Angefangen hat die Tranzbag-Geschichte mit dem SBB-Reglement, das besagt, dass alles, was eingepackt ist, als Gepäck gilt – und folglich im Zug gratis mittransportiert werden kann. Also auch ein Fahrrad. Und so entwickelte der begeisterte Velofahrer und Kom­mu­ni­ka­tions­experte Bendicht Luginbühl 1996 die ersten Transporttaschen fürs Fahrrad.

Mittlerweile hat das Unternehmen über 130 000 solcher Taschen verkauft, die in Sri Lanka bei der Firma Aqua Dynamics produziert werden und je nach Modell zwischen 100 und 725 Franken kosten. Und die Nachfrage steigt: Im vergangenen wie auch im laufenden Jahr habe der Umsatz jeweils um 60 Prozent zugenommen, betont Lugin­bühl.

An Evoc Sports verkauft

Und er dürfte nochmals steigen – mit der Ende August lancierten Tranzbag Air, einer mit Fahrradpumpe aufblasbaren Tasche, bei der für den Transport weder Hinterrad noch Lenker demontiert werden müssen. «Reisende haben ihr Velo damit in zehn Minuten flugbereit verpackt.» Und Mitte September soll auch noch eine ­Tasche für E-Bikes auf den Markt kommen.

Ende Juli hat Luginbühl nun seine Firma an das Münchner Unternehmen Evoc Sports verkauft. Den Verkaufpreis gibt er nicht bekannt, er verdient aber die nächsten sechs Jahre beim Verkauf jeder Tasche mit und bleibt mit Tranzbag dank eines Beratervertrags verbunden.

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