Für den Chinesen Jack Ma war 2014 ein Jahr der Superlative. Der Alibaba-Gründer steigerte seinen Reichtum um 18,5 auf 29,2 Milliarden Dollar – ein Plus um 173 Prozent, wie eine Studie der UBS zeigt. Den Geldsegen brachte der Börsengang seines Internetkonzerns im September – der grösste Gang aufs Parkett in der Geschichte. Aber auch die anschliessend gute Performance der Alibaba-Aktie spühlte Milliarden in den Geldbeutel.

Seine Landsleute nannten den Jack Ma schon vor dem riesigen Coup schlicht den «Bill Gates von China». Nun hat er diesen Spitznamen also noch mehr verdient. Das Original übrigens konnte seine Spitzenstellung übrigens noch ausbauen: Bill Gates, der reichste Mann der Welt, ist 2014 ebenfalls noch reicher geworden. Das Vermögen des Microsoft-Gründers stieg um über 10 auf 83,1 Milliarden Dollar. Damit nimmt er in der Liste der Gewinner den dritten Platz ein.

Bittere Verluste bei Leonid Mikhelson

Für einige andere Superreiche war 2014 jedoch ein Fluch. Das gilt vor allem für einige russische Milliardäre. Schwer gelitten hat etwa der russische Energie-Tycoon Leonid Mikhelson. Er ist der grösste Aktionär des westsibirischen Öl- und Gas-Konzerns Novatek und verlor sieben Milliarden Dollar – das sind 41 Prozent seines Reichtums. Der Verfall der russischen Währung, die beispiellose Talfahrt der Ölpreise und die westlichen Sanktionen gegen Moskau liessen die Milliarden nur so dahinschmelzen.

Heute sitzt Mikhelson «nur» noch auf einem Vermögen von zehn Milliarden Dollar. Wie die anderen Gewinner und Verlierer im Jahr 2014 heissen, sehen Sie in der Bildergalerie oben.

Milliardäre sind reicher als alle Dow-Jones-Firmen

Im globalen Club der Milliardäre sind 2'325 Personen vertreten, sieben Prozent mehr noch als 2013. Das gesamte Vermögen stieg in dieser zeit um zwölf Prozent auf 7,3 Billionen Dollar. Das ist laut UBS mehr als der Marktwert aller im US-Aktienindex Dow Jones gelisteten Konzerne. Damit kontrollieren die Superreichen vier Prozent des weltweiten Vermögens.

Die meisten der Superreichen leben in Europa. Auf dem Alten Kontinent gibt es mittlerweile 775 Milliardäre. In den Vereinigten Staaten von Amerika leben mit 571 Milliardären am meisten Vermögende in einem Land. Gleichzeitig verzeichnen die Amerikaner den grössten zuwachs an neuen Milliardären – dieses Jahr kamen 57 neue hinzu. In Asien steigerten die Superreichen ihr Vermögen insgesamt um 30 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Milliardäre um 56 auf 560 an.

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Für findige Unternehmer besteht Hoffnung

Die UBS schätzt, dass sich bis 2018 weltweit rund 1'000 weitere Menschen zu den Superreichen zählen können. Weil 81 Prozent der Milliardäre sich das Vermögen selbst aufgehäuft haben, besteht auch für findige Unternehmer noch Hoffnung. Die UBS definiert Superreiche in der Studie als Einzelpersonen mit einem Vermögen von mindestens einer Milliarde Dollar.