Aktuell können sich nur wenige vorstellen, dass im Sommer vermutlich alle beliebten Reiseziele in Europa restlos ausgebucht sein werden. Dafür spricht die Hoffnung, dass durch Impffortschritt und Verlagerung der Aktivitäten ins Freie, das Virus im Sommer in Schach gehalten wird, um dann im nächsten Winter dank Herdenimmunität immer mehr zu verschwinden. Und die Reisesehnsucht ist gewaltig. Die meisten würden sofort reisen, wenn sie könnten. 

Flüge so günstig wie nie

Aktuell kann man Reisen noch sehr günstig buchen. Die Flugpreise waren nie niedriger. Jüngst hat die wie Swiss zur Star Alliance gehörige TAP Portugal für nur 652 Euro Business Class Flüge nach Südamerika angeboten. Dafür konnte man vor der Pandemie oft noch nicht einmal in Economy Class dorthin fliegen.

Aber natürlich werden die extrem günstigen Preise nicht ewig Bestand haben. Spätestens wenn die Nachfrage wieder massiv ansteigt, werden auch die Preise nachziehen. Und in 2022 sollten Flugpreise dann wieder auf normalem Niveau sein.

Meilen so günstig wie nie

Auch auf dem Meilenmarkt herrscht aktuell Ausverkaufsstimmung. Viele Airlines versuchen über Meilenverkäufe Geld in die leeren Kassen zu spülen. So bietet Turkish Airlines, die bisher so gut wie nie Meilen verkauft haben, 75% Bonus auf Meilenkäufe an, bei Aeroplan Meilen von Air Canada, die sich auch gut für Swiss Business Class Flüge eignen, gibt es gar 80% Bonus.

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Andere Airlines wie z. B. American Airlines oder Avianca haben ihre sowieso seit Jahren regelmässigen Meilensales mit höheren Boni weiter vergünstigt. Kurzum: Nie gab es mehr und günstigere Meilenangebote. 

Podcast zu Miles & More: Gibt es nun Schnäppchen bei Vielfliegerprogrammen?

Was bedeutet die Krise in der Luftfahrt für Kunden der Vielfliegerprogramme? Gibt es gute Deals? Antworten im Podcast.

Weitere Folgen der Podcast-Reihe «HZ Insights» gibts hier.

Für Lufthansa/Swiss & Co. sieht es etwas anders aus, denn Miles & More verkauft selbst leider keine Prämienmeilen. Aber über den Schweizer Miles & More Partner ASMALLWORLD aus Zürich kann man bis zum 21. Februar 300'000 Miles & More Prämienmeilen im Rahmen einer sogenannten Prestige Mitgliedschaft erwerben. Noch nie gab es ein grösseres erwerbliches Meilenpaket von Miles & More. 

Wie sich der Meileneinsatz lohnt

Doch lohnen sich solche Meilenkäufe aktuell? Die klare Antwort ist «ja». Der Schlüssel für günstiges Reisen in Business und First Class mit bis zu 70% Ersparnis ist zum einen die Nutzung besonderer Sales und Insider-Routings, zum anderen aber die Nutzung von Meilen. Zudem haben Meilentickets einen entscheidenden Vorteil: Sie sind in der Regel flexibel umbuchbar oder stornierbar. Wenn man regulär günstige Business-Class-Tickets bucht, sind diese hingegen nicht mehr umbuchbar.

Das Wichtigste beim Meileneinsatz ist jedoch, dass man keine Economy Class Prämienflüge bucht, sondern nur Business und First Class Flüge. Denn bei jeder Prämienbuchung fallen Steuern und Gebühren an, die Economy Class Buchungen unattraktiv machen. 

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Gerade für Flüge ab der Schweiz lohnen sich Meilen sehr, denn die Preise ab Zürich und Genf zählen zu den höchsten in Europa. So zahlt man z. B. für einen Swiss Business Class Flug von Zürich nach Dubai im November 2021, der besten Reisezeit für Dubai, Stand heute 4088 Euro. Der Meilenpreis beträgt 70'000 Meilen. Wenn man diese beispielsweise über die genannte ASMALLWORLD Aktion erwirbt, so zahlt man nur noch inklusive Steuern und Gebühren etwa 1700 Euro. Eine Ersparnis von fast 60%. Auch auf anderen Strecken liegt die Ersparnis eigentlich immer bei mindestens 25%. 

Wie es noch günstiger wird

Noch besser wird es, wenn man sogenannte Meilenschnäppchen bucht. Denn bei diesen monatlich erscheinenden Promotions wird der Meilenpreis quasi halbiert. Ebenso wird es günstiger, wenn man Miles & More Senator oder HON Circle Member ist. Dann kann man den sogenannten Companion Award nutzen, womit die zweite Person zum halben Meilenpreis mitfliegen darf. Im oben genannten Dubai-Beispiel sinkt dann der über Meilenkauf effektive Preis auf nur noch 1400 Euro pro Person. 

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Und diese Rechnungen betreffen jetzt nur Miles & More. In anderen Bonusprogrammen warten viele weitere Schnäppchen, wenn man sich auskennt. So konnten wir in den letzten 12 Monaten z. B. unseren Kunden regelmässig zu bis zu 60% Rabatt auf Flügen in den Emirates-First-Class-Suiten verhelfen.

Meilenkoenig

Alexander Koenig ist Gründer der Vielfliegerberatung First Class & More. Seit mehr als 15 Jahren hilft er seinen Kunden Business Class und First Class zum halben Preis zu fliegen, einen Top-Vielfliegerstatus zu erhalten und das Maximum aus ihren Meilen herauszuholen. In seiner Kolumne «Meilenkoenig» teilt er seine Expertise regelmässig auf www.bilanz.ch mit den Lesern.

Alexander Koenig

Alexander Koenig

Quelle: ZVG

Mit Programmen wie z. B. Singapore Airlines Krisflyer kostet ein Swiss-Business-Class-Flug nach Dubai nur noch 58'000 Meilen. Meilen in anderen Vielfliegerprogrammen kann man z. B. auch über einen Punktetransfer von American-Express-Kreditkarten erhalten. 

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Preise für Prämientickets sollten konstant bleiben

Das Gute ist: Da es Airlines in erster Linie in den nächsten Jahren darum geht, den Stand vor der Krise wieder zu erreichen, werden sie voraussichtlich die Preise für Prämienflüge mit Meilen nicht erhöhen. Da man die dafür nötigen Meilen aktuell jedoch deutlich günstiger als vor der Krise erwerben kann, sind Meilen die perfekte Währung, um sich Krisenpreise für die Zeit nach der Krise zu sichern.

Nur auf die Gültigkeit der Meilen muss man achten. Bei den meisten Programmen sind es drei Jahre und wer eine Miles-&-More-Kreditkarte besitzt und jeden Monat nutzt oder Statuskunde bei Miles & More ist, bei dem verfallen die Miles-&-More-Prämienmeilen sowieso nicht. 

Fazit

Aktuell ist die beste Zeit, die eigenen Meilenkonten über Meilenkäufe aufzustocken. Denn die Preise sind günstig wie nie und Meilen haben zwei Vorteile: Man kann mit ihnen nahezu vollflexible Tickets buchen und sie sind eine Möglichkeit, sich aktuelle Krisenpreise für die Zeit danach zu sichern.

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Meilenkoenig-Kolumne

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  • Lufthansa verschiebt sein neues Statusprogramm für Vielflieger nochmals. Für Miles&More-Kunden ist das nicht unbedingt schlecht. Mehr dazu hier.
  • Bei Reisen in viele Länder drohen zehn Tage Zwangsquarantäne. Doch ist dies verhältnismässig? Und wie lässt sich das Risiko deutlich senken? Mehr dazu hier.
  • Weil der interkontinentale Flugverkehr still steht, können Vielflieger ihren Status nicht aufrechterhalten. Lufthansa kommt ihnen erneut entgegen. Mehr dazu hier.
  • Airlines sind in ihren Fliegern um Abstand und Privatsphäre bemüht. Doch nicht jeder gelingt das gleich gut. Die Schweizer sind nur Mittelmass. Mehr dazu hier.
  • Mit Meilenverkäufen versuchen Airlines Liquidität einzustreichen. Der Kunde profitiert, denn Meilen lassen sich damit so günstig wie selten erwerben. Mehr dazu hier.
  • Für Tausende Kunden ist die Lufthansa-Rettung eine gute Nachricht. Besonders Vielflieger können aufatmen. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Viele Airlines kommen den Mitgliedern ihrer Vielfliegerprogramme entgegen. Auch Swiss zeigt sich kulant – zumindest gegenüber einer Kundengruppe. Mehr zu den Kulanzregelungen lesen Sie hier.
  • Vielflieger sorgen sich aktuell um ihren Meilenstatus. Was die Corona-Krise für sie bedeutet. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Wer viel reist, zählt zur Risikogruppe des Coronavirus. Doch mit den richtigen Verhaltensregeln lässt sich das Ansteckungsrisiko minimieren. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Lufthansa führt ein neues Punktesystem zur Statusvergabe ein. Doch nicht alle profitieren von den Miles-&-More-Änderungen. Im Gegenteil. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Lufthansa hat sein Vielfliegerprogramm Miles-&-More umgekrempelt. Was sich ändert und wie Sie nun neu den Vielfliegerstatus erreichen – mehr dazu lesen Sie hier.