Gestreifte Anzüge, gestreifte Krawatten, gestreifte Poschettli. So präsentiert sich das Herren-Quartett im Teleclub-Studio zum Champions-League-Final. Moderator Gianni Wyler sowie seine drei Experten, Ex-Schiedsrichter Urs Meier, Ex-Nationalspieler Daniel Gygax und Ex-Trainer Rolf Fringer, sind ein eingespieltes Team. Neu ist hingegen die Zusammensetzung des Publikums: Nebst den zahlenden Teleclub-Abonnenten dürfen an diesem Sonntagabend auch die Gratis-Zuschauer von 3+ den Match sehen.

Es ist ein Blick in die Zukunft, ein Blick in die künftige Schweizer Champions-League-Welt, in der die Free-TV-Spiele nur noch auf 3+ und TV24 zu sehen sein werden, hat sich doch deren Mutterhaus CH  Media die entsprechende Sublizenz von Teleclub ergattert. Die SRG-Senderfamilie muss sich mit Zusammenfassungen und Highlights der Champions League begnügen. Und damit passiert in der Schweiz das, was im benachbarten Ausland schon seit Jahren Usus ist: Dort haben die nationalen Rundfunkstationen nach und nach den Fussball und den Sport im Allgemeinen an private Sender abtreten müssen.