Marketing lebt davon, dass nicht alles, was ist, un­gefiltert Kunden entgegengeschleudert wird. Produkte und Firmen wollen sich positiv darstellen, attraktiver machen, das Verhalten von Investoren, Käuferinnen und Käufern oder auch Mitarbeitenden steuern. In diesem Prozess entstehen immer wieder Wort- und Satzungetüme, die sich über Jahre hinweg halten und nicht ausrottbar scheinen, beklagt die Kommunikationsberaterin Ivana Leiseder in ihrem Buch «Real Talk».

Sie stört sich an Ausdrücken wie «der Mensch im Zentrum», «ganzheitliches Angebot», «Optimierung der Wertschöpfungskette» und «konsequente Kundenorientierung». Leiseder und das Autorenteam, unter ­anderem ein emeritierter Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft und ein Psychologe, erklären in ihrem Manifest, warum wir solche Ausdrücke endlich hinter uns lassen müssen.