viel über die Sorbonne in ­Paris oder die ETH in Zürich zu erfahren.

Europa dominiert – Asien rückt vor

Im zweiten «QS Best Student Cities Ranking 2013» dominieren die gleichen Orte wie bei der Premiere vor zwei Jahren. Unter den beliebtesten 50 Studentenstädten weltweit glänzt Europa nach wie vor mit 20 Metropolen, wenn auch mit einigen Veränderungen in den Top 10: Paris bleibt der beliebteste Ort. Auch an London auf Platz zwei hat sich nichts geändert. Doch Asiens Anziehungskraft und wirtschaft­liche Bedeutung hat Folgen: Singapur hat Boston vom dritten Rang verdrängt – die beste US-amerikanische Studentenstadt taucht auf Platz acht. Und auf dem siebten Rang landet neu Hongkong, das sich um zwölf Plätze verbessert. In Australien kommt es dafür zu einer Kräfteverschiebung: Sydney rückt um zwei Plätze auf Rang vier vor, dafür rutscht Melbourne um einen Platz auf Rang fünf ab – und teilt sich diesen mit Zürich. Ebenfalls noch in den Top 10 klassiert sich Montreal (Kanada) an neunter Stelle und München an zehnter. Die deutsche Metropole löst damit Berlin in den Top 10 ab.

Für Zürich ist das Mitte November veröffentlichte «QS Best Student Cities Ranking 2013» ein tolles Ergebnis. Die grösste Schweizer Stadt hat mit rund 400 000 ­Einwohnern nämlich als einzige hiesige Metropole die Bedingung von mindestens 250 000 Bewohnern erfüllt.

Der globale Schweizer Leuchtturm

Ben Sowter, Forschungsleiter bei QS, erklärt, warum die Limmatstadt so beliebt ist: «Zürich erreicht 99 von 100 möglichen Punkten im Bereich Lebensqualität, 84 Punkte für Arbeitgeberaktivität und 81 für den Mix der Studenten. Somit ist die Schweizer Metropole ein attraktiver Stu­dienort. Dank der lokal ansässigen ETH ­Zürich und der Universität Zürich erreicht sie dazu noch 78 Punkte im Indikator Universitätsrankings. Mit 64 Punkten ist jedoch die Bezahlbarkeit niedriger als die anderen Faktoren.» Dass Zürich zudem von ­einer als märchenhaft beschriebenen Landschaft und einem See umgeben sei, die Stadt sauber und offen sei, für weitere Entdeckungen nahe an Deutschland, Österreich und Frankreich liege, würden die Studenten schnell entdecken.

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