Adrian Margelist ist nicht mehr Kreativdirektor des Schweizer Schuh- und Taschenlabels. «Er hat das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen», bestätigt eine Sprecherin des Navyboot-Mutterhauses Gaydoul Group.

Ob der Chefdesigner von sich aus ging oder seinen Posten auf Druck von Eigentümer und Ex-Denner-Chef Philippe Gaydoul verliess, will sie nicht konkretisieren. Nicht einmal den genauen Zeitpunkt des Ausscheidens von Margelist möchte sie nennen.

Er habe das Unternehmen «kürzlich» verlassen.  Der Designer wechselte im Juli 2010 zu Navyboot. Zu Beginn schaute ihm noch Flaviano Bencivenga – Bruder des Navyboot-Gründers Bruno Bencivenga – über die Schulter. Seine erste eigene Kollektion kam im Herbst 2011 in die Läden.

Jetzt ist er bereits wieder weg. Schon auf seinenvorherigen Posten hielt es Margelist nicht lange aus. Beim deutschen Taschenlabel MCM bliebt er zwei Jahre, bei der Modemarke Esprit nur wenig länger. Seine Karriere startete der gebürtige Walliser beim britischen Label Vivienne Westwood.

«Ich kann nicht sagen, dass mich sein Abgang sehr überrasch», sagt Mark van Huisseling, Leiter verschiedener Stil- und Modebeilagen. «Ich fand in letzter Zeit, er findet sich besser, als ihn die meisten finden.»
 
Margelists Abgang steht in einer langen Reihe von nunmehr zwölf Auswechslungen auf Schlüsselposten in Gaydouls Modegruppe. Zu ihr gehören auch Fogal, Jetset und der Uhrenhersteller Hanhart. Im Herbst verordnete Gaydoul den Unternehmen einen radikalen Sparkurs.

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