Es brennt noch immer im Gastgewerbe. Schon vor einem Jahr haben die Mitglieder von GastroSuisse mit Feuern vor ihren Betrieben ein Zeichen «des Alarms und für Solidarität» gesetzt. Als oberster Verfechter im Kampf für die durch Pandemie und Massnahmen gebeutelte Branche ist Casimir Platzer seither einem breiten Publikum bekannt geworden. Unermüdlich kritisierte er vehement die vom Bundesrat verordneten Schliessungen und Einschränkungen. Und es hört nicht auf. «Es muss doch eine Alternative geben zu den 2G-Regeln, die viele ländliche Betriebe hart trifft», sagt Platzer. Denkbar seien für ihn etwa Einschränkungen der Gästezahlen, Obergrenzen, Abstände und Trennwände.

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Auf alle Fälle will er einen dritten Lockdown für die Beizen verhindern (zum Redaktionsschluss stand der Bundesratsentscheid noch aus). Denn schon jetzt spüren viele Betriebe laut Platzer einen massiven Umsatzrückgang in den letzten Wochen – Weihnachtsessen wurden abgesagt, und die hohen Fallzahlen halten manche Gäste vom Restaurantbesuch ab. Der 59-Jährige ist seit 2014 Präsident des Verbands mit fast 20 000 Mitgliedern und betreibt ein Hotel in Kandersteg BE. Platzer ist nun für noch zweieinhalb Jahre in der dritten und voraussichtlich letzten Amtsperiode an der Verbandsspitze.