Das vergangene Jahr war ein einträg­liches an den Weltbörsen – und für Hedge Funds das beste des letzten Jahrzehntes. 178 Milliarden Dollar hat die Branche 2019 verdient, schätzt das Investmenthaus LCH. Das hat sich auch für viele Fondsmanager ausgezahlt. Fünf von ihnen haben sogar mehr als eine Milliarde Dollar Gehalt erzielt.

Allen voran: Christopher Hohn, Gründer und Chef von The Children’s Investment (TCI) Fund. 1,85 Milliarden kassierte er vergangenes Jahr. Mit Beteiligungen wie Airbus, ­Microsoft oder der Google-Mutter ­Alphabet erzielte sein TCI Fund Management eine Rendite von stolzen 41 Prozent.

Der grösste ­private Spender Grossbritanniens

Da freuen sich auch notleidende Kinder in der Dritten Welt: Der Fund spendet jedes Jahr 0,5 bis 1 Prozent seines Anlagevermögens von derzeit über 30 Milliarden Dollar an die wohltätige Children’s Investment Fund Foundation, die von Hohns Frau Jamie geleitet wird. Der 53-jährige Hohn ist damit der grösste ­private Spender Grossbritanniens.

In der Schweiz wurde der für seinen aggressiven Anlagestil gefürchtete Hohn 2005 bekannt, als er den ­damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Börse, den Schweizer Werner Seifert, aus dem Amt kegelte, nachdem die Fusion mit der London Stock Exchange am Widerstand der Aktionäre gescheitert war.

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Früherer Mathematikprofessor auf Platz 2

Auf Platz zwei mit 1,73 Milliarden Dollar Gehalt liegt der 81-jährige ­frühere Mathematikprofessor Jim Simons. Seine Renaissance Techno­logies (Anlagevermögen: 75 Milliarden Dollar) ist darauf spezialisiert, mit Hilfe komplexer statistischer Methoden wiederkehrende Muster in den Datenreihen der Finanzmärkte zu erkennen und auszunutzen. Das reichte letztes Jahr aber nur für eine Rendite von 14 Prozent – nicht einmal halb so viel, wie der Aktienindex S&P 500 zulegte.

Ken Griffin von Citadel, unter anderem in der Schweiz am Chemiekonzern ­Clariant ­beteiligt und seit Kurzem mit einem Büro in Zürich präsent, belegt mit 1,5 Milliarden Dollar Salär Platz drei. Auch seine Leistung war mit 19 Prozent Rendite vergleichsweise bescheiden. Griffin gab von seinem Milliarden­salär letztes Jahr 240 Millionen gleich wieder aus für ein Penthouse am Central Park – die teuerste Wohnung, die je in New York verkauft wurde.