Es ist ein smarter Zug – und ein überfälliger. Dass der Bundesrat das Humankapital, das in der Schweiz geschaffen wurde, auch hier eingesetzt haben will, ist nur logisch.

Ergo ist der Vorschlag der Regierung, wonach Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Staaten und mit Schweizer Hochschulabschluss unbürokratisch zu einer Aufenthaltsbewilligung kommen sollen, begrüssenswert. Schliesslich sind wir Steuerzahlenden für den Grossteil ihres Studiums in Betriebswirtschaft, Computer Science oder in Biochemie aufgekommen.

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Also wollen wir auch von ihrem Wissen profitieren. So ist hinlänglich bewiesen, dass Hochqualifizierte eine sehr positive Fiskalquote haben. Sie beziehen überdurchschnittliche Löhne, zahlen fleissig in die Sozialwerke ein, werden selten arbeitslos und kommen früher oder später mit der Steuerprogression in Kontakt.

Und der Vorstoss des Bundesrates, der auf eine Motion von FDP-Nationalrat und Digitalswitzerland-Vizepräsident Marcel Dobler zurückgeht, fördert den Werk- und Denkplatz. Denn es ist bekannt, dass ausländische Hochschulabschliessende risikobereiter sind als ihre Schweizer Pendants.

Diese suchen sich eher einen gesicherten Job in einem Weltkonzern, der neben Aufstiegschancen eine vernünftige Work-Life-Balance bietet. Ganz anders die hungrigen Topausgebildeten aus dem Ausland. Sie gründen eine Firma, am liebsten ihre eigene.

Erfahrungsgemäss sind bei 75 Prozent der Schweizer Tech-Startups Hirne und Hände mit ausländischem Pass am Werk. Das hat nun auch der Bundesrat gemerkt.