Severin Schwan hat wohl schon angenehmere Tage erlebt. Im Debakel um die Milliardenverluste der Credit Suisse bei Archegos und Greensill wird auch der Roche-Chef zunehmend ins Visier genommen. Denn er amtet im Nebenjob auch als Vizepräsident des von Urs Rohner geleiteten Verwaltungsrats der Grossbank und hat, wie es die «Neue Zürcher Zeitung» treffend auf den Punkt brachte, «als Rohners Stellvertreter alle Desaster der vergangenen Jahre durchlebt».

Die Suche nach den Verantwortlichen des Übels zieht immer weitere Kreise und ist inzwischen auch beim Risikokomitee der Bank angelangt. Im sechsköpfigen Ausschuss amtet auch Schwan. Nun wollen mehrere Grossaktionäre die Wiederwahl von Verwaltungsräten an der Generalversammlung vom 30. April verhindern.