Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein lässt den Zeitpunkt seines Rückzugs weiter offen. Der 63-Jährige äusserte sich am Donnerstag zweideutig zu dem jüngsten Bericht des «Wall Street Journal», wonach er bereits zum Jahresende seinen Hut nehmen könnte.

Diese Darstellung sei mehr Wunschdenken als alles andere. «Die Story war nicht richtig, aber sie könnte nicht für immer falsch sein», sagte der Chef der US-Investmentbank auf einer Veranstaltung mit Managern. «Wenn die Dinge schlecht laufen, kannst du nicht gehen. Wenn die Sachen gut laufen, willst du nicht gehen. Und deshalb müsste man per Definition eigentlich gehen, wenn man nicht gehen möchte.»

Schwache Zahlen im vierten Quartal

Blankfein führt Goldman Sachs seit Mitte 2006 und manövrierte die Bank unter anderem durch die Immobilien- und Finanzkrise. 2019 feiert die Bank ihr 150-jähriges Bestehen. Das Institut hatte mit seinen Zahlen zum vierten Quartal die Börsianer enttäuscht. Ein mauer Handel und Milliardenkosten durch die US-Steuerreform brockten ihr den ersten Quartalsverlust seit 2011 ein.

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(sda/mbü/mlo)